Aktuelle News


6. Dezember 2010 -- 11:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Tungurahua

Der Tungurahua zeigt eine weitere Phase erhöhter Aktivität und seit heute Nacht sind Evakuierungen angeordnet.... Ein Kollege von mir hat auf seiner website (in französisch) zwei super Filme eingestellt, Zeitraffer File der Aktivität nachts und tagsüber. Viel Spaß...


5. November 2010 -- 08:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Merapi, Grimsvötn

Der Ausbruch am Merapi geht weiter (nein, es sind nicht erneute Ausbrüche...). In der Nacht von Donnerstag auf Freitag (lokale Zeit) kam es erneut zu heftigen explosiven Eruptionen. Die Aschesäule soll mehrere Kilometer hoch gewesen sein. Pyroklastische Ströme sind einige Täler hinabgerast und haben wieder zu Opfern geführt. Eigenartig, da von bis zu 70.000 Evakuierten Menschen die rede war. Wie kann ein gesamtes Dorf an den Hängen des Vulkans nicht evakuiert gewesen sein???

Die Situation am Grimsvötn ist etwas entspannt, die Abflussmenge ist nach wie vor erhöht, konkrete Anzeichen eines Vulkanausbruchs auf dem Gletscher gibt es aber nicht. Hier der letzte Bericht.


2. November 2010 -- 14:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Grimsvötn

Ein subglazialer Ausbruch des Grimsvötn unter dem Vatnajökull-Gletscher wird in Island vermutet, da erhöhte Schmelzwassermenge einige Flüsse hinabfließen.... Mehr News (auf Englisch) gibts auf der Seite des Institute of Earth Sciences in Island.


28. Oktober 2010 -- 20:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli. Italienische Vulkane vor vielen Jahren. Vulkanausbruch in Kamtchatka

Hier der Bericht von Boris Behncke (Seite des INGV Catania, auf englisch) über den kurzen Lavaflow am Stromboli (siehe updates vom 22.10.2010).

Viele alten Vulkanfotos von Gaetano Ponte wurden ebenfalls auf der Homepage des INGV Catania veröffentlicht.

In Kamtschatka ist der Shiveluch ausgebrochen. Starker Aschefall beeinträchtigt das Leben in den Städten und Dörfern in der Nähe. Flugzeuge müssen der Aschewolke ausweichen. Viele internationale Flüge von USA nach Asien fliegen über den Vulkangürtel Kamtschatka/Aleuten.


28. Oktober 2010 -- 10:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Merapi

Seit einigen Tagen hört man vermehrt vom Ausbruch des Merapi in den Nachrichten. Hierzu einige Fakten, da doch in den Medien vieles falsch angegeben wurde:
1. Der Merapi ist seit vielen Jahren aktiv und hat immer wieder Phasen erhöhter bzw. schwacher Aktivität.
2. Die momentan erhöhte Aktivität war den Vulkanologen vor Ort mit Hilfe ihrer Überwachungsinstrumente aufgefallen und sie hatte die höchste Warnstufe ausgerufen. Dies führte auch zu den berichteten Evakuierungen.
3. Am Merapi gibt es zur Zeit keine Lavaströme. Die kursierenden Fotos sind üblicherweise Langzeitaufnahmen bei Nacht von Domkollapsereignissen (glühende Brocken brechen vom Dom ab, rollen den Hang hinunter und sind auf den Fotos dann als orangene Striche zu sehen). Hier ein Beispiel von Richard Roscoe von Montserrat.
4. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs am Dienstag herrschte schlechtes Wetter so dass es - meines Wissens nach - keine direkten Aufnahmen gibt. Von der Zerstörung in den Dörfern und den Verletzungen der Toten und Verletzten lässt sich aber ableiten, dass eine explosive Eruption pyroklastische Ströme verursacht hat, welche einige Flanken des Vulkans hinabrauschten. Es wird außerdem von weitverbreitetem Aschefall berichtet.
5. Das starke Erdbeben vom Montag (7,7 auf der Richterskala) hatte sein Epizentrum ca. 400 km vom Merapi entfernt und war rein tektonischer Natur. Es befindet sich auf derselben Störungszone wie das Erdbeben vom 26/12/04. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Erdbeben kausal den Ausbruch des Merapi beeinflusst hat ist klein!


22. Oktober 2010 -- 16:13 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Foto vom Stromboli

Hallo! Ich komme soeben von einer Reise zu den Liparischen Inseln zurück. Gestern Abend hatte ich das Glück, mit der Fähre am Stromboli vorbei zu fahren und den Paroxysmus beobachten zu können. Hier ein Eindruck von dem Spektakel:
Stromboli 21. Oktober 2010 - Copyright Florian Becker


22. Oktober 2010 -- 08:49 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Am Stromboli gab es gestern Abend sehr starke explosive Aktivität mit kontinuierlichen Lavafontänen an den beiden großen Hauptkratern. Um ca. 22.30 (Stromboli time) trat ein kleiner Lavastrom aus und floss Richtung Pizzo.....


07. September 2010 -- 07:49 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna, Stromboli, Vulcano

Am Ätna haben sich zwischen dem 25. und 29. August mehrere starke Explosionen (nur in italienisch) in der Bocca Nuova ereignet. Diese Ereignisse schleuderten heißen Material bis 200 °C bis in 2 km Höhe über den Gipfel und Blöcke landeten auch außerhalb der Gipfelkrater. Es schein KEIN frisches Magma involviert gewesen zu sein, es handelt sich also um phreatische Explosionen. In Folge dieser Ereignisse ist der Zugang zu den Gipfelkratern bis mindestens 10. September 2010 untersagt.
Der Stromboli ist nach wie vor relativ normal aktiv, es gibt nichts besonderes zu berichten.
Obwohl das Erdbeben vom 16/08 (update unterhalb) nahe bei Vulcano stattfand (westlich der Nordspitze in 12-14 km Tiefe), zeigen sich bis jetzt keinerlei ungewöhnliche Abweichungen vom Verhalten des hydrothermalen Systems.


16. August 2010 -- 22:09 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Erdbeben auf Lipari

Ein Erdbeben mit der Stärke 4,5 auf der Richter-Skala hat am Montag die Insel Lipari nördlich von Sizilien erschüttert und mehrere Erdrutsche ausgelöst. Sieben Personen wurden leicht verletzt. Auch auf den Inseln Salina und Vulcano lösten sich einige Felsbrocken, berichteten italienische Medien.

Quelle und weitere Infos: NZZ Online


3. August 2010 -- 22:18 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Aufstieg zum Stromboli wieder erlaubt

Seit Anfang August lässt der italienische Zivilschutz wieder Gipfelbesteigungen zu. Die Aktivität des Stromboli ist derzeit allerdings auf sehr niedrigem Niveau und die Verweildauer der geführten Gruppen am Gipfel ist relativ kurz...


8. Juli 2010 -- 16:59 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Aufstieg zum Stromboli gesperrt

Nach einer heftigen Explosion am 30. Juni wurde der Aufstieg zum Gipfel des Vulkans vorübergehend gesperrt. Wann das Verbot aufgehoben wird ist derzeit nicht absehbar. Weitere Infos folgen in den nächsten Tagen.


31. Mai 2010 -- 08:01 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Eyjafjall, Tungurahua, Pacaya

Der Ausbruch in Island stößt seit vergangenen Sonntag keine Asche mehr aus. Ob dies das Ende des Ausbruchs oder nur eine Pause ist vermag niemand zu sagen, es wird sich zeigen...

Der Tungurahua (Ecuador) ist diese Woche zwei Mal stark und ohne große Ankündigung ausgebrochen. Weitere Info dazu gibt es auf der Seite des Instituto Geofisico in Quito. Es hat wohl pyroklastische Ströme gegeben, die an der Westflanke kleine Weiler erreicht haben.

Der Pacaya in Costa Rica ist auch ausgebrochen, es soll Tote gegeben haben. In der 40 km entfernten Hauptstadt fällt Asche und schränkt das Leben stark ein.


28. Mai 2010 -- 09:23 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ausbruch des Eyjafjall zu Ende?

Seit 23. Mai produziert der isländische Vulkan Eyjafjall nur noch Wasserdampf. Derzeit ist keine eruptive Tätigkeit mehr zu sehen. Der Ausbruch ist also anscheinend (vorläufig?) beendet.


21. Mai 2010 -- 10:33 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

in Island geht der Ausbruch weiter

Der Ausbruch in Island geht unvermittelt weiter. Ein Kollege ist gerade vor Ort, nächste Woche kann ich dann bestimmt ein paar Bilder von ihm einstellen. Hier ein paar interessante Links:

Der Blog von Haraldur Sigurðsson mit vielen interessanten Fotos und Karten.

Die Vorhersage der Position der Aschewolke des Volcano Ash Advisory Center in London (die neueste Berechnung ist ganz unten).

Die Seite des Isländischen Meteorologischen Dienstes mit täglichen Updates.

Hier eine Übersicht über die Zusammensetzung der Lava.

Eine weitere webcam.


5. Mai 2010 -- 17:33 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

in Island geht der Ausbruch weiter

Ich bin gerade in Wien auf der Jahrestagung der European Geosciences Union. Hier gibt es natürlich auch kurzfristig anberaumte Vorträge und Poster zum aktuellen Ausbruch in Island. Der Tenor ist eindeutig. Der Ausbruch fand zu einem Zeitpunkt statt, als das Azorenhoch sehr weit im Norden stand, sehr nahe beim Islandtief. Durch "diese schmale hohle Gasse" drängte der Jetstream sehr schnell nach Osten und brachte die Aerosole und Asche mit zu uns. Es gibt keinerlei Zweifel, dass beides in der Atmosphäre und das Schließen des Luftraums eine notwendige Konsequenz war. Fakt ist, dass es keinerlei verlässliche Aussagen von Seiten der Flugzeugmotorenhersteller gibt bzgl. wie lange die Motore wie viel Asche aushalten können....

An dieser Stelle möchte ich nochmal auf die Seite des Isländischen Meteorologischen Dienst verweisen, die täglich die Situation schildern und viele Bilder posten.


23. April 2010 -- 10:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Satellitenbild der Aschewolke und Korrektur des Updates von gestern

Hier ein Satellitenbild vom 16. April welches eindeutig die Aschewolke über Mitteleuropa zeigt.

Eine Korrektur zur Beschreibung der Karte im gestrigen Update: Der Ausbruch hatte im Osten des Eyjafjallajökull begonnen, in der Nähe von Fimmvörðuháls und verlagerte sich dann nach Westen in die Caldera hinein (großer roter Kreis).


22. April 2010 -- 17:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Karte des Ausbruchs

Hier eine detaillierte Karte des Eyjafjallajökull.


21. April 2010 -- 12:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Info zum Vulkanausbruch in Island und den Konsequenzen

Der Ausbruch in Island geht weiter und wir hören oft die Frage, wie lange dieser Ausbruch noch dauern wird. Fakt ist, dass man keine verlässliche Aussage treffen kann, wie lange ein Ausbruch noch dauern wird. Die Intensität von Vulkanausbrüchen kann u.U. mehrmals zu- und auch wieder abnehmen.... Die verlässlichste Quelle für Info zu diesem Ausbruch findet sich auf der seite des Isländischen Meteorologischen Dienstes.

Zur Diskussion der Flugzeuggesellschaften sei nur so viel gesagt: Die Asche- und Aerosolwolke ist real! Das wissen wir aber NICHT erst seit dem Testflug des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Auf dieser Seite findet sich auch der Link zum offiziellen Bericht (in englisch). Wie in einem früheren Update dargestellt, stellt Vulkanasche in Abhängigkeit von Partikelgröße und Menge eine reale Gefahr für Flugzeuge im gesamten aber v.a. die Triebwerke im Besonderen dar!

Beeindruckende Satellitenbilder finden sich auf der Seite des NASA Earth Onservatory.

Viele Fotos unterschiedlichster Art finden sich auf der Homepage der Zeitung Boston Globe. Ein beeindruckender Film der Eruptionen und damit assoziierten Druckwellen findet man hier.

Weitere Satellitenbilder sowie auch Auswertungen derselben finden sich auf der IAVCEI Remote Sensing Commission.


20. April 2010 -- 07:56 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Info zu Vulkantour nach Island

Aufgrund mehrfacher Nachfrage möchten wir hier über unsere Island-Pläne informieren:

Da der europäische Flugverkehr durch die Aschewolke des Eyjafjall stark beeinflusst wird bieten wir derzeit keine spontanen Islandtouren an.

Weiterhin in Planung ist natürlich unsere Sommerreise ISLAND vom 20. bis 31. Juli. Für diese Tour sind mittlerweile nur noch wenige Restplätze verfügbar. In jedem Fall werden wir das Tourprogramm so gestalten, dass wir einen Ausflug zum Eyjafjall machen! Sollte der Vulkan im Juli noch aktiv sein (Eruptionen oder Lavaströme), werden wir diesem Schauspiel natürlich ausgiebig beiwohnen. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an uns.


18. April 2010 -- 15:25 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Wie geht's weiter in Island?

Seit drei Tagen redet ganz Europa über Islands Vulkane, die Windrichtung und wieso Flugzeuge wegen Vulkanasche nicht fliegen können. Wie sind nun eigentlich die Aussichten für die nächsten Tage und Wochen? Bleibt es beim Verkehrschaos über Europa, bricht gar der Nachbarvulkan des Eyjafjall aus, die angeblich noch viel gefährlichere Katla? Hier mal der Versuch einer wissenschaftlichen Zusammenfassung der Ereignisse mit einem Ausblick:

Was ist bisher passiert?
Seit vergangenem Donnerstag produziert der isländische Vulkan Eyjafjall (sprich "Äja-Fjattl") sehr viel Asche. Der Grund hierfür liegt vermutlich darin, dass der subglazial gelegene Vulkan viel Gletschereis zum Schmelzen brachte - der Gletscher heißt übrigens "Eyjafjallajökull" = Gletscher der Eyjafjall, sprich "Äja-Fjattla-Jöküttl" ;-)
Wasser und aufsteigendes Magma sind eine hochexplosive Mischung: durch die Dampfentwicklung und der damit einhergehenden plötzlichen Volumenzunahme beim Kontakt Magma + Wasser zerreißt es das Magma förmlich und damit nimmt die Explosivität des Vulkanausbruchs stark zu. Geologen nennen so etwas phreatomagmatische Explosion. Die dabei entstehende Asche sind kleinste Partikel magmatischen Gesteins, also vereinfacht gesagt: in kleinste Stücke zerbrochene Lava.

Warum war die Wochen davor der Ausbruch ganz anders?
Am 20. März begann der Ausbruch am Eyjafjall-Vulkan mit der Öffnung einer vulkanischen Spalte neben dem Gletscher. Dabei wurde kein Gletschereis geschmolzen, daher auch keine Schmelzwasser- bzw. Dampfbildung. In den ersten Wochen konnte die Lava relativ ungestört und mit geringem Druck aus der Spalte heraus kommen, es entstanden zwar imposante Lavafontänen (mehrere Hundert Meter hoch) und Lavaströme. Das Spektakel war aber auf diese kleine Region beschränkt. Erst nachdem sich das Magma am 14. April einen neuen Weg an die Oberfläche gesucht hat und "dummerweise" unter dem Eisschild des Eyjafjall-Gletschers heraus kam, gab es die explosive Eruption mit viel Asche, die nun Europas Flughäfen in Schach hält.

Wie lange geht der Ausbruch noch weiter?
Das kann niemand sagen! Derartige Vulkanausbrüche können wenige Tage, einige Wochen oder gar Jahre dauern. Sie können Pausen einlegen und scheinbar zu Ende gehen, dann plötzlich wieder anfangen. Beispiele hierfür sind die großen Eruptionen des Ätnas alle paar Jahre oder die Capelinhos-Eruption auf den Azoren anno 1957, die über ein Jahr dauerte, oder bei Island die Surtsey-Eruption, die von 1963 bis '65 dauerte. Es ist derzeit nicht abzusehen, wie sich der Vulkan Eyjafjall in den nächsten Tagen und Wochen verhalten wird, anderslautende "wissenschaftliche" Aussagen sind nicht seriös. Die Beeinträchtigung des europäischen Flugverkehrs hängt aber generell von zwei Parametern ab: Ascheproduktion und Windrichtung!

Bricht nun auch bald die Katla aus?
In einigen Medien wird spekuliert, ob die Eyjafjall-Eruption nur das Vorspiel einer sehr viel heftigeren Eruption des Vulkans Katla sein könnte. Die Katla liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Eyjafjall. Das bedeutet aber nicht, dass die beiden Vulkane ein gemeinsames Vulkansystem bilden => Die Katla bricht nicht automatisch aus, wenn sich am Eyjafjall etwas tut!
Es ist allerdings denkbar (wissenschaftlich aber nicht erwiesen), dass beispielsweise durch Erdbeben, die bei der Eyjafjall-Eruption entstehen, das Vulkangebäude der Katla beeinflusst werden könnte. Und Magma auch bei der Katla aufsteigen könnte (rein spekulativ!). Eine Eruption der Katla würde sich aber in jedem Fall vorher durch unterschiedliche Anzeichen ankündigen, z.B. erhöhte Seismik, Gasaustritte, Aufwölbung des Vulkans (cm-Bereich, mit wissenschaftlichen Methoden messbar!) etc.

Also: momentan ist nicht unbedingt von einer baldigen Katla-Eruption auszugehen!

Ulli hängt momentan auf Sardinien fest ;-) wird aber nach seiner Rückkehr weitere vulkanologische Infos geben.
p.s. ein tolles neues Satellitenbild der Aschewolke gibt's bei SZ-Online.


16. April 2010 -- 07:39 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

some facts über vulkanische Asche

Vulkanische Asche nennt man alle Partikel kleiner als 2 mm, die bei vulkanischer Aktivität entstehen. 99% aller Magmen, die auf der Erde bei Vulkanausbrüchen austreten, sind Silikatschmelzen. Vulkanische Asche ist KEINE Mischung aus Stein, Glas und Sand!!!! Zum größten Teil handelt es sich um Glasfragmente und untergeordnet auch Kristallbruchstücke. Die sogenannte Magmenfragmentation beruht entweder auf der schnellen Expansion der im Magma gelösten Gase oder aufgrund der Volumenzunahme bei der Transformation von externem Wasser zu Gas. Die Menge an produzierter Asche hängt ab von 3 Parametern: 1) Menge im Magma gelöster Gase, 2) Temperatur des Magmas, oder 3) Menge an externem Wasser (Schnee/Gletschereis oder Grundwasser), welches in Kontakt mit dem auftretenden Magma kommt.
Der Ausbruch auf Island war anfänglich unter einem Schneefeld gewesen und hatte sich durch dieses schnell durchgeschmolzen. Daher war der Ausbruch nur schwach explosiv und produzierte wenig Asche. Jetzt hat sich das Ausbruchszentrum zum Gipfel des Eyjafjalla verlagert, der von dickem Gletschereis bedeckt ist. Die austretende Lava hat sich bereits durch das Gletschereis geschmolzen und es kommt zur effizienten Fragmentation der Lava.

Warum fallen so viele Flüge aus? Vulkanische Asche sind wie bereits erwähnt kleine Fragmente von Lava. Lava ist eine silikatische Schmelze und beginnt - abhängig von der Zusammensetzung - bei 800 - 1000 °C teilweise aufzuschmelzen. Die Gefahr für Flugzeuge besteht darin, dass die Flugzeugturbinen Verbrennungsmotoren sind. Sie saugen Umgebungsluft an und verbrennen diese in den Turbinen und leiten die Abgase über eine Art von Auspuff wieder ab. Falls ein Flugzeug durch eine vulkanische Aschewolke fliegt, werden die Aschepartikel bei der Verbrennung aufgeschmolzen, kühlen dann aber im Auspuff sofort wieder ab und kristallisieren aus. Dabei lagern sie sich an den Wänden ab und können den Auspuff verstopfen. Auspuff zu -> Turbine fällt aus!!!

Hier einige Fotos von Marco Fulle.


15. April 2010 -- 18:29 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Satellitenbild der Aschewolke

Hier ein Satellitenbild der Aschewolke des Ausbruchs auf Island..


15. April 2010 -- 14:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Beeinträchtigung des Flugverkehrs wegen des Ausbruchs in Island

Der Ausbruch hat an Stärke zugenommen und zu einem großen Asche- und Aerosoleintrag in die Atmosphäre in bis zu 10 km Höhe verursacht. In England und Skandinavien sind die meisten Flüge gecancelt...
Eine Zusammenfassung und Übersicht findet sich bei der Süddeutschen Zeitung.
Gute und v.a. direkte und damit sicherlich gesicherte Informationen gibt es auf der Seite des Icelandic Met Office.
Der beeinträchtigte Flugraum kann auf der Seite des London Volcanic Ash Advisory Center eingesehen werden.


14. April 2010 -- 17:49 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Überschwemmungen in Island

Seit heute ergießen sich großen Mengen Schmelzwassers von unterhalb des Eyjafjalla-Gletschers aus nach Süden. Die Ringstraße soll gezielt unterbrochen werden um die Schäden so gering wie möglich zu halten. Kollegen von mir sind seit gestern vor Ort und werden sicherlich bald berichten.
Ein Video der Wassermassen gibt es auch.


13. April 2010 -- 16:19 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Bildmaterial der Ascheeruption am Ätna

Thomas Bretscher war am 8. April am Ätna und hat tolle Bilder online gestellt. Zu sehen ist die große Aschewolke der vermeintlichen "Eruption" am 8. April sowie die enorme Gasemission an der Flanke des SE-Kraters. Vielen Dank für die tollen Bilder und den Link, Thomas! Hier ein kleiner Vorgeschmack (beide Bilder © Thomas Bretscher):
Ätna 8. April 2010 - Copyright Thomas BretscherÄtna 8. April 2010 - Copyright Thomas Bretscher


9. April 2010 -- 10:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

erhöhte Aktivität am Ätna?

Gestern am frühen Abend trat viel Asche am Südostkrater aus. Ob es sich hierbei um eine Explosion oder einen Versturz gehandelt hat ist momentan noch unklar. Auf jeden Fall treten am aktiven Vent auf der Ostseite am Fuße des Südostkraters nach wie vor große Mengen Gas aus. Dieser Vent hatte bis zuletzt einen Durchmesser von ca. 10 m, seit dem Ereignis gestern soll er sich auf ca. 50 m vergrößert haben. Wir behalten die Situation im Auge..


5. April 2010 -- 21:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Die versprochenen Bilder aus Island

Wie versprochen gibt es hier Martin's sensationelle Bilder des Ausbruchs in Island.


4. April 2010 -- 09:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Der Aufstieg zum Stromboli ist wieder erlaubt

Viele Menschen verbringen die Osterfeiertage auf Stromboli. Pünktlich dazu erlaubt die vulkanische Aktivität nun auch wieder den Aufstieg....


3. April 2010 -- 12:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island dauert an

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull dauert unvermindert an, nachts kann man auf der webcam eindrucksvolle Bilder sehen. Mittlerweile finden sich im Internet auch viele qualitativ hochwertige Fotos, so wie zum Beispiel hier. Ein Bekannter von mir ist gerade aus Island zurückgekommen und wie ich ihn kenne, werde ich hier bald einen Link zu seinen spektakulären Bildern posten können.

Flo ist gerade am Stromboli und nach Ostern werden wir auch hierzu wieder ganz neue Neuigkeiten haben.


29. März 2010 -- 13:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Neues zum Ausbruch des Eyjafjallajökull auf Island

Der Ausbruch des Eyjafjallajökull begann am 20. März in den Abendstunden. Es waren mehrer Wochen starker seismischer Aktivität vorausgegangen. Da es ähnliche Phasen mit hoher seismischer Aktivität schon mehrmals in der jüngeren Vergangenheit gegeben hatte, wusste man bis zuletzt nicht, ob das aufsteigende Magma bis zur Erdoberfläche gelangen oder ob es "nur" zu einer Intrusion kommen würde.
Der Ausbruch findet an der West-Flanke des gletscherbedeckten Vulkans statt. Eine ca. 500 m lange Ausbruchsspalte ist aufgerissen und hat sich binnen kurzer Zeit durch die Schneedecke geschmolzen. An der Ausbruchsstelle selber ist keine Gletscherbedeckung mehr. Der Ausbruch ist nicht sehr explosiv, die Lavafontänen waren nur einige 10er Meter hoch und der Ascheanteil war gering. Die sehr dünnflüssige Lava trat an mehreren Stellen in Form von Lavaströmen aus und fließt nach Norden. Die anfängliche Angst von Überschwemmungen aufgrund des Schmelzens von Schnee/Eis erwies sich bis dato als unbegründet. Der Vulkan war zuletzt vor 190 Jahren ausgebrochen. In seiner Nähe liegt der ebenfalls gletscherbedeckte Vulkan Katla, der seit Jahren als heißer Kandidat für einen bevorstehenden Ausbruch gilt. Bis jetzt gibt es aber keinerlei Anzeichen auf eine erhöhte Aktivität dort....

Ein Ende des momentanen Ausbruchs ist nicht abzusehen. Es bleibt abzuwarten, ob der Ausbruch bald versiegt oder möglicherweise noch Wochen der Monate andauert.

Ein imposantes Satellitenbild der Ausbruchsstelle gibt's hier.
Daneben gibt es mittlerweile eine webcam des Ausbruchs.


21. März 2010 -- 08:36 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Subglazialer Vulkan auf Island ausgebrochen

Spiegel-Online (detaillierter Bericht und Foto) meldet soeben einen Vulkanausbruch am Eyjafjallajökull-Gletscher. Islands Behörden haben für den südlichen Landesteil den Ausnahmezustand ausgerufen, Hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Der internationale Flughafen wurde gesperrt, auch Transatlantik-Flüge werden umgeleitet.

Einige tolle Bilder von der Eruptionsspalte mit Lavafontänen gibt's hier.


20. März 2010 -- 16:22 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli, Tungurahua, Colima

Am Stromboli ist die Situation unverändert: Aufgrund erhöhter Aktivität bleibt der Zugang zum Pizzo verboten! Der Magmaspiegel im Schlot ist sehr hoch, es kam auch zu kurzen Lavaströmen. Einige Überwachungssignale liegen deutlich über den sonst üblichen Werten. Dazu kommt, dass immer wieder glühende Bomben bis zum Pizzo geworfen werden und somit ein nicht kalkulierbares Risiko darstellen. Auch Kollegen des INGV Rom haben eine geplante Geländekampagne abgesagt...

Der Tungurahua (Ecuador) hat sich wieder beruhigt und setzt damit sein Verhalten seit dem Wiedererwachen 1999 fort: Monate erhöhter Aktivität wechseln sich ab mit Ruhephasen. Eine Zusammenfassung der letzten Woche (auf spanisch) findet sich hier auf der Seite des Instituto Geofisico in Quito.

Das Domwachstum des Colima (Mexiko) geht weiter. Der Gipfelkrater ist aufgefüllt und die Lava hat begonnen, nach Westen in Tal La Lumbre zu fließen. Viele Fotos, Filme und mehr findet sich auf hier auf der Seite Colima Volcano Database.


1. März 2010 -- 09:58 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Stromboli Aufstieg gesperrt

Uns erreicht soeben die Meldung dass der Aufstieg auf den Stromboli zur Zeit "wegen starker Aktivität" gesperrt ist. Danke an die Bergführer von Magmatrek für diese Info! Bis 400 Meter Höhe darf man gehen.


12. Januar 2010 -- 13:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Tungurahua, Vulkan in Kongo, Stromboli

Kollegen am Observatorium des Tungurahua vor Ort berichten, dass glühende Bomben mehrere Hundert Meter über den Krater ausgeworfen werden und dass starke Explosionen die Fenster beben lassen.....
Der Ausbruch am Nyamuragira in Kongo geht weiter. Die Lavaströme sind mittlerweile mehr als 20 Kilometer weit geflossen....
Am Stromboli hat sich scheinbar vor wenigen Tagen ein kleiner Lavastrom ereignet. Der Nachschub ist wohl aber schon versiegt und der Strom ist am Abkühlen.


7. Januar 2010 -- 20:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Tungurahua

Der Tungurahua in Ecuador, knapp 120 km südlich von Quito, ist wieder erwacht. Er war seit Anfang Juni 2009 ruhig und ermöglichte mir somit, im August dort 4 Wochen mit Kollegen und 3 Studenten auf den Ablagerungen des Ausbruchs vom Juni und AUgust 2006 sowie August 2008 zu arbeiten. Seit Mitte Dezember gab es Hinweise, dass diese Ruhepause zu Ende gehen könnte und am 1. Januar war es soweit.... Einige Fotos (automatisches Laden) findet man auf der Startseite des Instituto Geofisico in Quito. Man sieht deutlich (auf den Fotos vom 2. Januar), dass frische Lava im Krater zu sehen ist und am 5. Januar fanden leichte strombolianische Ausbrüche statt. Am 16. Juli 2009 sah der Krater noch so aus....


4. Januar 2010 -- 9:53 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Mayon, Galeras, Ätna, Stromboli

Am Mayon (Philippinen) hat sich die Lage scheinbar beruhigt. Die Behörden haben Entwarnung gegeben und nur noch in nächster Entfernung sind rund 3000 Menschen evakuiert. Dafür ist der kolumbianische Vulkan Galeras ausgebrochen. Rund 8000 Menschen wurden hier evakuiert, eine 12 km hohe Eruptionswolke stieg auf. Am Ätna ist die Lage unverändert: glühendes Leuchten aus der Öffnung des Depressionskraters an der Ostflanke des SE-Kraters, aber keine Lavaströme oder Eruptionen. Die Häufigkeit der Schwarmbeben ist in den letzten Tagen deutlich zurück gegangen. Am Stromboli hat sich seit der großen Eruption am 24. November nichts Wesentliches getan. Die Aktivität ist auf normalem Niveau, wovon ich mich in 2 Wochen persönlich überzeugen werde... ;-)


30. Dezember 2009 -- 14:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ruhe am Ätna, Evakuierungen am Mayon

Seit unserem letzten Update haben sich scheinbar keine nennenswerten Ereignisse am Ätna mehr getan. Da wir es nicht auf die Weihnachtsferien schieben wollen, ist davon auszugehen, dass sich die seismische Krise vorerst beruhigt hat. Weitere Info findet man sonst auf der Seite des INGV Sezione di Catania.

Seit Mitte Dezember ist der Mayon auf den Philippienen nun schon wieder in den Schlagzeilen. Der Kegel dieses perfekt symmetrischen Vulkans zeigte Anzeichen von Verformung und die ersten Evakuierungen begannen. Kurz danach bewahrheitete sich, was die Wissenschaftler vermutet hatten. Begleitet von starker seismischer Aktivität und vereinzelten Explosionen tritt Lava am Gipfelkrater aus und fließt die steilen Hänge hinab. Laut dem Bulletin des Philippine Institute of Volcanology and Seismology gibt es Lavströme in 3 Tälern; der Längste hat schon fast 6 km erreicht. Sehr häufig sind auf Felsstürze zu beobachten. Mit seinem momentanen Verhaltensmuster ist die Gefahr für die Anwohner relativ gering, eine größere Explosion verbunden mit Ascheregen und pyroklastischen Strömen (wie zuletzt 1814) ist jedoch nicht auszuschließen. Aus diesem Grund haben die Behörden momentan eine no-go Area eingerichtet (Extended Danger Zone), momentan mit einem Radius von 7-8 km. Momentan sind mehrere 10.000 Menschen evakuiert.


20. Dezember 2009 -- 20:35 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Viele Erdbeben am Ätna, explosiver Vulkanausbruch in 1200 m Wassertiefe....

Am Ätna ereignen sich gerade überdurchschnittlich viele Erdbeben. Auf der Seite des INGV Sezione di Catania kann man in den mehreren Communicati täglich den Verlauf verfolgen. Die Epizentren liegen in über 20 km Tiefe unter dem Kegel Maletto an der WSW-Flanke.

Letzte Woche wurde in San Francisco während der AGU-Tagung spektakuläres Filmmaterial veröffentlicht, welches im Mai 2009 an einem untermeerischen Vulkan im Lau Becken (West-Pazifik) aufgenommen worden war. Die beiden Aufnahmen können von der Seite des Woods Hole Geographic Institution angesehen werden. Es mag etwas dauern aber es lohnt sich!!!! Man sieht sensationelle Aufnahmen von relativ niedrig-viskoser (=dünnflüssiger) Lava, welche aus- & den steilen Abhang hinabfließt. Begleitet wird dies von Explosionen, hervorgerufen durch aufsteigende Gasblasen.


27. November 2009 -- 07:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Video der heftigen Explosion am Stromboli

Hier ein Video der Überwachungskamera. Man sieht deutlich die komplexe Natur mit mehreren Exlosionen, hervorgerufen vermutlich durch den schnellen Aufstieg gasreicher Magma.

(Quelle: ANSA):


26. November 2009 -- 10:13 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Erneut heftige Explosion am Stromboli

Bereits vorgestern, am 24. November, ereignete sich am Stromboli erneut eine größere Eruption. Um 11:20 Uhr vormittags gab es unmittelbar nacheinander 2 Explosionen, im gesamten Gipfelbereich fielen glühende Bomben und Lapilli. Selbst am Strand unterhalb der Schicciole-Felsen / Forgia Vecchia im Osten der Insel ging eine feine (windverfrachtete) Schicht aus Bims-Lapilli nieder.

Anbei Bilder aus dem INGV-Bulletin vom 24.11.2009 (auch Quelle):
Stromboli Webcam - 2009/11/24


15. November 2009 -- 8:30 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Webcam-Foto vom Ätna

Hier ein tolles Bild der aktuellen Aktivitätsphase, aufgenommen heute Morgen von der Webcam von Etnaweb.net
Etna Webcam - 2009/11/15


13. November 2009 -- 18:06 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna / Stromboli

ÄTNA:
Am 6. November 2009 wurden tiefsitzende Detonationen an der Basis des SE-Kraters gemessen. Zuvor war es monatelang zu keiner explosiven Aktivität der Gipfelkrater gekommen (die letzte effusive Ausbruchsphase dauerte vom 13. Mai 2008 bis 4. Juli 2009). Die Webcams des INGV (Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia) zeichneten ein pulsierendes rotes Glühen an der östlichen Basis des SE-Kraters auf, das von einem Vent innerhalb der lateralen Depression stammt. Es wurde kein (!) Auswurfmaterial ringsherum auf der schneebedeckten Oberfläche gefunden, die Expolsionen finden anscheinend tief im Inneren des Vents statt. Bis dato dauert diese Aktivitätsphase an.

STROMBOLI:
Am 8. November gab es am Stromboli eine größere Eruption. Dabei wurde ein Teil der östlichen Flanke der Gipfelkrater weggesprengt. Die Expolsion prodizierte eine Eruptionssäule von über 350 Metern Höhe, die sofort nach Südosten windverfrachtet wurde. Unmittelbar nach der Expolsion entstand ein kleiner Lavastrom innerhalb der Kraterterrasse. Nach wenigen Minuten erreichte der Flow eine Länge von rund 60 Metern und hörte dann auf zu fließen. Zuletzt gab es kleinere Lavaströme (innerhalb der Kraterdepression) am 22. & 25. April, 3. Mai und 30. August 2009. Nach der Explosion am 8. November kehrte die Vulkanaktivität auf normales Niveau zurück.

Hier zwei Bilder der Eruption vom 8. November (DANKE an Andreas v. Bleichert!!!). Zu beachten sind die Einschlagswolken von fallenden Bomben an der Flanke des Vulkans (roter Pfeil):
Stromboli Eruption - 2009/11/08Stromboli Eruption - 2009/11/08

Quelle: Bericht via Mail der italienischen Vulkanologin Sonia Calvari (INGV Catania).
Fotos von Andreas v. Bleichert (Stromboli Ferienhaus).


9. November 2009 -- 8:38 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Strombolianische Aktivität am Ätna!

In der Nacht zum Samstag 7.11. begann eine neue strombolianische Aktivitätsphase (Kollapskrater an der östlichen Basis des SE-Kraters). Die Aktivität dauerte den gesamten Samstag und Sonntag (7. + 8.11.) an und ist derzeit anscheinend noch aktiv. Weitere News folgen.

Webcam Etna Schiena dell'Asino - 2009/11/07

Quelle u.a.: INGV-Bulletin vom 6.11.2009 (PDF-Datei).


1. Oktober 2009 -- 17:44 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Last-Minute-Angebot für LIPARISCHE INSELN

Unsere nächste Reise findet in 12 Tagen statt: 13.10. – 20.10.2009 LIPARISCHE INSELN HIGHLIGHTS

Es gibt noch Restplätze! Wir möchten diese Tour daher zu einem Last-Minute-Preis von 790 € anbieten !!! (ursprüngl. Reisepreis 1190 €, Leistungen siehe Reisebeschreibung).

Bei Interesse meldet euch bitte umgehend bei uns!


27. August 2009 -- 8:39 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität weltweit

Momentan ist es relativ ruhig hinsichtlich vulkanischer Aktivität, jedoch möchten wir 3 Vulkane erwähnen:

Am KILAUEA auf Hawai'i fließt die Lava weiterhin durch ein verzweigtes Röhrensystem viele Kilometer unterirdisch zur Küste und kommt dort am Ocean Entry zum Vorschein. Ein Spektakel, welches seit dem 3. Januar 1983 fast ununterbrochen andauert. Sehr bemerkenswert ist die nach wie vor hohe Aktivität im Halema'uma'u Krater in der Gipfelcaldera des Kilauea. In dem neuen Vent konnte man vor Monaten immer mal wieder Lava sehen (das erste Mal seit 1924), doch dann sank der Magmaspiegel wieder ab. Seit dem 10. August sieht man wieder einen rötlichen Schein in den austretenden Gaswolken, der Spiegel ist also wieder höher. Die gemessenene Menge an Schwefelgasen beträgt 1.800 Tonnen pro Tag, im 2003-2007 Mittel lag dieser Wert bei 140 Tonnen pro Tag.

In Ecuador bleibt am Tungurahua seit Ende Juni alles ruhig. Dies ist ein momentanes Aktivitätsminimum in dem Ausbruchszyklus, welcher 1999 begann und 2006 kulminierte. Während unserer Arbeit hier konnten wir am 15. August zum Gipfel aufsteigen und den völlig veränderten Kraterbereich untersuchen (einige Fotos folgen bald).

Ein weiterer Vulkan in Ecuador macht momentan von sich reden, und zwar der Reventador. Dieser Vulkan liegt im amazonischen Tieflanddschungel und ist schwer zugänglich, aber die Ölfirmen beäugen ihn mit Argwohn. Kollegen des Instituto Geografico in Quito sind diese Woche hingeflogen und vor Ort zu klären, wie die Situation ist. Ersten Berichten zufolge breitet sich ein Lavastrom aus.


6. August 2009 -- 12:57 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Artikel "Tanz auf dem Vulkan" in der Berliner Zeitung

Am 11./12. Juli erschien ein Artikel der Journalistin Barbara Wiedemann in der Berliner Zeitung. Barbara war 2008 auf einer unserer Reisen dabei und hat über diese Tour einen Bericht geschrieben. Lesen Sie den Artikel hier.


10. Juli 2009 -- 11:48 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Lavastrom-Aktivität am Ätna offenbar zu Ende

Das INGV Catania meldet, dass die effusive Aktivität an der Ostflanke des Ätna (Valle del Bove) nun zu Ende ist. Die Lavaströme, die seit 13. Mai 2008 geflossen sind, haben nach über 14 Monaten aufgehört. Schade...

Quelle: INGV-Bulletin vom 7.7.2009 (PDF-Datei).


27. Juni 2009 -- 09:17 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Artikel "Forschungscamp Geologie" in der Rheinzeitung

Am 15. Mai war Florian Becker mit einer Gruppe jugendlicher Nachwuchsforscher im Golf von Neapel auf Vulkan-forschungsreise. Das Jugendcamp wurde von der Rheinzeitung und dem Optiker Fielmann unter dem Motto "Wissen macht Freude - Forschungscamp Geologie" organisiert. Die Journalistin Kirsten Fitzke hat nun die Erlebnisse dieses Tages in einem Bericht für die Rheinzeitung zusammen gefasst. Lesen Sie den Artikel hier.


10. Juni 2009 -- 17:41 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Vulkankultour im Radio

Vulkankultour Deutschlandfunk 17. Mai 2009Am 17. Mai lief im Deutschlandfunk ein Bericht der Journalistin Barbara Wiedemann über unsere Reise FEUERBERGE SÜDITALIENS im Oktober 2008. Hier lesen Sie den dazu gehörigen Internetartikel "Tanz auf dem Vulkan". Sie können den kompletten Sendemitschnitt (12 Minuten) auch als MP3-Datei hier downloaden (5 MB).



8. Juni 2009 -- 16:39 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität des Stromboli

Flo war am Wochenende am Stromboli und berichtet, dass sie am Samstag nur spontan aufsteigen konnten. Vorher war der Berg für 2 Tage wegen hoher CO2-Werte gesperrt gewesen. Die explosive Aktivität war deutlich geringer als im April aber ein deutliches Glühen war aus vielen Krateröffnungen zu sehen.


18. Mai 2009 -- 11:07 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Winterschäden auf den Liparischen Inseln

Die Winterstürme haben auf Lipari und Stromboli große Schäden angerichtet! In Acquacalda auf Lipari wurde eine Serpentine der Straße weggespült und der alte Bims-Verladesteg zerstört:

Im Hafen von Ginostra (Insel Stromboli) wurde die erst vor wenigen Jahren erbaute Hafenmole so stark beschädigt dass derzeit keine Schiffe anlegen können. Wie in "guten alten Zeiten" wird man derzeit (vorübergehend) auf hoher See ausgesetzt und mit dem Ruderboot an Land gerudert.

(alle 4 Bilder © by Monika & Uwe Hildebrandt)

Weitere Impressionen von der Reise FEUERBERGE SÜDITALIENS gibt's hier.


17. April 2009 -- 09:48 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Stromboli aktuell

Sodala, ich bin wieder zurück vom Stromboli. Ja, seit Gründonnerstag finden wieder Gipfeltouren statt. Der Vulkan ist nach wie vor recht aktiv und die Eruptionen erreichen eine Höhe von z.T. über 200 Metern. An Ostersamstag konnten wir vom Pizzo aus 9 aktive Vents beobachten. Rekordverdächtig!!! Impressionen von der Ostertour gibt's hier.
Stromboli - EruptionStromboli - EruptionStromboli - EruptionStromboli - EruptionStromboli - Eruption
Eruption des Stromboli (© by Wolfgang Krueger)


12. April 2009 -- 11:59 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Der Stromboli darf wieder bestiegen werden!

Pünktlich zu Ostern wurde die Sperrung des Stromboli wieder aufgehoben. Florian (gerade vor Ort) berichtet von starker Aktivität. Mehr dazu bald....


9. April 2009 -- 13:59 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Zeitrafferfilm des Ausbruchs des Llaima in Chile

Der Vulkan Llaima in Chile hatte eine Phase mit starken strombolianischen Ausbrühen, hoher Ascheproduktion und Lavaflows. Hier gibt es eine beeindruckende Dokumentation des Ausbruchs des Llaima.

Mehr Info zu diesem Ausbruch und aktuelle Bilder gibt es auf der Seite des Nationalen Dienstes für Geologie und Rohstoffe (in spanisch).


2. April 2009 -- 10:59 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Zeitrafferfilm des Ausbruchs des Redoubt

Hier gibt es eine beeindruckende Dokumentation des Ausbruchs des Redoubt.

Mehr Info zu diesem Ausbruch und aktuelle Bilder gibt es auf der Seite des Alaska Volcano Observatory.


26. März 2009 -- 10:59 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli; Fotos und Film zum Ausbruch in Tonga

Der Zugang zum Gipfel des Stromboli ist momentan eingeschränkt da die seismische und explosive Aktivität auf hohem Level sind und glühende Schlackefetzen in Höhen oberhalb des Pizzo ausgeworfen worden waren. Sobald es Änderungen gibt, werden wir diese hier kundtun. Der italienische Originalerlass des Bürgermeisters von Lipari können Sie hier einsehen.

Noch ein kurzer Nachtrag zum Ausbruch des Tonga. Hier gibt es beeindruckende Bilder und auch ein Video.


25. März 2009 -- 10:09 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruch des Redoubt in Alaska

Der gletscher-bedeckte Vulkan Redoubt ist in den frühen Morgenstunden des Sonntag kurz hintereinander 4 Mal sehr explosiv ausgebrochen und hat eine mehrere km hohe Aschesäule produziert. Auch wenn der Vulkan durch seine Lage im hohen Norden weit weg zu sein scheint, so haben die Ausbrüche "dort oben" doch gravierende Auswirkungen auf den internationalen Flugverkehr (siehe 2. Absatz unter dem Bild in diesem Artikel [auf englisch]).

Mehr Info zu diesem Ausbruch und aktuelle Bilder gibt es auf der Seite des Alaska Volcano Observatory.

Ausführliche wissenschaftliche Info gibts in der englischen Variante unserer News.


19. März 2009 -- 10:22 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Untersee-Vulkan vor Tonga bricht aus

Zwischen Australien und Tahiti ist auf dem Meeresgrund ein Vulkan ausgebrochen. Seit Montag steigen gewaltige Dampfsäulen und Rauchwolken über dem Seegebiet in der Nähe der Insel Tongatapu empor. Für die Inselbewohner bestehe bislang keine Gefahr, erklärten die Behörden des pazifischen Inselstaates Tonga in der Hauptstadt Nuku'Alofa. Der Vulkan liegt etwa zehn Kilometer vor der Südwestküste von Tongatapu. In dieser Region gibt es etwa 36 unterseeische Vulkane. Dem Ausbruch am Montag seien mehrere heftige Erdbeben vorausgegangen, berichteten Einwohner in Nuku'Alofa.

Quelle, weitere Infos und Bilder: Spiegel Online.


10. März 2009 -- 22:09 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruch des Sakurajima

Der daueraktive Vulkan Sakurajima im Süden Japan ist heute am frühen japanischen Morgen (also Ortszeit) mal wieder heftiger ausgebrochen und hat Bomben bis in 2 km Entfernung ausgeschleudert.

Ein Video gibts auf der Seite der BBC.


4. März 2009 -- 19:09 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Neue Internetseite zum Ausbruch des Vesuv 79 n. Chr.

Steve Carey und Haraldur Sigurdsson von der Uni von Rhode Island (USA) haben eine Internetseite über explosiven Vulkanismus entwickelt und beziehen sich im ganz Speziellen auf den Vesuv.

Hier die Originalankündigung auf Volcano ListServ:
"We would like to announce the development of a new instructional website dealing with explosive volcanism and the 79 AD eruption of Vesuvius volcano in Italy. A principal feature of this web-based exercise is the coupling of inquiry-based techniques with a virtual reality field trip using panoramic photography and eruption simulations to enable a unique level of interactivity between students and the electronic media. The module follows the NSF-approved approach of Focus, Explore, Reflect and Apply, which is based on effective pedagogical research findings. The main objective is to engage students as explorers and observers, enabling them to learn about volcanic processes and hazards, collect virtual field information, and then formulate hypotheses about the effects of explosive volcanic eruptions and the deposits that they produce. It is suitable for Introductory Earth Science or Natural Hazard courses."

Die Seite gibts hier.


2. Februar 2009 -- 20:44 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Der Ausbruch des Asama

In Japan bricht der Asama aus. Die Medien berichten von einer bis zu 2 km hohen Aschewolke sowie Aschefall in Tokio, ca. 125 km weit vom Berg entfernt. Jedoch ist Tokio ja ein sehr großstädtischer Ballungsraum. Aschefall gab es nur in den äußersten Randbereichen und nicht im eigentlichen Kern von Tokio. Vulkanische Bomben fielen wohl in einem Umkreis von 1 km. Der Vulkan hatte einen verheerenden plinianischen Ausbruch 1783, der viele Dörfer zerstörte und Menschenleben forderte. 2004 und 2008 hatte er auch eine Unruhephase. Allgemein ist er als daueraktiver Vulkan zu zählen, der ständig stark entgast und deshalb auch permanent gesperrt ist. Ein Vulkanobservatorium der Uni Tokio überwacht den Berg permanent. Aufgrund der detaillierten Untersuchungen der Ausbrüche der letzten paar Tausend Jahre kennt man das Ausbruchsmuster relativ gut. Deutlich stärkere Ausbrüche als jetzt haben in der Vergangenheit stattgefunden und sind auch für die Zukunft möglich.

Mehr Info gibts hier: The Volcanism Blog


28. Januar 2009 -- 15:04 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Die letzten Stunden von Pompeji in Spiegel Online

Der Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 a.D. hat Pompeji ausgelöscht - doch viele Leichen und Gebäude haben die Jahrhunderte überdauert. In einem einmaligen Projekt ist es Forschern jetzt gelungen, den letzten Tag einer Familie zu rekonstruieren: Mit beklemmender Präzision zeigen sie, wie qualvoll die Menschen starben.

Lesen Sie den gesamten Artikel auf Spiegel Online.


9. Januar 2009 -- 10:58 Uhr GMT [ Florian Becker ]

SIREMAR lenkt ein! Fährverbindung Neapel - Äolische Inseln vorerst gesichert!

Soeben erreichen uns gute Nachrichten aus Lipari und Rom: die Verbindungen werden auch nach dem 15.01.09 weiter bestehen bleiben. Für 2009 können wir also mit den bekannten Verbindungen und Zeiten rechnen. Ganz Lipari war gestern im "Generalstreik", alle Geschäfte geschlossen und das Schiff Laurana (die Fähre der SIREMAR) wurde von hunderten Menschen besetzt. Zur gleichen Zeit gab es in Rom beim Minister ein Treffen mit den Regionalpolitikern der Inseln. Der Protest hat wohl gewirkt! Aufatmen bei allen Stromboli-Freunden...

Vielen Dank an Andreas für diese Infos von vor Ort!


6. Januar 2009 -- 12:24 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Fährverbindung Neapel - Äolische Inseln vor dem Ende?

Laut mehrerer Pressemeldungen soll die Fährverbindung der staatlichen Gesellschaft SIREMAR von Neapel zu den Liparischen/Äolischen Inseln eingestellt werden (das Schiff verkehrt seit Jahrzehnten 2 mal wöchentlich zwischen Neapel, den Äolischen Inseln und Sizilien). Bei SIREMAR erhält man leider keine genaueren Informationen. Für unsere Reisen bedeutet das, dass wir ggf. über Sizilien ausweichen müssen oder von Neapel das Tragflügelboot der SNAV nehmen, welches allerdings nur im Sommer (Juni bis September) fährt. Wir kommen also klar, auch wenn es logistisch schwerer wird.
Für die Insulaner ist das allerdings eine mittlere Katastrophe, denn Neapel ist der nächste Flughafen zu den Inseln, viele Waren des täglichen Lebens (Baumaterialien, Lebensmittel, Medikamente) werden von dort geliefert, und ein Großteil der Touristen reist ganzjährig über Neapel an. Es ist schon bedenklich, wenn eine staatliche Fährgesellschaft die Versorgung abgelegener Inseln aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr gewährleisten kann oder will... am 7.1. ist ein großer Protest im Ministerium für Transport in Rom geplant:
SIREMAR Prostesta


20. Dezember 2008 -- 18:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Touren nach Teneriffa (Kanaren) und São Miguel (Azoren)

Im März 2009 bieten wir eine einwöchige Wanderstudienreise nach Teneriffa, der größten Insel der Kanaren an, im August 2009 zur Hauptinsel der Azoren, São Miguel. Schauen Sie doch mal in unsere Gesamtübersicht 2009 rein.
Nochmals schöne Feiertage!


21. November 2008 -- 14:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruch in Kolumbien und Neues zum Vulkanausbruch in Äthiopien

In Kolumbien bricht der Nevado del Huila aus. Anwohner berichten von starkem Ascheregen und Schlammströmen, die Eruptionswolke soll bis in 10 km Höhe reichen. Mehrere Tausend Anwohner wurden bereits evakuiert.
Mehr Info gibts hier: Columbia reports

Mittlerweile wurden hochauflösende Satellitenbilder vom 8. November ausgewertet. In der Nähe der Vulkane Dalaffilla und Alu gibt es ein komplexes Lava flow field, welches an diesem Tag fast 10 km lang und 3 km breit war. Innerhalb dieses Gebietes gab es scheinbar einen kanalisierten Hauptstrom, der Richtung NE fliesst. Die Quelle scheint eine NW-SE-verlaufende Eruptionsspalte zu sein. Die thermische Anomalie war auf weniger präzisen Satellitenbildern auch noch am 16. November zu sehen.

Mehr Info gibts hier: NASA Earth Observatory


14. November 2008 -- 22:28 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Vulkanausbruch in Äthiopien

Seit dem 3. November abends findet im Nordosten Äthiopiens ein Vulkanausbruch statt. Das, was wir bis jetzt wissen, stammt aus der Auswertung von Satellitenbildern, die eine positive Wärmeanomalie in dieser Gegend zeigen sowie große Mengen an Schwefeldioxid (SO2), welches nach Osten verblasen wird. Bis jetzt gibt es noch kein Bildmaterial von der Ausbruchsstelle. Es gab jedoch eine Menge von spekulativen Berichten und Vermutungen, die vermutlich aber größtenteils auf der vorschnellen oder falschen Analyse der wenig gesicherten Erkenntnisse liegen.

Sicher ist momentan folgendes: Der Ausbruch findet an (oder in der Nähe!) einem ca. 600 m hohen Vulkan namens Dalaffilla (zumindest wird er unter diesem Namen beim Global volcanism Program gelistet) statt. Dieser Vulkan hat eine Menge lokaler Namen oder Schreibweisen, was zur anfänglichen Verwirrung beigetragen haben mag.
Fakt ist, der Vulkan liegt im Grenzgebiet zu Eritrea und um den Grenzverlauf gibt es Kämpfe.... Aus diesem Grund ist bis jetzt nicht einmal das äthiopische Militär hingeflogen....
Der Ostafrikanische Graben (und zu diesem gehört dieser Bereich Äthiopiens) ist ein Gebiet extensiver Tektonik, d.h. 2 Platten bewegen sich voneinander weg. Dies führt üblicherweise zu niedrig-explosivem, basaltischem Vulkanismus. Der Vulkan Dalaffilla stellt eine Ausnahme dar, da er differenziertere Laven fördert, also solche, die wegen eines höheren SiO2-Anteil weniger leicht fließen können, eher zu explosiven Eruptionen neigen und steilere Vulkankegel (im Gegensatz zu den bekannten Schildvulkanen Äthiopiens wie dem Erta Ale) bilden.
In Berichten war davon die Rede, dass innerhalb eines Tages ein ca. 300 km2 großes Gebiet mit Lava bedeckt worden sein soll. Das ist Quats…höchst unwahrscheinlich! Vermutlich wurde hier die Ausdehnung der SO2-Wolke herangezogen.
Der Chemismus der Laven des Dalaffilla passt nicht zu der beschriebenen schnellen Ausbreitung von Lavaströmen. Da lokale Quellen die Ausbruchsgegend nur von weitem beschrieben haben ("ground shaking, hearing loud noises and explosions from a distance, and seeing smoke"), kann man momentan noch nicht sagen, was passiert. Lavaflows in dieser Gegend wären möglich, sie würden dann entlang Eruptionsspalten, die in der Nähe des Dalaffilla aufgerissen sein könnten, austreten. 300 km2 von Lavaströmen bedecktes Gebiet in wenigen Tagen halte ich für unwahrscheinlich.

Mehr Info gibts hier: Global Volcanism Program und US Geological Survey.


23. Oktober 2008 -- 08:28 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Sendetermine für "Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli"

Anfang Oktober war Ulli mit einem Filmteam des ZDF auf Stromboli und hat Aufnahmen von Insel und Vulkan gemacht. Daraus ist ein 15-minütiger Film geworden, den der ZDF-Dokukanal demnächst an folgenden Sendeterminen ausstrahlt:

Sa 25.10.2008 03:45 Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli
Sa 25.10.2008 06:00 Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli
Sa 25.10.2008 13:00 Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli
So 26.10.2008 18:30 Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli
Mi 29.10.2008 12:15 Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli
Fr 31.10.2008 18:45 Mein Lieblingsplatz: der Krater des Stromboli


21. Oktober 2008 -- 12:46 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Reisepreis für Island-Wintertour erneut gesenkt

Die isländische Krone purzelt und purzelt! Wir konnten dadurch den Reisepreis für unsere ISLAND-WINTERREISE erneut senken. Der Reisepreis beträgt nun sage und schreibe nur noch 1390 € p.P., Flüge gibt's ab 180 €.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte bald möglichst an uns, da wir uns bereits in der heißen Planungsphase für diese Tour befinden.


18. Oktober 2008 -- 08:02 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna-Tour zu den Lavaströmen im November!

Jetzt steht es fest: wir unternehmen einen neuen Anlauf und fahren vom 14. - 17. November (ein verlängertes Wochenende) zum Ätna. Details zu dieser Reise finden Sie hier.
Derzeit gibt es auch noch sehr günstige Flüge bei Air Malta.


15. Oktober 2008 -- 09:31 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Reisepreis für Island-Wintertour gesenkt

Island in den Fängen der internationalen Finanzkrise!
Ob das kleine Land am Polarkreis wirklich kurz vor dem Bankrott steht, wissen wir nicht. Allerdings ist der Wechselkurs der isländischen Krone in den letzten Wochen ziemlich eingestürzt. Dies gibt uns die Möglichkeit, den Reisepreis für unsere ISLAND-WINTERREISE auf 1550 € p.P. zu senken. Auch sind zum Winter hin die Flüge bei Icelandair wie erwartet deutlich günstiger geworden. Alle Interessenten an dieser Reise sollten aber ein wenig zeitliche Flexibilität mitbringen (plus minus 1 Woche), damit wir auch den allergünstigsten Tarif nehmen können.
Reisezeitraum: Ende Februar - Anfang März, 9 Tage. Alle Details zu der Islandreise finden Sie hier.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte bald möglichst an uns!

Stromboli immer noch aktiv wie selten!
Auf unserer letzten Tour FEUERBERGE SÜDITALIENS erlebten wir einen äußerst aktiven Stromboli. Seit dem Frühsommer präsentiert sich dieser Vulkan in prächtiger Form, mit Eruptionen alle paar Minuten, zudem extrem laut und auch im Ort deutlich zu vernehmen.

Lavaströme am Ätna - Spontantour im November?
Nach wie vor fließt im Valle del Bove die Lava. Leider hatten wir auf unserer letzten Exkursion dermaßen schlechtes Wetter, dass wir die Lavaströme nicht besichtigen konnten. Wer Interesse an einer spontanen Ätnatour im November hat (Reisezeitraum Mitte November) soll bitte Kontakt mit uns aufnehmen.

Unser nächster Diavortrag
Wanderparadies Äolische Inseln - VHS Traunstein 28. Oktober 2008, 19:30 Uhr. Details und weitere Termine siehe hier.


8. September 2008 -- 09:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Hoher Lavastand im Vent in der Wand des Halema'uma'u Kraters

Gestern und vorgestern wurde in dem Krater knapp unter der Oberfläche Lava gesehen, es gibt schon Berichte eines Lavasees..... Näheres unter News in english, die Übersetzung folgt heute Abend, auch mich ruft hier ein Vulkan.....


4. September 2008 -- 13:03 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Eruption im Halema'uma'u Krater

Gestern fand erneut ein Ausbruch in der Gipfelcaldera des Kilauea auf Big Island, Hawai'i statt. Dies war nun bereits der 5. Ausbruch aus dem Vent in der Calderawand. Diesmal wurde allerdings frisches Material gefördert, d.h. frische Lava war involviert.....

Mehr Fotos und Info gibt es auf der Seite des HVO (Hawaiian Volcano Observatory).


30. August 2008 -- 13:26 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Circolo Italiano am 26. September

Vom 31.10. – 07.11.2008 findet unsere Vulkan-Sprachreise ITALIENISCH UND MEER nach Lipari statt. Die Italienischkurse werden in zwei Leitungsstufen gehalten, Anfänger und Fortgeschrittene. Am Freitag 26. September (ab 19 Uhr) können sich alle Interessenten bei einer bunten Konversationsrunde – einem sog. "Circolo Italiano" - im Studio Italiano (Franz-Joseph-Straße 48, München-Schwabing) über diese Reise informieren. Wir bitten um vorherige Anmeldung per Mail. Mehr Infos zu dieser Reise gibt's hier.


08. 08. 08 -- 10:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Vulkanische Aktivität weltweit

Seit gestern bricht der Kasatochi Vulkan in den Aleuten aus. Damit ist er der 2. Vulkan in dieser Inselgruppe (neben dem Okmok), der gleichzeitig aktiv ist. Die Aschewolke soll schon 12 km hoch sein.
Mehr Info gibt es auf der Seite des Alaska Volcano Observatory.

Ende Juli ist am Montserrat ein Teil des Doms unerwartet abgerutscht, pyroklastische Ströme gingen in viele Richtungen, u.a. erneut nach Plymouth (ehemalige Hauptstadt) und erreichten das Meer.
Mehr Info auf der Seite des Montserrat Volcano Observatory.


28. Juli 2008 -- 17:39 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Technische Probleme bei vulkankultour.de

Wir haben derzeit einige technische Probleme mit unserer Homepage: lange Ladezeiten, einige Elemente werden nicht angezeigt und so weiter. Wir arbeiten fieberhaft daran, wegen einer Serverumstellung wird es aber noch 1-2 Wochen dauern bis alle Probleme behoben sind. Trotzdem sind wir natürlich wie gewohnt erreichbar, entweder über unser Kontaktformular oder per Mail / Telefon.


7. Juli 2008 -- 12:01 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Urlaub auch weiterhin bedenkenlos in Neapel möglich

Der Artikel in der SZ vor ein paar Tagen (siehe letztes update) greift einige interessante Forschungsergebnisse der letzten Jahre auf, stellt sie jedoch leider etwas verzerrt da:
In einigen Kilometern Tiefe wurde in einem großflächigen Areal zwischen Vesuv und den Phlegräischen Feldern eine Zone entdeckt, in der Erdbebenwellen langsamer laufen als in "normaler" Erdkruste. Das allgemein akzeptierte Modell erklärt dies mit dem Vorhandensein von geschmolzenem Gestein, allerdings als Teilschmelze in festem Gestein und höchst wahrscheinlich nicht in Form einer "Magma-Blase". Auch ist die Kruste Italiens nicht durch Vulkanausbrüche rissig geworden sondern haben schon existente Bruchstrukturen in der italienischen Halbinsel (bedingt durch tektonische Bewegungen) den Aufstieg von Magmen erst ermöglicht. Beide Vulkankomplexe (Vesuv und die Phlegräischen Felder) sind geologisch gesehen aktive Vulkane und werden mit ziemlicher Sicherheit in der Zukunft wieder ausbrechen. Keiner der beiden zeigt allerdings momentan Anzeichen für einen kurz bevorstehenden Ausbruch. Die Campi Phlegrei haben sich in den letzten paar Tausend Jahren mehrfach gehoben und sind wieder abgesunken, dies sind ganz natürliche Vorgänge an einem aktiven Vulkan. Praktisch jeder Vulkan wölbt sich vor einem Ausbruch (das aufsteigende Magma muss ältere Gesteine zur Seite oder nach oben "verdrängen"), nicht jedes Aufwölbungsereignis muss aber einen Ausbruch nach sich ziehen! Manchmal bleibt die Magma auf dem Weg nach oben "stecken" (Intrusion). Diese Hebungs- und Senkungsprozesse sind an den angesprochenen Marmorsäulen von Pozzuoli anhand der (heute über dem Meeresspiegel befindlichen) Muscheln bzw. der von ihnen hinterlassenen Spuren deutlich zu erkennen.
Im direkten Umfeld eines Vulkans zu leben hat neben Vorteilen auch Nachteile (wie alles im Leben!) und es wäre irrig zu glauben, man könnte sich auf einen großen Vulkanausbruch in Neapel (oder anderswo auf der Welt) derart vorbereiten, dass man am Vulkan leben kann aber im Notfall alle evakuieren kann. Breitere Strassen oder sichere Spitäler sind da sicherlich kein perfekter Ansatz. Wichtig wäre ein angemessenes Maß an Realismus, sowohl bei den Wissenschaftlern aber ganz wichtig auch bei entscheidungstreffenden Politikern und der lokalen Bevölkerung! Gegen katastrophale Ereignisse auf unserer Erde können wir nicht machen und das wird auch in Zukunft so bleiben. In diesem Zusammenhang sei an den Tsunami Ende 2004 in Indonesien erinnert: Auch ein Tsunami-Frühwarnsystem hätte nicht verhindern können, dass viele Menschen diesem Ereignis zum Opfer fielen!


28. Juni 2008 -- 10:12 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Artikel über die Campi Flegrei in der SZ

Die Süddeutsche Zeitung hat am vergangenen Mittwoch einen Artikel zur Vulkanologie des Golfes von Neapel, speziell der Phlegräischen Felder, veröffentlicht: Magma-See unter Süditalien. Lesen lohnt sich, Ulli wird demnächst den Artikel aus wissenschaftlicher Sicht kommentieren.


2. Juni 2008 -- 11:14 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Erdbeben in Island

Ein starkes Erdbeben hat am Donnerstag 29. Mai Island erschüttert. Dabei wurden nach Angaben des Zivilschutzes bis zu 30 Menschen leicht verletzt. Mehrere Gebäude und Straßen wurden beschädigt. Das Beben der Stärke 6,1 - 6,3 auf der Richterskala hatte sein Epizenturm bei Ingólfsfjall zwischen Hveragerdi und Selfoss, ca. 50 km östlich von Reykjavik. Die entstandenen Schäden sind überschaubar und es wurden zum Glück nur wenige Personen leicht verletzt. In der allgemeinen Infrastruktur gibt es einzelne Schäden an Strassen und Brücken , diese sind jedoch komplett intakt und fahrbar.

Das Beben ist vergleichbar mit dem aus dem Jahr 2000 und wird der Plattenverschiebung und der dadurch enstandenen Spannung zugeschrieben. Er gilt nicht als Vorbote anderer Ereignisse geologischer Art.

Quelle (u.a.): Reuters.


29. Mai 2008 -- 09:51 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna-News

Am Ätna dauert die schwache effusive Aktivität an der eruptiven Spalte weiterhin an. Der Tremor verharrt auf niedrigem Niveau. Auf 2800 Metern fließt nach wie vor ein Lavastrom aus, der im Valle del Bove 2250 Meter erreicht. Nach der anfänglich recht hohen Förderrate ist der Ausfluss in den letzten Tagen allerdings stark zurück gegangen. Unser ÄTNA KURZTRIPP findet aber (ab 3 Teilnehmern) in jedem Fall statt, auch wenn bis dahin keine Lava mehr fließt. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Quelle: INGV Catania.


23. Mai 2008 -- 09:23 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna-Tour im Juni

Nun also doch! Wir haben uns entschieden, eine Tour zu den Lavaströmen am Ätna zu machen. Reisezeitraum ist Sonntag 22. Juni bis Dienstag 24. Juni. Falls bis dahin keine Lavaströme mehr fließen, können Sie ohne Stornokosten bis 18. Juni zurücktreten. Trotzdem werden wir in jedem Fall eine Ätnatour machen, ob mit oder ohne Lavaströme. Mehr Infos zu dieser Reise finden Sie hier.


20. Mai 2008 -- 21:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Update zu Ätna und Stromboli

Am Ätna ist die seismische Aktivität nach wie vor sehr hoch! Die explosive Aktivität hat vorerst aufgehört und die Menge an austretender Lava ist sehr gering. Wir behalten ihn im Auge!

Am Stromboli wurden in den letzten Tagen verstärkt Felsstürze festgestellt und Messungen ergaben, dass sich die Sciara del Fuoco aufwölbt....


15. Mai 2008 -- 13:11 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Infos zu möglicher ÄTNA-TOUR

Nachdem wir in den letzten Tagen mehrfach gefragt wurden ob wir zu den Lavaströmen am Ätna fahren, hier eine kurze Info für alle Interessierten: natürlich möchten wir die Lavaströme besichtigen, aber nicht "umsonst" nach Sizilien fliegen. Zuletzt gab es am Ätna immer wieder kleine Ausbruchsphasen, die Lavaströme waren nach Stunden oder wenigen Tagen zu Ende. Bisher dauert das Spektakel schon 5 Tage an, falls Mitte nächster Woche (Rückkehr von unserem STROMBOLI KURZTRIPP am 20.5.) noch was los ist, werden wir vermutlich eine Tour im Juni anbieten. So wie es derzeit aussieht könnte es mal wieder eine längere Ausbruchsphase am Ätna sein. Eine mögliche Spontan-Tour zum Ätna kündigen wir dann wie immer in unserem Newsletter an, und natürlich auch auf dieser Seite. Falls Sie an einer solchen Tour Interesse haben, nehmen wir gerne auf Ihre Terminvorschläge Rücksicht. Senden Sie uns einfach unverbindlich ein Mail.


14. Mai 2008 -- 21:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Neues vom Ätna

Das Wetter am Ätna ist immer noch mehr als durchwachsen, aber es steht fest! Östlich der Gipfelkrater hat sich auf 3000 m eine N-S-Spalte aufgetan. Entlang dieser kommt es an mehreren Stellen zu explosiver Aktivität (strombolianisch) und Lava fliesst ins Valle del Bove. Die Effusionsrate ist wiederum sehr hoch und die Lava hat schon nach wenigen Stunden eine Quote von 1300 m ü NN erreicht.

Am 10. Mai sah das so aus, 2 Fotos von Andrea Ercolani.

Hier 2 relevante Berichte von heute vom INGV Catania.


13. Mai 2008 -- 14:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruch am Ätna

Der Ätna kommt nach dem Ausbruch vom 10. Mai nicht zur Ruhe (siehe älteres News). Kollegen vor Ort bestätigen, dass kurz nach einem sehr oberflächennahen Erdbeben heute Morgen um 11.28 Ortszeit vulkanischer Tremor begann, ein üblicherweise typisches Zeichen eines Ausbruchs. Schlechtes Wetter behindert eine ungetrübte Sicht aber ein Anruf soeben bestätigt einen Lavaflow im Valle del Bove sowie Aschefall im Norden des Ätna!

Hier ein ganz frischer Bericht des INGV Catania.


13. Mai 2008 -- 09:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Chaiten

Der Vulkan Chaiten in Chile ist ja nun schon seit ein paar Tagen aktiv, und das ist auch der Grund, warum wir an dieser Stelle hier nun davon berichten: Normalerweise dauern Ausbrüche dieser Art einige Stunden bis wenige Tage. Die Länge und Heftigkeit dieses Ausbruchs ist ein interessantes Phänomen. Gleichzeitig führte der Ausbruch zu einer starken Beeinträchtigung des täglichen Lebens im direkten Umkreis des Vulkans und in der down-wind Region, also dort, wohin die Asche geblasen wird. Die Stadt Chaiten am Fuß des Vulkans ist evakuiert worden. Mittlerweile wurde auch berichtet, dass ein Flugzeug durch die Aschewolke geflogen ist (schlechte Info oder Ignoranz?), dies jedoch unbeschadet überstanden hat.

Ohne das Leid der betroffenen Personen zu schmälern oder ignorieren zu wollen, aber in diesem Artikel sind einige wunderschöne Aufnahmen des ausbrechenden Chaiten.


12. Mai 2008 -- 12:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Paroxysmus am Ätna

Nach über einer Woche erhöhter seismischer Aktivität hat sich am 10. Mai nachmittags ein mehrstündiger Ausbruch am Südostkrater ereignet. Asche und Lapilli bis mehrere cm Größe wurde im Norden und Nordosten des Vulkans abgelagert.

Bericht des INGV Catania gibt es hier (in italienisch).


22. April 2008 -- 18:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Erdbeben in Nicolosi

Gestern Morgen ereignete sich eine Erdbeben der Stärke 3,3 auf der Richterskala in Sizilien. Das Epizentrum lag ca. 1 km unterhalb der Ortschaft Nicolosi. Aufgrund der entstandenen Schäden wurden 2 Kirchen vorsorglich gesperrt. Die Aktivität des Ätna ist bis dato gleichbleibend gering.

Ein Video gibt es hier.


2. April 2008 -- 21:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Explosion im Halemaumau Gipfelkrater des Kilauea, Hawai'i

was lange währt wird endlich gut aber ich hatte ne menge zu tun....

Also, am 19. März hat sich im Halema'uma'u Krater des Kilauea Vulkans auf Hawai'i eine Explosion ereignet. Dieses Ereignis ist deshalb besonders erwähnenswert, weil dies die erste Explosion dort war seit 1924 und das erste Mal vulkanische Aktivität im Krater seit 1982.

Nach einigen Tagen erhöhten Gasaustritts (verbunden mit SO2) ereignete sich dann die angesprochene Eplosion, vermutlich ein phreatisches Ereignis. Dies bedeutet, dass durch aufsteigendes Magma Grundwasser aufgeheiztes wurde. Der durch das dabei entstehende Gas augebaute Druck war irgendwann zu groß und die Explosion fand statt. Material wurde auf ca. 30 Hektar (Crater Rim Drive und Halema'uma'u overlook) verteilt. Der größte Block maß ca. 1 Kubikmeter und wurde aus dem mehr als 70 m tiefer liegenden Krater ausgeschleudert. Sämtliches ausgeworfenes Material ist alt, also gab es keine Hinweise auf frische Lava.

Ein paar Tage später begann der Krater zu leuchten was ein eindeutiger Hinweis dafür ist, dass Magma aufsteigt. Der austretende Dampf war zunächst nur weiß, verfärbte sich ein paar Tage später aber braun. Dies könnte Anzeichen auf kleiner Explosionen sein (frische Asche) oder aber auch ein Indiz dafür, dass der gebildete Krater instabil ist und feines, zurückfallendes Gestein mit dem Dampf austritt. Dieser Zustand hält bis heute nahezu unverändert an.

Photos gibts hier


20. März 2008 -- 11:56 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Explosion im Halemaumau Gipfelkrater des Kilauea, Hawai'i

erst mal auf englisch, Übersetzung folgt....

At 2:58 a.m. H.s.t on Wednesday, March 19, 2008, a small explosion occurred at Halema'uma'u Crater at the summit of Kilauea Volcano in Hawai'i Volcanoes National Park. This event was erroneously reported as an earthquake earlier this morning. The explosion scattered debris over an area of about 75 acres (30 hectares), covering a portion of Crater Rim Drive and damaging the Halema'uma'u overlook. No lava was erupted as part of the explosion, suggesting that the activity was driven by hydrothermal or gas sources. In addition to damaging the overlook, explosive debris covers the trail to the overlook, the Halema'uma'u parking area, and the portion of Crater Rim Drive adjacent to the parking area. On Crater Rim Drive the debris was up to 2 centimeters in size, with the size and thickness of debris increasing toward the overlook. The largest observed block ejected during the explosion was about 1 cubic meter (35 cubic feet) and must have been propelled from the vent located more than 70 m (230 feet) below the crater rim. Small impact craters from 30 cm (1 foot) blocks are abundant in the Halema'uma'u overlook area. Rock debris also extends halfway across the floor of Halema'uma'u Crater. The debris is composed of rock fragments that were derived from the walls of Halema'uma'u Crater. No fresh lava was observed on the floor of Halema'uma'u or in the ejected debris. At 2:55 am, the Hawaiian Volcano Observatory recorded a series of seismic events that may have been shallow, high-frequency earthquakes or minor explosions. The main explosion at 2:58 was associated with long period seismicity. Low frequency sound waves were also detected by the University of Hawai`i infrasound laboratory, operated by Dr. Milton Garces. These signals have persisted through this morning indicating continuing energetic release of gas from the vent in Halema'uma'u Crater. The explosion produced a small crater along the east wall of Halema'uma'u that is about 20-30 meters (65-100 feet) in diameter. The crater occupies the area in which incandescence had been observed during the previous week. Sulfur dioxide emissions from the new explosion crater are still elevated, and sounds of rock breaking are frequent. This is the first explosion in Halema`uma`u crater since 1924 and the first eruption of any kind in Kilauea caldera since September 1982. Future explosive activity is possible and the Hawaiian Volcano Observatory continues to monitor the activity. Photos, text updates, a new Halema`uma`u crater webcam, and details about the Kilauea 1924 explosive eruption can be found at the HVO website hvo.wr.usgs.gov.


18. März 2008 -- 09:13 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Colima und Popocatepetl, Mexiko

Sodala, jetzt gab es eine Zeitlang nix mehr von mir zu hören.... Das liegt u.a. daran, dass ich kürzlich in Mexiko war und sowohl Colima als auch Popocatepetl besucht habe. Beide befinden sich momentan in einem Stadium aktiven Domwachstums, das immer wieder von - zum Teil - unvorhersehbaren und unvorhergesehenen Explosionen begleitet wird. Am Popo wurden die Bomben vereinzelt mehrere km weit ausgeworfen und haben die Vegetation in Brand gesetzt. Einige meiner Fotos befinden sich auf dieser meiner externen Fotoseite.

Quelle: CENAPRED (in Spanisch für Popocatepetl) und Colima


21. Februar 2008 -- 16:13 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Die Piaggio Ape wird 60...

Bei diesem Artikel muss wohl jeder Stromboli-Liebhaber schmunzeln, denn bei jeder Ankunft der Aliscafi und Fähren brummen geschätzte 100 Api (ital. "Bienen") durch die engen Gässchen der süditalienischen Vulkaninsel.
Die Süddeutsche Zeitung Online hat diesem sympatischen italienischen Kultauto zum Geburtstag eine tolle Fotoshow gewidmet. Buon divertimento!

Auch wir gratulieren zum Geburtstag!
Api auf StromboliApi auf Stromboli


19. Februar 2008 -- 17:31 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Neuer Termin für Lipari-Infoabend

Für unsere Sprachreise ITALIENISCH UND MEER findet ein Infoabend am Donnerstag, 3. April, im Studio Italiano statt, Franz-Joseph-Str 48, München-Schwabing. Beginn der Veranstaltung: 19 Uhr.


18. Februar 2008 -- 12:19 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Island Winter-Tourbericht online

Derzeit erlebt Island den kältesten und schneereichsten Winter seit 1918, was extremer klingt als es ist. In der ersten Februarwoche waren wir auf Erkundungstour in diesem Land. Zuerst 2 Tage Reykjavík, gleich am ersten Abend flimmernde Polarlichter in allen erdenklichen Farben am Nachthimmel - phantastisch!!! Die restliche Woche haben wir den "Goldenen Zirkel" im Südwesten Islands erkundet, konnten dabei sämtliche Straßen problemlos mit einem normalen PKW befahren. Auf der Suche nach guten und netten Unterkünften für zukünftige Exkursionen haben wir beim Geysirgebiet kleine Blockhütten entdeckt, und auch anderswo wunderschöne Hotels, teilweise mit eigenen heißen Quellen und Hot Pots direkt am Flussufer. Die winterliche Landschaft, die unzähligen zugefrorenen Flüsse und Wasserfälle im Eis und das weiche arktische Winterlicht haben eine besondere, fast surrealistische Stimmung verbreitet.

Fazit: die Island-Winterexkursion "AURORA BOREALIS" wird definitiv kommenden Winter 2008/09 angeboten. Hoffentlich finden sich auch ein paar Interessierte, die Island auf dieser ungeöhnlichen, spektakulären Reise kennen lernen möchten... Interesse? Einige Impressionen von unserer Erkundungtour gibt es hier.
Polarlichter in IslandGeysir Strokkur


14. Februar 2008 -- 21:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Tunguaruha beruhigt sich

Die Aktivität am Tunguaruha hat sich seit Montag beruhigt und und das IGE geht deshalb momentan nicht von einer akuten Gefahr aus. Der Vulkan hat aber schon mehrmals gezeigt, dass er innerhalb kürzester Zeit sein Ausbruchsverhalten ändern kann. Wir behalten es im Auge.

Quelle: Istituto Geofisico de Ecuador (in Spanisch) und The Volcanism Blog.


7. Februar 2008 -- 21:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruch des Tunguaruha, Ekuador

Der Tunguaruha in Ekuador ist gestern Nacht ausgebrochen. Ausgeschleuderte Gesteinsbrocken beschädigten mehrere umliegende Dörfer und töteten und verletzten viele Menschen. Mehrere Tausend Menschen wurden sofort evakuiert und der Flugverkehr umgeleitet.
In einem Bericht (spanisch) von heute Abend (18.30 GMT, 13.30 Ortszeit) wurde berichtet, dass der Vulkan momentan eine 5 km hohe Aschesäule hat und starke seismische Aktivität (volcanic tremor) zeigt. Es scheint, dass der Vulkan bei der ersten Explosion den Krater freigesprengt hat und nun in eine (sub)plinianische Eruptionsphase eingetreten ist. Diese kann mehrere Stunden andauern.

Quelle: Istituto Geofisico de Ecuador (in spanisch). Die Reportseite befindet sich hier.


3. Februar 2008 -- 12:o0 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Vulkan unter dem Eis der Antarktis entdeckt

Letzte Woche traten Wissenschaftler des British Antarctic Survey mit Ergebnissen einer langjährigen Untersuchung von Satellitenaufnahmen an die Öffentlichkeit. Sie entdeckten im Eis eine Aschelage von einer Fläche größer als Wales und sie konnten den Vulkan ungefähr lokalisieren. Der Ausbruch unter dem "West Antarctic Ice Sheet" vor ca. 2000 Jahren schmolz ein Loch in den Gletscher und hatte eine Aschewolke bis zu 10 km Höhe. Nach momentanem Wissensstand war dies der größte Ausbruch in der Antarktis in den letzten 10.000 Jahren.

Quelle: British Antarctiv Survey (in englisch).


30. Januar 2008 -- 11:o0 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ol Doinyo Lengai, Tansania

Der Ol Doinyo Lengai in Tansania hatte am 4. September einen paroxysmalen Ausbruch, den ersten starken explosiven nach 25 Jahren effusiver Tätigkeit. Anfang Dezember waren Vulkanologen der Uni Freiburg die vermutlich ersten Wissenschaftler, die sich ein Bild der veränderten Situation vor Ort gemacht haben. Hier ein Auszug (englisch) ihres Bericht:
"Jörg Keller and Jurgis Klaudius stayed in the Natron – Oldoinyo Lengai area from Dec. 5th (arrival) to Dec. 11th (departure). [...] With the explosive eruption of September 4th Oldoinyo Lengai terminated an about 25 years long activity dominated by the effusion of highly fluid natrocarbonatite lavas within the summit crater. The deep pit crater from the 1966/67 explosive eruptive period had become gradually filled by about 1999/2000. The last days of August 2007 were characterized by seemingly increased lava output. [...] Although the eruptive activity and changes of the crater morphology were documented by photographs from the air and from the base of the volcano, very few visits to the summit are recorded in the whole period since Sept. 4th. [...] It appears that, to our knowledge, only Tim Leach from Ngare Sero Mountain Lodge/ Ngare Sero Lake Natron Camp could visit the summit with his Maasai guides and helpers in exploring a new route from the south or east.
Record of the activity early December: The intermittent explosive activity during the period of our stay, with ash plumes increasing in height to up to several thousand meters above the volcano alternating with periods with minor puffing or degassing or with seemingly dormant phases up to several days long, was obviously rather representative for the two-month period following the 4th September paroxysm. [...] There are entire days when the volcano appears calm, resuming then at surprise with impressive explosions and ash plumes. [...] An impressive bomb field with impacted blocks of up to one meter in diameter extends along the crater rim, on the eastern ridge to the summit and on the flank down into the south crater. This bomb field is a strong expression of the intensity of the explosions from the intra-crater vent. Given the witnessed suddenness of the onset of explosive activity this is a clear indication of the possible dangers in the summit area. Fumarolic activity in the northern crater is strong in particular along the northern rim. Also fumaroles are seen within the upper part of the north flank. [...] The large intra-crater cone, which is visible on photographs from overflights (in particular from Benoit Wilhelmi [...]) [...] now occupies more than half of the former crater platform, with a crater diameter of about 200 m. Its location coincides with the large collapse structure formed during the March/April 2006 natrocarbonatite activity, which has also been the area of strong lava emission prior to the explosive eruption of 4th September. [...] The cone is formed by and covered by black to brown lapilli, cinders, angular blocks, cored oval bombs and ashes. The magmatic lapilli show the macroscopic phenocryst phases of nepheline, garnet and wollastonite. With time, the black lapilli and bombs on the slopes of the cone and in the ring plain around it are turning white by incrustations of its components. Products of the active cone have covered almost all the old natrocarbonatite structures. Only the spiny remnant of the T49B hornito still stands out at the northern crater rim of the cone, and the surface of a blocky flow is still recognizable at the foot of the northern wall of Oldoinyo Lengai summit. [...]"

Schöne Fotos gibt unter anderem von Richard Roscoe.


29. Januar 2008 -- 21:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Poás Volcano, Costa Rica

Am Poás in Costa Rica hat sich am 13. Januar eine kleine phreatische Eruption ereignet. Dieser Ausbruch wurde von mehreren Menschen beobachtet. Die Explosion verursachte eine Welle, die bis zu 1,50 m hoch und 8 m weit ins "Umland" geflossen war. Nach diesem kurzen Event war sehr intensive Entgasung festzustellen. Einige Tage später, nachdem die seismische Aktivität sich wieder beruhigt hatte, sind Vulkanologen nach "vor Ort" gegangen und haben gestern einen Bericht (auf englisch) ins Netz gestellt.


19. Januar 2008 -- 11:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Eruption am Galeras, Kolumbien

Am Galeras im Südwesten Kolumbiens hat sich gestern eine heftige Eruption ereignet. Die Aschewolke über dem 4276 m hohen Vulkan reichte bis in ca. 7000 m Höhe. Die "Flammen", von denen vielfach die Rede war, sind das Glühen der ausgeworfenen Lava. Die Kleinstadt Pasto wurde teilweise evakuiert.
Es handelt sich um die größte Eruption, seit der Galeras im Jahr 1989 wieder aktiv wurde. Der Vulkan war 1993 "berühmt" geworden, als bei einem Vulkanausbruch, der zum damaligen Zeitpunkt noch nicht vorhersehbar war (erst seit diesem Ausbruch konnte man bestimmte seismische Signale als Ankündigung eines bevorstehenden Ausbruchs deuten), neben Zivilisten auch mehrere Vulkanologen gestorben waren, die sich gerade im Gipfelbereich aufgehalten hatten um Proben zu nehmen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung


17. Januar 2008 -- 21:49 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli in 1952/53 und 1970

Auf Stromboli on-line, die Site, die Flo und ich zu Beginn unserer Internet-Karriere wahrscheinlich 1000 Mal pro Tag besucht haben, wurden sehr schöne Fotos und Filme von Stromboli, der Insel, dem Vulkan, des Dorfes und der Bevölkerung aus den Jahren 1952-53 und ca. 1970 online gestellt. Viel Spaß!!! Auf dass 2008 ein Jahr mit Aufstieg wird!


17. Januar 2008 -- 12:49 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Lipari-Infoabend am 24.1. abgesagt

Der Infoabend zu unserer Sprachreise ITALIENSICH UND MEER (31.10.2008 - 07.11.2008), eigentlich geplant für kommenden Donnerstag 24. Januar im Studio Italiano, musste leider abgesagt werden. Die Veranstaltung findet zu einem späteren Zeitpunkt im Frühjahr statt. Der neue Termin wird bekannt gegeben, sobald wir ihn wissen... ;-)


13. Januar 2008 -- 15:42 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Nachlese zum Ausbruch des Vulkans Llaima

SERNAGEOMIN berichtet, dass es vor dem Ausbruch in der Silvesternacht praktisch keine Vorwarnzeit gab und dass der "seismic tremor" zeitgleich mit dem Beginn des Ausbruchs einsetzte. Dieser Ausbruch steigerte sich dann über wenige Stunden hinweg zu einem starken strombolianischen Ausbruch. [...] Am 2. Januar lies die Explosivität nach, es wurde aber 3 kleinere Lahare an der N- und W-Flanke beobachtet. [...] Aufgrund von Pilotenaussagen und Satellitenaufnahmen kann man sagen, das die Eruptionswolke bis in 12.5 km (41,000 ft) ü NN aufstieg und nach Osten verblasen wurde. [...] Ein weiterer Überflug am 3.Januar zeigte, dass der Ausbruch von einer neuen Öffnung nah am Gipfel auf der Ostflanke aber außerhalb des Gipfelkraters stattfand.

Geologischer Hintergrund: Der Llaima, einer der höchsten und aktivsten Vulkane Chile's, hat 2 historisch aktive Krater, einen am Gipfel und einen an der SE-Flanke. Er ist 3,125 m hoch und von Gletschern bedeckt. Vor ca. 13,200 Jahren entstand nach einem heftigen Ausbruch ein 8km große Caldera ("Curacautín Ignimbrite"). Auf seinen Flanken gibt es mehr als 40 Parasitärkegel. Der heutige Vulkankegel entsteht seit ca. 7200 Jahren durch vorwiegend Strombolianische, hawaiianische, und vereinzelt auch subPlinianische Ausbrüche.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 2-8 January 2008

Das letzte update auf SERNAGEOMIN (spanisch) besagt, dass die seismische Energie im abnehmen begriffen sei, die Anzahl der seismischen Ereignisse (also Erdbeben) aber zunehme.


3. Januar 2008 -- 10:22 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Chilenischer Vulkan Llaima wieder aktiv

Nach 13 Jahren Ruhe ist am Dienstag in Chile der Vulkan Llaima wieder ausgebrochen. Aus einem der beiden Krater seien Rauch und Flammen aufgestiegen, berichtete die Nationale Notfall-Behörde. Zudem habe Llaima Geröll "ausgespuckt". Nach der Eruption des Vulkans ist mehr als 50 Touristen im Süden Chiles der Rückweg abgeschnitten worden.

Weitere Infos: SZ-Online.
Filmbericht: FAZ.Net.


8. Dezember 2007 -- 03:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität weltweit

Neue Aktivität:
CENAPRED berichtet von mehreren Explosionen am Popocatépetl zwischen 28. November und 4. Dezember. Am 1. Dezember wurde hochfrequenter seismischer Tremor begleitet von einer Aschewolke festgestellt, die bis in 7.4 km Höhe ü NN aufstieg und nach N und NE verdriftete. Dies waren die ersten Aktivitätsanzeichen seit über einem Jahr.

Andauernde Aktivität:
Der Ausbruch des Jebel at Tair (dieser Vulkan im Roten Meer) vom 30. September dauert unvermindert an und Lava fliesst ins Meer.

CVGHM berichtete am 29. November dass die Alarmstufe des Kelut von 3 auf 2 (auf einer Skala von 1-4) herabgesetzt wurde, nachdem die seismische Aktivität deutlich nachgelassen hatte und keine Deformation des Vulkans festzustellen war. Videoaufnahmen zeigen jedoch eine starke hydrothermale Aktivität des Doms. Niemand soll dem Kratersee näher als 1,5 km Radius kommen.

Das HVO berichtet, dass Lava nach wie vor vom fissure segment D von Kilauea's Flankeneruption vom 21. Juli austritt. Einige kleine Erdbeben wurden unterhalb des Halema'uma'u Kraters und - ungewöhnlicherweise - entlang der SW Riftzone und an der S-Flankenstörung gemessen.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 28 November-4 December 2007


6. Dezember 2007 -- 11:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität des Anak Krakatau

Seit einigen Monaten ist der Anak Krakatau erhöht aktiv so dass die Insel zwischenzeitlich auch schon gesperrt war. Marco Fulle war Ende November einige Tage dort und hat beeindruckende Bilder gemacht.


29. November 2007 -- 09:33 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Vulkankultour goes Sprachurlaub

Nun steht es fest: im Herbst 2008 veranstalten wir zusammen mit der Münchner Sprachenschule Studio Italiano eine Woche Sprachferien auf Lipari. Unser Angebot an Sie: Italienisch lernen und Vulkane beobachten! Die Italienischkurse finden in 2 Leistungsstufen an 5 Vormittagen von 9:00 - 12:30 Uhr statt. Nachmittags werden wir Exkursionen auf Lipari und zu den Nachbarinseln Vulcano und Stromboli unternehmen. Auch hier werden Sie stets Ihr Italienisch praktizieren und neben der Sprachpraxis viele interkulturelle Aspekte kennen lernen und direkt vor Ort selbst erfahren.
Termin: 31.10.2008 - 07.11.2008, also über Allerheiligen.
Weitere Informationen gibt's hier: ITALIENISCH UND MEER
Wir gehen davon aus, dass die 14 Teilnehmerplätze schnell vergeben sind. Also bei Interesse möglichst bald bei uns melden!


25. November 2007 -- 17:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Bericht des INGV Catania zum Paroxysmus am Ätna

Zusammenfassend lässt sich sagen:
- Die Lavaflows erreichten den Grund des Valle del Bove (ca. 1700 m üNN).
- Die explosive Aktivität fand nicht am Gipfel des Südostkraters statt sondern an seiner Ostflanke (wie nun schon mehrere Male seit Herbst 2006).
- Die Lavafontäne wurde auf bis ca. 400 m Höhe geschätzt.
- Die Asche wurde in nordöstliche Richtung verdriftet.

Quelle: INGV Catania (in italienisch).


24. November 2007 -- 19:05 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

kurzer Paroxysmus am Ätna

Gestern Abend kam es nach wenigen Stunden erhöhter seismischer Aktivität zu einem erneuten Paroxysmus am Südostkrater, der gegen 4 Uhr morgens wieder zu Ende war. Mehr dazu in Kürze.


16. November 2007 -- 16:05 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Status quo am Kelut

Die erhöhte seismische Aktivität und Zunahme der Temperatur des Kratersees führten in den letzten Wochen zu einer Erhöhung der Alarmstufe und häufigen Zeitungsartikeln. Seit ein paar Tagen ist es jetzt wieder ruhiger geworden, was auf ein Nachlassen der Erdbebenhäufigkeit und schlechtes Wetter zurückzuführen ist. Vulkanologen von vor Ort berichteten letzthin, dass Lava im Kratersee ausgetreten ist und einen Dom gebildet hat, der jetzt eine 120 m hohe Insel mit 250 m Durchmesser bildet.

Quelle: Gulf Times (in englisch).


9. November 2007 -- 23:05 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Supervulkan "kurz" vor Ausbruch?

In den letzten Tagen mehren sich die Artikel, die sich auf eine kürzlich veröffentlichte Studie in den USA beziehen. Wie die Forscher mitteilten, haben sich große Bereiche des Yellowstone-Nationalparks in den vergangenen 3 Jahren um 20 cm gehoben, ein überdurchschnittlich hoher Wert. Die weltbekannten Phänomene, z.B. Geysire und vielfarbige Mineralabscheidungen um heiße Wasserbecken herum, beruhen auf Magma im Untergrund. Der Yellowstone-Nationalparks ist der oberflächige Ausdruck eines Vulkanausbruchs vor ca. 640.000 Jahren, an dessen Ende der Vulkan in sich zusammenstürzte. Deshalb ist im Yellowstone kein Vulkan als Kegel zusehen. Die jetzt mit Hilfe von Satellitenüberwachung und Messgeräten am Boden ermittelten Hebungen sind die stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen. Falls dieser Trend sich fortsetzt, könnte dies auf ein "Wiedererwachen" eines "Supervulkans" hindeuten. Geologisch gesehen sollte dieser bald eintreten, in ca. 60.000 Jahren....

Quelle und weitere Infos: Süddeutsche Zeitung


8. November 2007 -- 15:05 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Anak Krakatau spuckt Lava und Gas

Der Anak Krakatau spuckt wieder Lava: Mit lautem Krachen ist der Vulkan in den Morgenstunden ausgebrochen und hat ein spektakuläres Feuerwerk entfacht. Der indonesische Vulkan Kelud, dessen Ausbruch tagelang unmittelbar bevorzustehen schien, scheint sich derweil beruhigt zu haben.

Jakarta - Während sich alle Aufmerksamkeit auf den indonesischen Vulkan Kelud richtete, brach ganz in der Nähe ein weiterer Vulkan aus: der Anak Krakatau ("Kind des Krakatau"). Mit einem lauten Knall begann am frühen Donnerstag die Eruption, bei der der Feuerberg heiße Gase und Asche in die Luft schleuderte. Lava lief die Berghänge auf der Vulkaninsel in der Sunda-Straße zwischen Sumatra und Java hinab. Gefahr für Menschen bestand ersten Meldungen zufolge nicht.

Quelle und weitere Infos: Spiegel Online


8. November 2007 -- 09:28 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Neuer Termin für GOLF VON NEAPEL im März

Sodala, für unsere Märztour GOLF VON NEAPEL mussten wir ebenfalls den Termin ändern (ursprünglich 15.03.2008 - 18.03.2008). Neuer Reisezeitraum ist nun 25.03.2008 - 28.03.2008. Dieser Termin liegt damit in den Osterferien.


27. Oktober 2007 -- 11:20 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Neuer Termin für ÄOLISCHE INSELN INTENSIV

Für unsere Maitour ÄOLISCHE INSELN INTENSIV mussten wir den Termin ändern (ursprünglich 02.05.2008 - 13.05.2008). Neuer Reisezeitraum ist nun 16.05.2008 - 27.05.2008.


1. Oktober 2007 -- 19:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Vulkan-Ausbruchs vor der Küste Yemens

Der Vulkan auf der kleinen Insel Jabal al-Tair vor Yemen's Küste bricht aus und "schleudert Lava und Asche Hunderte Meter hoch in die Luft". Die Insel ist nicht dauerhaft bewohnt, es gibt jedoch eine Militärstation. 8 Personen sollen vermisst werden.

Quelle: NY Times (in englisch)


27. September 2007 -- 19:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruchs des Ruapehu, Neuseeland

Der Mt Ruapehu ist Dienstag Abend ausgebrochen und hatte 2 Lahare verursacht. Die Eruptionswolke war nicht sehr hoch. Der Gipfelbereich ist zu dem von einer dicken Asche- und Blockschicht bedeckt. Der Ausbruch wurde begleitet von einem 8 Minuten langen Erdbeben. Seit dieser kurzen Episode ist keine explosive Aktivität mehr festzustellen.
Angestellte des GNS Science und der Massey University haben die Laharablagerungen untersucht. Einer floss 1 km in das Whakapapa ski field hinein bis in eine Höhe von 2100 m hinab. Am Ende sind die Ablagerungen 30 m breit. Ein weiterer Lahar blieb im Bett des Whangaehu River und war bis zu 80 m breit und 1-3 m mächtig.
Dieser Ausbruch ähnelt Ereignissen aus den Jahren 1969, 1975 und 1988.
Source: GeoNet (in englisch)


5. September 2007 -- 12:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Explosive Aktivität am Südostkrater des Ätna seit den frühen Morgenstunden vorüber

Der Ätna hat gestern wieder einmal für ein Überraschung gesorgt. Ohne große seismische Aktivität, die man von einer solchen Lavafontäne erwarten möchte, begann sich die strombolianischen Aktivität ab ca. 15:00 GMT zu steigern und kulminierte in einer anhaltenden Lavafontäne, die bis gegen kurz nach 3 Uhr GMT heute früh andauerte. Kollegen des INGV, die am Morgen des 4. im Gipfelbereich waren, hatten bei perfekten Wetterbedingungen keine besonderen Anzeichen gefunden. Diese Kollegen sind abends sofort wieder hoch und berichteten, dass die Lavafragmente bis zu 400 m hoch ausgeworfen wurden. Zeitgleich entwickelte sich ein Lavastrom, der schnell den Grund des Valle del Bove erreichte. Der Wind führte zu einer Ascheverfrachtung nach Osten und der Flughafen Catania war zeitweise gesperrt. Heute morgen ist der Gipfelbereich von Wolken bedeckt und die Ausbruchsepisode ist vorüber.

Quelle: Bericht des INGV Catania vom 5. September (italienisch).
Dank auch an meinen Kollegen Vittorio Zanon, der mich durch sofortige Weiterleitungen von Livemeldungen aus Catania vom Arbeiten abhielt....


4. September 2007 -- 18:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Lavafontäne am Südostkrater des Ätna

Der Ausbruch am Südostkrater kulminiert gerade in diesen Minuten. Aus einer niedrigenergetischen strombolianischen Aktivität hat sich eine ca. 200 m hohe Lavafontäne gebildet!!!

Hier ein Bild der Livecam:

Quelle: webcam des INGV Catania .


27. August 2007 -- 10:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Mein Vorhersagetool???? Seit dem 23. August hatte sich die Ascheemission am Südostkrater des Ätna intensiviert und mittlerweile kann man rhythmische Ascheemissionen alle paar Minuten feststellen. BBeobachtungen bei Nacht zeigen auch schon glühendes Material. Die Aktivität konzentriert sich vornehmlich auf die Depression vom Sommer/Herbst 2006 an der Ostflanke des Südostkraters.

Quelle: Bericht des INGV Catania vom 26. August (italienisch).


22. August 2007 -- 09:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Vor ein paar Tagen war am Ätna zum ersten Mal seit langem wieder der Austritt einer von Asche schwarz gefärbten Wolke festzustellen. Wie Untersuchungen sowohl mit einer thermischen Kamera als auch der ausgestoßenen Asche ergaben, handelt es sich hierbei nicht um den Wiederbeginn vulkanischer Aktivität sondern um das Ergebnis eines Felssturzes innerhalb des Südostkraters.

Quelle: Bericht des INGV Catania vom 18. August (italienisch).


8. August 2007 -- 10:22 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Gipfeltour am Stromboli wieder möglich

Soeben erreicht uns eine Meldung von MAGMATREK (Bergführer auf Stromboli), dass die Besteigung des Pizzo wieder möglich ist! Seit der großen Eruption vom 15. März 2007 war der Stromboli oberhalb 400 Meter vom Zivilschutz gesperrt, Gipfeltouren waren nicht möglich. Seit 2 Wochen zeigt der Vulkan nun wieder seine "normale" strombolianische Aktivität...


6. August 2007 -- 12:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Vulkanologen des italienischen INGV waren Anfang August an 2 Tagen im Gipfelbereich des Stromboli. Sie stellten fest, dass die jetzt wieder aktiven oder thermisch auffälligen Öffnungen relativ gut Kratern vor dem Kollaps der Kraterterasse zuzuordnen wären.
Am ehemaligen Nordost-Krater waren 2 Öffnungen aktiv. Eine entgaste nur, die andere zeigt strombolianische Aktivität (geringe Auswurfhöhe) mit starker Aschenentwicklung.
Der Zentralkrater zeigte starke, pulsartige Entgasungen. Häufig ausgeworfene Schlacken sind dabei, einen kleinen Kegel aufzubauen.
Die aktive Öffnung im Bereich des Südostkraters zeigt starke strombolianische Tätigkeit und Bomben werden bis zu 300 m hoch ausgeschleudert. Wie an den anderen Kratern auch fällt praktisch das gesamte Material im Bereich der Senke der ehemaligen Kraterterasse zurück. Lediglich Asche erreichte den Pizzo und wurde beprobt und vorläufige Ergebnisse zeigten einen nur geringen Prozentsatz an frischer Schmelze.

Quelle: Bericht des INGV Catania vom 4. August (italienisch).


31. Juli 2007 -- 17:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Waldbrände in Südeuropa

Die Vulkane scheinen momentan ihre Sommerpause eingelegt zu haben.
An dieser Stelle möchte ich aber auf ein schrecklich schönes Bild der Waldbrände auf Teneriffa und Gran Canaria in der Süddeutschen Zeitung vom 31. Juli hinweisen. "Hitze in Europa" oder "Klimaerwärmung" oder "Extremes Wetter in Europa"... Nein, es ist Sommer und min. 95 % der heurigen Waldbrände in Europa wurden von gewissenlosen zeitgenossen absichtlich gelegt...


26. Juli 2007 -- 20:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Mittel-Atlantischer Rücken

So, mein Kollege ist heute Vormittag zurück gekommen und berichtete, dass bei der Kontrollfahrt mit mehreren ozeanographischen Messgeräten keine Hinweise auf eine vulkanische Aktivität gefunden wurden. Das heißt nun entweder, dass der Ausbruch von kurzer Dauer war und zu Ende ist oder, dass es keinen Ausbruch gegeben hat.
Die mittelozeanischen Rücken haben weltweit eine Gesamtlänge von über 60.000 Kilometern und eigentlich findet praktisch immer irgendwo ein (kleiner) Ausbruch statt, von weit mehr als 95 % bekommen wir aber nicht mit...


24. Juli 2007 -- 19:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

wieder Ausbrüche am Stromboli!

Der Stromboli bricht wieder normal aus, so wie man es von ihm kennt!!!

Quelle: Bericht des INGV Catania vom 24. Juli (italienisch).


24. Juli 2007 -- 18:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Kilauea

Seit dem 22. Juli hat sich am Kilauea die Sitation wieder dramatisch verändert. Zum ersten Mal seit dem 7. Februar 1992 tritt Lava östlich des Pu`u `O`o Kraters aus. Kurz vor Mitternacht ließ die Aktivität im Krater nach und der Kraterboden sank schnell ab. Da gerade ein tropischer Sturm durchzog, konnten die Vulkanologen des HVO erst am nächsten Ort die Eruption in Augenschein nehmen. Eine Reihe von Brüchen mit einer Gesamtlänge von 1.7 km erstreckte sich von einem Punkt 150 m östlich des Kraterrandes aus nach Osten. Dieser Ausbruch ähnelt einer 3-Wochen-langen Episode vom November 1991.

Quelle: HVO Pressemitteilung (englisch).
Weitere updates gibts hier (englisch).


24. Juli 2007 -- 13:35 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausbruch am Mittel-Atlantischen Rücken?

Mehrere Fischer von den Azoren, die regelmäßig in einem Gebiet ca. 180 km südöstlich von Faial fischen, berichteten über ungewöhnliche Sonaraufnahmen und fanden in ihren Netzen angebrannte Reste von Seilen und Netzen. Die Sonaraufnahmen unterschieden sich deutlich von Fischschwärmen. Ein Kollege von mir macht sich heute Nachmittag auf den Weg nach Faial und wird an Bord eines ozeanographischen Forschungsbootes "an den Ort des Geschehens" fahren. Sobald es neueres gibt, werde ich davon hier berichten.

Quelle: Homepage des CVARG (auf portugiesisch).


12. Juli 2007 -- 14:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Gamkonora, Unfälle

Wie mehrere Medien gestern berichteten, brach am 8. Juli der Vulkan Gamkonora in Indonesien zum ersten Mal seit 10 Jahren wieder aus. Nach einer phreatischen Explosion zu Beginn produzierte der Vulkan eine mehrere Hundert Meter hohe Aschewolke und warf glühendes Material aus. Knapp 10.000 Personen wurden aus einem Gebiet von 8km Radius evakuiert.

Am Nyiragongo, Republik Kongo, ist ein Tourist bei dem Versuch umgekommen, den aktiven Kratersee zu fotografieren. Vermutlich aufgrund der Hitze und vulkanischer Gase stürzte er 100 m tief auf eine Plattform oberhalb des Kratersees.

6 Studenten sind am Vulkan Salak auf Java, Indonesien, mit einer Gasvergiftung umgekommen, weitere aus der Gruppe wurden mit Vergiftungen in Krankenhäuser eingeliefert. Vermutlich stammt das Gas aus einem der gasgefüllten Krater des Vulkans. Die Gruppe hatte am Vulkan gezeltet.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 4-10 July 2007


10. Juli 2007 -- 09:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Kilauea

Funktioniert jetzt wieder mein Vorhersagetool? Seit einer Woche, also seit dem Tag meines letzten updates, tritt im Pu'u 'O'o Krater des Kilauea wieder Lava aus und hat mittlerweise einen kleinen Lavasee gebildet, dessen Spiegel kontinuierlich steigt. Quelle: Hawaiian Volcano Observatory (in englisch).


2. Juli 2007 -- 17:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli, Kilauea, Klutschevskoi

Der Stromboli ist für seine Verhältnisse nach wie vor zu ruhig. Jedoch wurde bei einem Überflug vor wenigen Tagen mit Hilfe einer speziellen Kamera festgestellt, dass sich die Oberflächentemperatur im Bereich der ehemaligen Krater im Vergleich zu Ende Mai stark erhöht hat. Mal sehen, wie es weitergeht. Quelle: Bericht des INGV Catania vom 30. Juni (in italienisch).

Der Kilauea auf Hawai'i, der seit Anfang Januar 1983 kontinuierlich Lava gefördert hat, hatte Mitte Juni eine sehr ruhige Phase. Über mehrere Tage war im gesamten Flowfield und im Pu'u O'o Krater keinerlei Lava zu sehen. Zeitlich hat sich der Kraterboden um mehr als 100 m abgesenkt. Am 18. und 19. Juni ereignete sich eine wenige Stunden andauernde Spalteneruption im Urwald westlich des Mauna Ulu, also in einem bis dato nicht betroffenen Gebiet. Einige Fotos hiervon gibt es auf der Seite des Hawaiian Volcano Observatory (in englisch). Obwohl der Kilauea seit fast 2 Wochen nun keine Lava mehr fördert, ist die seismische Aktivität in seinem Inneren nach wie vor sehr hoch.

Der Kluchevskoy auf Kamtschatka ist nach wie vor stark explosiv tätig und produziert eine fast kontinuierliche mehrere km hohe Aschewolke. Bis dato reicht diese noch nicht in die obere Atmosphäre aber die Wissenschaftler sind in Alarmbereitschaft weil viel Flugrouten über u.a. Kamtschatka verlaufen....


28. Juni 2007 -- 14:06 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Terminänderung Mai 2008

Der Termin für die Exkursion ÄOLISCHE INSELN - INTENSIV wurde geändert. Der neue Reisezeitraum ist nun 02.05.2008 - 13.05.2008 über Pfingsten.


23. Juni 2007 -- 12:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Kilimandscharo

Wissenschaftler der Uni Innsbruck haben herausgefunden, dass die Gletscher auf dem Kilimandscharo nicht schmelzen. Die Gletscher haben scharfe, vertikale Kanten. Wenn Eis schmilzt, müssten die Kanten rund sein. Dass der Gletscher dennoch langsam verschwindet, liegt am Prozess der Sublimation. Dabei überspringt das Eis den flüssigen Zustand und geht direkt in einen gasförmigen Zustand über, es verpufft förmlich. Ähnliche Effekte beobachtet man beim Gefriertrocknen von Lebensmitteln oder beim bekannten Phänomen des Gefrierbrands. Um sich so schnell zu verwandeln, ist acht Mal so viel Energie wie bei einem normalen Schmelzvorgang nötig – und eine besonders reine Luft. Die Energie für die Änderung seines Zustandes bekommt das Eis durch die Sonnenstrahlung. Die Sonne löst also die Verpuffung aus, die den Gletscher formt.


21. Juni 2007 -- 16:12 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Neue Exkursionstermine

Die Termine für Herbst 2007 und Frühjahr 2008 stehen nun (teilweise) fest und sind online. Mehr Infos siehe "Exkursionen"...


3. Juni 2007 -- 12:47 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Stromboli

Seit ein paar Tagen bin ich nun wieder zurück von den Äolischen Inseln. Auf Stromboli besteht weiterhin das Verbot, sich in Regionen über 400 Meter aufzuhalten. Ohne Bergführer kann man an den Rand der Sciara del Fuoco auf 270 Meter gehen. Die Bergführer bieten Touren auf 400 Meter an, von wo man nicht wesentlich mehr sieht als auf 270 m. Der Vulkan weilt nach seinen heftigen Ausbrüchen von März bis Anfang April immer noch in einer Ruhe- bzw. Übergangsphase. Gelegentliche Entgasungen an den Gipfelkratern (mit imposanten Aschewolken) lassen darauf hoffen, dass der Stromboli bald wieder zu seiner normalen Aktivität zurück kehrt. Die Wissenschaftler des COA haben bei einem Kommuniqué in der Kirche von San Vincenzo verkündet, dass es wohl Anzeichen gäbe, dass der Stromboli möglicherweise ohne große Initialeruption bald wieder normale = strombolianische Aktivität zeigt. Anscheinend gibt es Anzeichen (Zunahme der Entgasungen / Temperatur / Tremor etc.) die dafür sprechen, dass der Vulkan bald wieder Lava fördert. Hier ein Bilder mit schönen Ascheplumes und 2 Nahaufnahmen der Gipfelkrater. Man beachte den "zerstörten" Kraterrand (Ergebnis der großen Eruption vom 15. März 2007):


Den gesamten Exkursionsbericht der Tour finden Sie hier.


18. Mai 2007 -- 09:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli, Kluchevskoi, Turrialba

Flo wird heute Abend in Neapel die Fähre in Richtung Äolische Inseln besteigen. Mal sehen, was seine vor Ort Berichte ergeben werden. Eine auf Stromboli wohnende Freundin berichtete letztin, dass einige Male rötliche Asche im Ort gefallen war. In den täglichen Protokollen war keine Rede von Ascheausstoß sondern nur von "spontanen Entgasungen" (die aber 300 m über den Kratern erreicht haben sollen). Auch die rötliche Farbe spricht gegen eine juvenile, als frische Asche. Ich denke, dass es sich hierbei um vom Wind oder durch kleinere Felsstürze in der Sciara del Fuoco aufgewirbelte Asche handelt.
Bei der Auswertung der seismischen Messungen wurde festgestellt, dass die Anzahl der Erdbebenwellen, die mit vulkanischen Explosionen korreliert werden, etwa seit dem 23. April 2007 stark zugenommen hatte, von ca. 20 pro Stunde auf über 60 pro Stunde. Die Anzahl ist natürlich Schwankungen unterworfen und nur ein Mittelwert. Seit 3 Tagen geht die Anzahl zurück. Mal abwarten, ob sich dieser Trend fortsetzt oder ob es nur eine "baisse" ist. Die Grafik (in italienisch) gibt es hier.

Am Kluchevskoi wurde der Alert Level auf Rot gesetzt, nach dem die Stärke der Explosionen und die Menge an austretender Lava stark zugenommen hatte. Dieser Alert Level bedeutet, dass eine heftige Eruption mit einer hohen Aschenwolke sehr wahrscheinlich ist. Eine Satellitenaufnahme gibt es hier.

Am Turrialba, einem Vulkan im Osten Costa Rica's, mehren sich die Anzeichen für eine oberflächennahe Intrusion. Seit Anfang Mai war festzustellen, dass an manchen Stellen, z.T. 1,5 km von den Kratern entfernt am Fuß des Kegels, Pflanzen gelblich oder bräunlich verfärbt oder abgestorben waren. Bei Untersuchungen stellte man fest, dass in diesen Bereichen Gas mit bis zu 40 °C austrat. Eine Woche später war aus dem diffusen Gasaustritt bereits eine konkrete Dampfwolke geworden... Wir werden auch diesen Vulkan im Auge behalten.


13. Mai 2007 -- 11:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität weltweit

Derzeit ist keine größere vulkanische Aktivität zu berichten bzw keine großen Veränderungen gegenüber des updates vom 6. Mai. Auf Hawai'i fließt die Lava nach wie vor ins Meer, die Dome am Mt. St. Helens und Soufrière Hills wachsen langsam weiter. Daneben waren letzte Woche Aschewolken an folgenden Vulkanen festgestellt worden: Ambrym und Lopevi (Vanatu), Batu Tara und Semeru (Indonesien), Manam und Rabaul (Papua Neu-Guinea), Sangay und Tungurahua (Ekuador), Shiveluch (Kamtschatka, Russland) und Ubinas (Peru).

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 2-8 May 2007


9. Mai 2007 -- 11:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Mein Vorhersagetool scheint zu funktionieren....
Am 7. Mai gegen 1 Uhr morgens begann eine weitere Ausbruchsphase am Südostkrater am Ätna, diesmal dauerte sie ca. 9 Stunden. Dies ist nun schon die vierte nach den Ereignissen am 29. März, 11. und 29. April. Strombolianische Aktivität schleuderte Bomben bis 150 m über den Kraterrand und aus einer Spalte an der Flanke des Südostkraters floss ein Lavastrom ins Valle del Bove.

Quellen: Report des INGV Catania vom 7. Mai (in italienisch).


6. Mai 2007 -- 18:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität weltweit

Der Ausbruch des Piton de la Fournaise, der am 2. April im Grand Brûlé begonnen hatte, wurde am 1. Mai für offiziell beendet erklärt. Die lava flows bedecken ein Gebiet von mehr als 4 km^2 das neu gebildete Delta ist ca. 35.000 m^2 groß. Mal abwarten, wie viel davon lange bestehen bleibt. Dieser Ausbruch zählt mit einem geförderten Volumen von ca. 120 x 10^6 m^3 zu einem der größten in historischer Zeit.
Am Colima fanden weiterhin kleine Explosionen statt, die glühendes Material bis 100 m über den Krater ausgeworfen haben.
Am Kilauea auf Hawai'i, floss die Lava am Kamokuna entry ins Meer. Die Oberflächenaktivität im Krater oder auf dem "pali" war gering und beschränkte sich auf wenige Skylights.
Der Kliuchevskoi zeigte weiterhin strombolianische Ausbrüche mit Lava und Schlammströmen an den Flanken.
Das Domwachstum am Soufrière Hills ging langsam weiter, Rockfalls und pyroklastische Ströme kamen gelegentlich vor. Am 30. April konnte man min. 2 pyroklastische Ströme im Tuitt’s Ghaut beobachten.
Auch am Mount St. Helens ging das Domwachstum langsam weiter. Am 27. April, wurde auf Satellitenbildern eine thermische Anomalie festgestellt, vermutlich das Ergebnis einer Dampfexplosion.
Ascheeruptionen am Tungurahua führten zu Aschewolken bis zu 2.5 km über dem Krater, wurden vorwiegend nach SW and W verdriftet und verursachten Achefall in angrenzenden ortschaften.Am 25. April, traten kleine Lahare im NW auf und blockierten Straßen. Am Tag darauf traten Lahare auf allen Flanken des Vulkans auf.

Source: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 25 April-1 May 2007


30. April 2007 -- 17:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Jetzt muss ich mal eine statistische Untersuchung beginnen, ob immer einen Tag nach einem Update eine Vulkan in eine Ausbruchsphase eintritt.... (vgl. update vom 26. & 27. Februar 2007)

Gestern fand am Ätna eine weitere explosive Eruption statt. Ab Mittag war verstärkt vulkanischer Tremor festzustellen, schlechtes Wetter verhinderte jedoch eine sofortige Evaluierung der Situation. Ab 16 Uhr zeigte die Infrarotkamera eine thermische Anomalie und gegen kurz nach 6 waren Angestellte des INGV Catania am Torre del Filosofo. Am Südostkrater fanden strombolianische Eruptionen statt und ein Lavastrom ergoss sich die Ostflanke hinab. Gegen Mitternacht war diese Episode beendet.

Quellen: Report des INGV Catania vom 29. April (in italienisch) und die Seite von Andrea Ercolani.


28. April 2007 -- 16:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität weltweit

Der berichtete Ausbruch des Ätna am 11. April war wieder nur eine kurze Angelegenheit. Seitdem gibt es nicht wichtiges von dort zu berichten. Vor ein paar Tagen trat aber wohl viel Asche aus (Danke Rudi!).

Am Stromboli ist seit dem Ende der Lavaströme weiterhin keinerlei Aktivität mehr festzustellen.

Réunion hat bei der UNESCO den Antrag gestellt, in die Liste der schützenswerten Naturzonen aufgenommen zu werden.

Am Kliuchevskoi auf Kamtchatka hat vergangene Woche strombolianische Aktivität stattgefunden. Einige schöne Fotos gibt es auf dieser russischen Seite.


13. April 2007 -- 12:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna, Empedokles, weltweit

In den frühen Morgenstunden des 11. April begann am Ätna ein Ausbruch, der zu Beginn begleitet war von starker Explosivität und einer hohen Eruptionssäule. Die austretenden Lavaströme fließen vom Südostkrater nach Osten und haben bereits die Basis des Valle del Bove erreicht. Quelle: Bericht des INGV (auf italienisch).

Der untermeerische Vulkan Empedokles zwischen Sizilien und Pantelleria soll das Epizentrum eines Erdbebens am 12. April gewesen sein, dass an der Südküste Siziliens deutlich zu spüren war. Bei einem Kontrollflug seien zudem eine ungewöhnlich hohe Welle sowie ein großer Schwefelfleck auf dem Wasser gesichtet worden, berichtete die Zeitung „La Repubblica“. Der Empedokles, der sich zwischen dem Städtchen Sciacca und der Insel Pantelleria 500 Meter über den Meeresboden erhebt, war erst im Jahr 2003 entdeckt worden. Zu dem Massiv gehört auch die Insel Ferdinandea, die 1831, 1846 und 1863 jeweils für einige Zeit aus dem Meer aufgetaucht war.

Auf Réunion geht der Ausbruch wohl wieder weiter. Die Subsidenzbewegungen im Gipfelbereich sind bei IMAZ Press Réunion (auf französisch) eindrucksvoll zu sehen. Interessant is auch, dass unter den Fischen, die durch die Erwärmung des Wassers (Lavaeintritt ins Meer) verendet sind, einige unbekannte Arten gefunden wurden.....


9. April 2007 -- 15:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli, La Réunion, weltweit

Am Stromboli ist keinerlei Aktivität festzustellen, nur gelegentlich entweicht Asche an den Gipfelkratern. Diese haben sich in jüngster Zeit durch Einstürze so stark morphologisch verändert, dass es Stimmen gibt, die einen Aufstieg zum Pizzo wie in den letzten Jahren in Frage stellen....

Anfang April hat sich der Piton de la Fournaise mal wieder gemeldet. Für ein paar Tage trat Lava auf ca. 500 m ü NN aus und erreichte das Meer. Im Zuge dieses Ausbruchs kam es im Dolomieu Krater zu phreatischen Explosionen und die Auswertung von Fotos eines Hubschrauberüberflugs ergab, dass ein Bereich von ca. 400 m Durchmesser mehrere Hundert Meter absackte. Quelle: Thomas Staudacher, Observatoire volcanologique du Piton de la Fournaise

Weltweit: Auch dieses Weltweit-update kommt etwas verspätet, Ostern....:
- TUNGURAHUA, Equador, 5.023 m hoch
Die explosionsartigen Ausbrüche gehen weiter, Aschewolken stiegen bis in 11 km Höhe auf und neben häufigem Aschefall im Umkreis kam es zu pyroklastischen Strömen und Laharen.

- POPOCATÉPETL, Mexiko, 5.426 m hoch
Nach relativ ruhigen Wochen kam es am 1. April zu einem explosiven Ausbruch, die Aschewolke erreichte eine Höhe von ca. 7.6 km ü NN.

- SOUFRIÈRE HILLS, Montserrat, West Indies, 1.052 m hoch
Das Domwachstum war letzte Woche sehr gering, folglich auch keine pyroklastischen Ströme, lediglich ein paar Felsstürze.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 28 March - 3 April 2007


3. April 2007 -- 15:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Die Lavaströme am Stromboli haben laut des Berichts des INGV von heute aufgehört zu fließen....


2. April 2007 -- 10:59 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna, Stromboli, Aktivität weltweit

Ätna: Charles Rivière hat einige schöne Bilder auf seiner webpage (auf französisch) über das jüngste Ereignis am Ätna veröffentlicht. Der Ausbruch wurde durch verstärkte seismische Aktivität angekündigt, dauerte wohl aber weniger als 2 Stunden. Die Lavaströme traten auf 3050 und 3180 m ü NN aus und flossen nach Osten ins Valle del Bove, flossen aber nur wenig weiter als die hornitos auf 2800 m. Die Wetterbedingungen erlaubten erst gegen Mittag, in die Gipfelregion vorzustoßen, gegen 1400 waren die flows nicht mehr aktiv und kühlten ab. Die Aschewolke wurde nach Nordosten verdriftet und erreichte die Küste. Am Rifugio Citelli wurde eine Aschemenge von 3kg/m² ermittelt. Quelle: Bericht des INGV Catania (auf italienisch).

Stromboli: Die Lavaströme fließen nach wie vor, eine telefonische Rückfrage bei Carolina ergab, das der Flow, der am nächsten zu Ginostra fließt, immer noch das Meer erreicht. Martin Rietze war Anfang März vor Ort und hat beeindruckende Bilder (aber das hab ich bei ihm nicht anders erwartet...) mitgebracht.

Weltweit: Unser Weltweit-update kommt etwas verspätet, da ich auf Teneriffa war... An dieser Stelle nochmals der Hinweis, dass die unten erwähnten Vulkane nicht die einzigen sind, die momentan aktiv sind, sondern diejenigen, von denen es etwas nennenswertes oder neues zu berichten gibt:
- TUNGURAHUA, Equador, 5.023 m hoch
Die explosionsartigen Ausbrüche gehen weiter, Aschewolken steigen bis in 10 km Höhe auf und Dörfer im Umkreis bis zu 8 km sind immer wieder von Aschefall betroffen.

- COLIMA, Mexiko, 3.850 m hoch
Nach relativ ruhigen Wochen fanden wieder vermehrt Ausbrüche statt, die den Dom teilweise zerstörten und auch glühendes Material auswarfen.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 21 - 27 March 2007


30. März 2007 -- 09:39 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna wieder erwacht

Gestern ist der Ätna wieder aktiv geworden. Neben eine heftigen Eruption verbunden mit einer großen Aschewolke, die über Catania zog, entstanden auch kleinere Lavaströme am Hang des SE-Kraters. Diese flossen in Richtung Valle del Bove. Das ganze Spektakel hat nur wenige Stunden gedauert, es bleibt abzuwarten ob nun wieder eine neue Aktivitätsphase vgl. Herbst 2006 beginnt. Ein nettes kleines Video gibt's bei der Tagesschau.


25. März 2007 -- 12:04 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Diavortrag am 29.3. abgesagt

Unser Diavortrag "Wanderparadies Äolische Inseln", geplant am 29.3.2007 bei der VHS OLM e.V. (Aschheim b. München), musste leider abgesagt werden.


21. März 2007 -- 08:34 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Neue Bilder vom Stromboli

Bilder vom 20. März (GRAZIE an Pinella von der Pensione Brasile):


19. März 2007 -- 16:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Lahare in Neuseeland und Papua Neu-Guinea

Am Sonntag um 10 Uhr 47 am Mt. Ruapehu in Neuseeland und heute am Manam in Papua Neuguinea kam es zu Laharen.
Am Ruapehu (auf englisch) hatte man durch genau Überwachung ein derartiges Ereignis vorhersehen können und bereits Straßen und Eisenbahnlinien gesperrt. Der Schlammstrom bildete sich, als ein Teil der Kraterwand einstürzte und Wasser des Kratersees auslaufen konnte. Er erreichte nach einem Höhenunterschied von fast 2.500 m das Meer. In Papua Neu-Guinea (auf englisch) ist momentan von 4 Opfern die Rede.


18. März 2007 -- 11:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Aktivität weltweit

Weltweit gibt es über die Aktivität letzte Woche folgendes zu berichten:

- TUNGURAHUA, Equador, 5.023 m hoch
In der vergangenen Woche waren immer wieder laute Explosionen zu hören. Aschewolken stiegen bis in 9 km Höhe ü NN auf. Mehrere Ausbrüche bedeckten die oberen 500 m des Kegels flächendeckend mit glühender Lava.

- ARENAL, Costa Rica, 1.657 m hoch
Am Gipfel finden unterschiedlich starke strombolianische Ausbrüche statt. Lavaflows fließen den Nordhang hinab und es kommt immer wieder zu Abbrüchen an der Flowfront. Aschewolken waren mit max. 2.2 km ü NN relativ niedrig.

- KILAUEA, Hawaii, USA, 1.222 m hoch
Die Lava fließt weiterhin bei East Lae'apuki and Kamokuna ins Meer und bildet kleine Deltas. Nur vereinzelt kommt es an den Hängen zu Lavaflows an der Oberfläche, die Lava fließt fast ausschließlich in Tubes.

- SOUFRIÈRE HILLS, Montserrat, West Indies, 1.052 m hoch
Das Domwachstum geht nach wie vor weiter. Im Ostteil sind einige Protrusionen zu sehen, also so eine Art Felsnadeln, erstarrte Lava, die durch die Oberfläche des Doms hinausgeschoben wir. Pyroklastische Ströme bis 2 km Auslauflänge gabe es im Tal des Tar-Flusses und White's Ghaut.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 28 February - 6 March 2007


16. März 2007 -- 21:30 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Nach dem Ausbruch, der auf 20 Uhr 37 gestern Abend datiert wurde, hat die Menge an autretender Lava zugenommen!

Auf Stromboli on-Line gibt es mehrere Kapitel mit Fotos des jüngsten Ausbruchs von Marco.


15. März 2007 -- 23:20 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Explosion am Stromboli

Jetzt musste ich gerade erst noch Benfica zu Ende anschauen, aber eine Stromboli-Waakirchen-Azoren-Eilverbindung brachte folgende Info: Heute Abend zwischen 20 und 21 Uhr kam es am Stromboli zu einer großen Eruption. In Stromboli_ort waren die Erschütterungen deutlich zu spüren und zu hören und in der Eruzptionswolke waren Blitze zu sehen. Im Zuge dieser wurde viel Lava ausgeworfen, dass auch viele kleine Brände in der Vegetation auslöste, die aber wohl von alleine verloschen. Unserer lokalen Quelle zufolge war die Auswurfrichtung primär Forgia Vecchia, beide Orte wurden von den Bomben nicht getroffen. Die beiden webcams am Pizzo funktionieren jetzt im Moment gerade nicht mehr.... Im Zuge des Austritts der Lava in der Sciara und damit des Fehlens von Explosionen an den Gipfelkratern, hatte sich unterhalb der Kraterterrasse, verstärkt durch die berichteten Kollapsereignisse, ein Überdruck aufgestaut, der nun, zumindest teilweise, abgebaut wurde.

Das INGV Catania hat von der momentanen Ausbruchsphase mehrere Bilder veröffentlicht. Diese beiden, die das neugebildete Lavadelta und eine Luftaufnahme der Gipfelkrater zeigen, find ich besonders erwähnenswert.


12. März 2007 -- 20:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Die Lavaflows sind nach wie vor aktiv und erreichen das Meer. Im Bericht vom 12. März wird ferner erwähnt, dass es in der weiteren Umgebung der beiden Austrittsstellen thermische Anomalien gibt, die es möglich erscheinen lassen, dass weitere Lavaströme austreten könnten.

Die Krater sind großen Instabilitäten unterworfen, jedoch erlaubt das schlechte Wetter zur Zeit keine fotografischen Tag-zu-Tag Analysen. Es wurde gemessen, dass, obgleich keine explosive Aktivität an der Oberfläche zu sehen ist, ca. 750 Tonnen SO2 pro Tag austreten. (Man vergleiche dies auch mal mit den Mengen, die in dem Zeitungsbericht kürzlich über einen möglichen Ausbruch in der Eifel berichtet wurden!!!)

Der oben genannte INGV Bericht berichtet auch von den zum Teil dramatischen Bewegungen, die an den Radialbrüchen stattfanden. Am Gipfel der Abschiebungsaktivität wurden dort Bewegungen von 10 cm pro Stunde gemessen!!!! Dies hat aber wieder stark nachgelassen und der zwischenzeitliche Alert-Level wurde von Stufe rot auf orange zurückgesetzt.


11. März 2007 -- 12:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Im Bericht von heute Morgen wird die Austrittsstelle mit 400 m ü NN angegeben. Die explosive Tätigkeit an den Gipfelkratern ist momentan an der Oberfläche nicht zu sehen, ledigliche Asche tritt manchmal aus. Wie schon beim Ausbruch 2002-2003 ist die Kraterterasse starken morphologischen Veränderungen unterworfen, es gibt innerhalb der Krater viele kleine Felsstürze.

Auf Stromboli on-line wird zudem bestätigt, was ich schon vermutet habe.... Der Zugang ist nur bis zur Pizzeria Punta Labronzo frei erlaubt. Ein weiteres Aufsteigen an den Rand der Sciara ist nur in Begleitung eines offiziellen Bergführers erlaubt!

Einige Fotos der Lavaströme von der ankommenden Nachtfähre aus Neapel gibt es hier.


9. März 2007 -- 20:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli, Aktivität weltweit

Die Situation der Lavaflows ist relativ unverändert und die Nachrichtenlage ist praktisch inexistent... Der Zugang zum Gipfel ist momentan untersagt und wird auch nicht von den Bergführern angeboten.

Weltweit gibt es über die Aktivität letzte Woche folgendes zu berichten:

- CHIKURACHKI, Kurilen, Russland, 1.816 m hoch
Anfang März wurden wiederholt Ausbrüche berichtet und die Aschewolke hat eine Höhe von ca. 3,4 km ü NN erreicht. [Chikurachki ist der höchste Vulkan auf der Kurileninsel Paramushir. In historischer Zeit ist nur ein Ausbruch bekannt, nach dessen Ende die Fumarolentätigkeit am abkühlenden Kratersee noch bis 1959 andauerte.]

- TUNGURAHUA, Equador, 5.023 m hoch
In der vergangenen Woche waren immer wieder Geräusche von Steinschlägen und Ausbrüchen zu hören, Wolken verdeckten die Sicht. Von Piloten wurden Aschewolken bis in 12 km Höhe ü NN berichtet.


Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 28 February - 6 March 2007


7. März 2007 -- 11:40 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Die Situation der Lavaflows ist relativ unverändert, lediglich die austretende Menge unterliegt Schwankungen. Im Bericht des INGV vom 6. März wird berichtet, dass zudem ein Teil des Nordostkraters eingestürzt ist. Am Südwestkrater kommt es gelegentlich zum Austritt von Asche. Zwischen Pizzo und der Kraterterrasse gibt es - wie zuletzt Anfang Januar 2003 - konzentrische Brüche, die sichtbar entgasen...

Infrarot-Bilder von der Kraterterrasse des Stromboli.


5. März 2007 -- 11:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli

Die neuen Nachrichten vom Stromboli bleiben dünn gesäht. Im bericht des INGV von gestern Mittag wird berichtet, dass die Lava nach wie vor in 2 Armen das Meer erreicht und dort ein ansehliches Delta gebildet hat. An der Austrittsstelle tritt bläulicher Dampf aus, hoher Schwefelgehalt also.

Heute, zumindest jetzt gerade ist das Wetter gut am Stromboli! Webcam Stromboli.


2. März 2007 -- 18:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Stromboli-Foto, Vulkanaktivität weltweit

Die Medien in Italien konzentrieren sich nach dem ersten Hype vornehmlich auf die innenpolitische Lage. Die Lavaflows sind nach wie vor aktiv, ein schönes Foto gibt es hier.

Weltweit gibt es über die Aktivität letzte Woche folgendes zu berichten:

- KLIUCHEVSKOI, Kamtschatka, Russland, 4.835 m hoch
Die gemessene seismische Aktivität ist nach wie vor hoch. Nach einem Ausbruch am 26. Februar soll in der 40 km vom Vulkan entfernten Stadt Klyuchi Asche bis 2 mm Größe gefallen sein.

- TUNGURAHUA, Equador, 5.023 m hoch
Am Abend des 23. Februar begannen Erdbeben, die charakteristische Vorläufer für einen bevorstehenden Ausbruch sind. Dieser begann auch am folgenden Tag und seit dem wird Ascheregen in bis zu 50 km entfernten Orten berichtet, der nahe am Vulkan bis zu 3mm starke Aschelagen hinterlassen hat. Glühende Bomben wurden bis 800 m über Kraterniveau ausgeworfen und Eruptionswolken stiegen bis in eine Höhe von 12 km ü NN auf. [Der Vulkan liegt ~140 km S von der Hauptstadt Quito. Die Ausbrüche in historischer Zeit waren meistens begleitet von starken Explosionen, pyroklastischen Strömen und/oder Lavaflows, die auch bewohnte Gebiete erreichten. Der letzte große Ausbruch dauerte von 1916 bis 1918, verminderte Aktivität ging sogar noch bis 1925. Der letzte Ausbruch begann im Oktober 1999 und führte zu zeitweisen Evakuierungen am Fuße des Berges.]

- WHITE ISLAND, Neuseeland, 321 m hoch
Vom 23. Februar gibt es übereinstimmende Berichte eines Piloten und Vulkanologen über eine Dampfexplosionswolke, die eine Höhe von 3 km ü NN erreichte.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 21-27 February 2007


2. März 2007 -- 07:58 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Bilder Stromboli

Aktuelle Bilder aus dem Ort Stromboli (danke Carolina!) zeigen die heftige Dampfentwicklung:


1. März 2007 -- 18:10 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Situation der Lavaströme am Stromboli

Das INGV Catania berichtet nach einem Überflug heute morgen folgendes:
Der Lavastrom aus der Öffnung auf ca. 500 m Ü NN fließt noch, allerdings sind Fließgeschwindigkeit, Fließmenge und messbare Temperatur allesamt zurückgegangen. Das ist nicht überraschend, weil der Überdruck im Födersystem beim Aufbrechen der neuen Öffnung am größten war. Jetzt bleibt abzuwarten, wie sich die Situation einpendelt.

Quelle: INGV Catania (italienisch).


1. März 2007 -- 09:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Situation der Lavaströme am Stromboli

Das INGV Catania hat gestern zwei Hubschrauberflüge am Stromboli durchgeführt und die Situation war wie folgt:
Die beiden Lavaströme vom 27.2. sind inaktiv und kühlen ab. An den Gipfelkratern ist keinerlei explosive Aktivität festzustellen. Direkt am Bastimento auf ca. 500 m üNN hat sich aber eine neue Öffnung aufgetan, aus der ein Lavastrom austritt (ca. 20 m³/s), der im oberen Bereich 30 m breit sein soll und am "Möwenstrand" das Meer erreicht, wo schon ein kleines Delta gebildet wurde. Die gesamte Aktivität bis jetzt war wie zu erwarten immer wieder von kleinen Felsstürzen begleitet, die aber allesamt keinen Tsunami ausgelöst haben.

Quelle: INGV Catania (italienisch).


28. Februar 2007 -- 15:02 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Videos der Lavaströme am Stromboli

Der ORF hat ein Video online gestellt, das die Lavaströme aus dem Hubschrauber zeigt. Sehr empfehlenswert!!!
Klicken Sie hier.

[Nachtrag:
Auch die Schweizer Nachrichtenseite "20 Minuten" hat ein schönes Video online gestellt: klicken Sie hier.
Die Schweizer "Tagesschau" legt ebenfalls mit einem Video nach: klicken Sie hier.]


28. Februar 2007 -- 10:47 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Erste Bilder vom Stromboli

Die Stromboli Webcam auf 400 Metern Höhe (Link) hat heute morgen dieses Bild gesendet (danke Rudi!):


In einem aktuellen Bericht des INGV Catania wurden gestern nachmittag diese Bilder veröffentlicht. Beide wurden aus dem Helikopter aufgenommen, rechtes Bild mit einer Infrarotkamera. Schön zu sehen sind mindestens 2 Lavaströme.


27. Februar 2007 -- 20:18 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

STROMBOLI !!!

Tja, wenn man vom Stromboli als "good boy" spricht (englische News von gestern), dann tut er einem doch gleich den Gefallen. Die Medien berichten unübereinstimmend von bis zu 3 Öffnungen, aus denen Lava austritt und auch das Meer am Fuße der Sciara erreicht. Dabei entsteht eine dichte Dampfwolke, die vom Wind über die Insel geblasen wird. Von unseren lokalen Quellen waren zuvor keine Explosionen gehört worden.

Der Zivilschutz evakuierte wie von Flo berichtet vorsoglich die als Gefährdungsbereiche ausgewiesenen küstennahen Gebieten, auch auf Panarea und Lipari. [Warum nicht auf den anderen Inseln???] Der Chef des zuständigen Zivilschutzbehörde geht momentan nicht von einer Tsunamigefährdung aus. Auch die Bevölkerung ist ruhig, sie vertrauen in die Monitoring-Ausstattung "ihres" Berges.

Pikant ist folgendes: Alle Lehrer haben die Insel verlassen..... Die Kinder wirds freuen!

Quelle: unter anderem die englischsprachige Seite von ANSA, einer italienischen Nachrichtenagentur.

An dieser Stelle noch mal was zu Tsunamis: Ein Tsunami ist eine Welle mit einer sehr großen Wellenlänge, das heißt, das Wellental vor und hinter der Wellenkrone sind sehr weit voneinander entfernt. Wenn das Wasser nun, wie im Dezember 2002 auf Stromboli, bis in eine Höhe von 8 m über normales Meeresniveau brandet, dann bedeutet das NICHT, dass die Flutwelle ebenso hoch war!!!! Vermutlich war sie nicht höher als 2 bis 3 Meter!


27. Februar 2007 -- 14:55 Uhr GMT [ Florian Becker ]

LAVASTRÖME AM STROMBOLI !!!

Soeben erreicht uns folgende Meldung: seit ca. 14 Uhr fließen in der Sciara del Fuoco wieder Lavaströme! Mittlerweile haben sie sogar das Meer erreicht. Bisher waren im Ort keinerlei große Eruptionen zu sehen oder zu hören. Allerdings steht über dem Berg eine gewaltige Dampf/Aschewolke. Per Sirene wurde Tsunamialarm ausgelöst. Eine Evakuierungsanweisung (wie zuletzt im Frühjahr 2003) gab es bisher aber noch NICHT. Ein an der Hafenmole in Scari liegendes Postschiff wartet mit der Weiterfahrt bis der Zivilschutz eine Entscheidung zum Thema Evakuierung getroffen hat.

Für unsere Ostertour ÄOLISCHE INSELN HIGHLIGHTS könnte das der Lottotreffer schlechthin sein, falls die Lavaströme wie zuletzt 2003 mehrere Wochen/Monate fließen.

Mehr Informationen zu den Ereignissen auf Stromboli so bald wir neues wissen. Hoffentlich auch mit aktuellen Bilder (Carolina, hilf!!!)... mir zittern gerade die Hände...


26. Februar 2007 -- 09:29 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Vulkanaktivität weltweit

Während sich der Ätna weiterhin zu erholen scheint und vom Stromboli nix außergewöhnliches zu berichten ist, wollen wir hier wieder mal erwähnen, was weltweit so los ist.
In der letzten Woche wurde ungewöhnliches oder steigende Aktivität von folgenden Vulkanen vermeldet:

- KLIUCHEVSKOI, Kamtschatka, Russland, 4.835 m hoch
Die explosive Aktivität erreichte am 15.2. ein Maximum und führte dazu, dass der Alert-level von gelb auf orange angehoben wurde. Am Gipfel finden strombolianische Ausbrüche statt und Bomben werden bis 300 m Höhe ausgeworfen.

- NEVADO DEL HUILA, Kolumbien, 5.365 m hoch
Dies ist der aktivste Vulkan Kolumbiens. Das lokale Observatorium berichtet von verstärkter seismischer Aktivität und 2 Explosionen am 19. Februar. Dieser wenig untersuchte Vulkan hat einen Gletscher am Gipfel und ein Hubschrauberflug am Tag danach zeigte großflächige Ascheablagerungen und kleinere Schalmmströme, ausgelöst durch das Schmelzen des Eises durch noch heiße Pyroklastika. Dabei denkt man sofort an den verheerenden Ausbruch des Nevado del Ruiz in Kolumbien 1985, bei dem die Stadt Armero mit fast allen 29.000 Einwohnern ausgelöscht wurde. Der einzige gesicht datierte Ausbruch fand im 16. Jahrhundert statt.

- PITON DE LA FOURNAISE, La Réunion, ca. 2.500 m hoch gelegen
zwischen 18.2., ca. 17 Uhr und 19.2., ca. 2 Uhr fand am Dolomieu Krater ein verhältnismäßig kurzer Ausbruch statt, der seismisch gesehen nur etwa 20 Minuten Vorwarnzeit hatte...

- TELICA, Nicaragua, 1.061 m hoch
Ascheexplosion am 15. Februar, die ca. 500 m über den Gipfel aufstieg. Es gab in diesem Gebiet mehrere Ausbrüche seit der Ankunft der Spanier, jedoch kein gutes Wissen über die genaue Position...

- WHITE ISLAND, Neuseeland, 321 m hoch
Die regelmäßigen Untersuchungen der Temperatur des Kratersees zeigen seit August 2006 einen kontinuierlichen Anstieg von den "normalen" 48-50 °C auf 74 °C am 13. Februar. Dieser Anstieg führt zu einer verstärkten Verdunstung des Wassers und der Wasserspiegel ist um 6 m gesunken.

Quelle: GVP/USGS Weekly Volcanic Activity Report 14-20 February 2007


18. Februar 2007 -- 08:29 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Es gibt noch Plätze für die Ostertour

Liebe Vulkanfreunde! Vom 3. - 10. April fahren wir auf die ÄOLISCHEN INSELN (Stromboli, Vulcano, Lipari, Panarea). Auf dieser Exkursion werden wir das Archipel während der Osterfeiertage besuchen. Feierliche Prozessionen, mildes Frühlingsklima, blühende Vegetation... hier der Hinweis für Kurzentschlossene: es sind noch Plätze frei! Mehr Infos zu dieser Reise gibt's hier.

Derzeit gibt es auch noch günstige Flüge mit HLX / TUIfly, z.B. München - Neapel (159,93 € hin und zurück), Stuttgart - Neapel (202,51 € hin und zurück) oder Leipzig - Neapel (190,19 € hin und zurück), oder von Berlin mit easyJet (218,98 € hin und zurück). Alle Preise Stand heute.


15. Februar 2007 -- 12:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Anmerkungen zu den Zeitungsberichten bzgl. eines Vulkanausbruchs in der Eifel

Also, zunächst mal die Fakten: Die Eifel ist ein Vulkangebiet, in dem es immer noch Anzeichen von vulkanischer Aktivität gibt. Dies sind u.a. die CO²-Quellen bzw. das Austreten von Kohlendioxid, vornehmlich am Ufer des Laacher Sees. Dieses Austreten kann einen Vulkanausbruch ankündigen, aber auch eine späte Nachwehe sein. Der letzte große Ausbruch im Gebiet der Eifel mit überregionaler Wirkung fand am Ende der letzten Eiszeit statt und hinterließ den Laacher See, einen wassergefüllten Krater. Aschen dieses Ausbruchs lassen sich in Südskandinavien und Norditalien nachweisen. Man kann also mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass große Teile Mitteleuropas durch diesen Ausbruch in Mitleidenschaft gezogen bzw verwüstet wurden.
Es ist bewiesen, dass unterschiedliche Tiere Vorgänge im Erdinneren registrieren können und damit vom Mensch als "Vorhersageindiz" verwendet werden könnten. Und wenn Klüfte oder Risse im Boden voller Kohlendioxid sind, dann versuchen die Tiere eben, davor zu flüchten.
Es ist sicherlich richtig, dass die Eifel nicht derart überwacht wird, wie es an einem aktiven Vulkan mit Bedrohungspotential heute gemacht würde. Aber der letzte Ausbruch war ja auch vor 10-12.000 Jahren. Der Kohlendioxid-Austritt bzw. die Wassertemperatur werden überwacht und weisen keine Veränderungen auf. Die Erdbeben in diesem Raum könnten mit der Eifel zu tun haben. Jedoch ist der gesamte Rheintalgraben ein große Bruchstruktur, also eine Zone, entlang derer das heutige Mitteleuropa mal begonnen hatte, auseinanderzubrechen. Diese Prozess ist aber zur Zeit inaktiv.
Jeder Vulkanausbruch kündigt sich an, erst recht diejenigen Vulkane, die lange Ruhepausen haben. Und ohne jetzt Panik schüren zu wollen, sollte der nächste Ausbruch in der Eifel die Dimensionen des Laacher-See-Ausbruchs annehmen, dann brauchen wir uns in der näheren Umgebung (die ich jetzt bewusst nicht zahlenmäßig benenne!) sicherlich keine Gedanken mehr machen, ob die Behörden nun richtig reagieren oder schnell genug. Die Erde ist ein aktiver Planet. Es gibt jedoch momentan keinerlei Anzeichen auf einen bevorstehenden Ausbruch in der Eifel.


13. Februar 2007 -- 15:36 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Forscher warnen vor Vulkan-Gefahr in der Eifel

Droht in der Eifel ein Vulkanausbruch? Die Fachwelt vertritt erstmals offensiv die These, dass es binnen Monaten zu einer solchen Katastrophe kommen könnte. Überwacht werden die Vulkane im Rheinland nicht. Ein Experte schlägt vor, Ameisen als Frühwarnsystem einzusetzen...

Den gesamten Artikel gibt's bei Spiegel Online.


26. Januar 2007 -- 14:05 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Film - Ätna Bocca Nuova

Ich war vom 21. - 23. Januar mal wieder am Ätna. Nach wie vor war die Aktivität sehr gering. Keine Eruptionen, dafür weiterhin starke Entgasungen an den Gipfelkratern. Bertl und ich hatten bei wahnsinns Wetter (wolkenlos, relativ windstill) die Möglichkeit, die Bocca Nuova zu besteigen. Diese präsentierte sich als ein ca. 100 m tiefer Krater (gegenüber meines letzten Gipfelerlebnisses 2001, als die Bocca komplett aufgefüllt war). Starke Entgasungen waren zu beobachten. Hier ein kleines Filmchen:

Film Ätna (Gipfelkrater Bocca Nuova), aufgenommen am 22. Januar 2007

VULKANKULTOUR_Etna_20070122.wmv
mit 5.9 MB.
WindowsMediaPlayer wird benötigt.


22. Januar 2007 -- 09:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Azoren, Aktivität weltweit

Da ich ja seit Anfang dieses Jahres am Observatorium auf den Azoren arbeite, wird auf unserer Seite in Kürze auch etwas zu den Azoren zu finden sein und zu der Exkursion, die wir für den Sommer planen. Einem Stammkunden von uns war aber dies wohl schon zu spät, er kommt mich auf eigene Faust im Juni besuchen! Rudi, ich freu mich!

Weltweit waren in der letzten Woche keine besonderen vulkanischen Ereignisse zu vermerken. Das Domwachstum auf Montserrat geht unvermindert weiter, begleitet von pyroklastischen Strömen und kleineren Ascheexplosionen.


15. Januar 2007 -- 12:23 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Äktivität am Ätna

Soeben zurück von einer spannenden Exkursion hier ein kurzer Lagebericht zum Ätna:
Am 13. Januar waren wir von der Bergstation der Funivia zum Fuße der Gipfelkrater unterwegs. Die Entgasungen waren stärker als die Tage zuvor (jedenfalls stärker als das was man auf den Webcambildern sehen konnte). Hin und wieder bekamen wir sogar eine schwefelige Brise ab... ;-) Gelegentlich gab es auch kleinere Ascheeruptionen von einem der hinteren Krater (also aus Voragine Grande oder Nordostkrater), die aber von unserer Position nicht zu sehen waren. im Lavaflowfield von Herbst 2006 gab es keine Entgasungen oder sonstige Anzeichen einer Aktivität. Alles in allem zeigte sich der Ätna also nach wie vor relativ ruhig. Hier 2 Bilder, aufgenommen am 13.1.2007:

Den ganzen Tourbericht unserer Exkursion gibt's hier.


12. Januar 2007 -- 18:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Vulkankultour am Ätna, La Réunion, Montserrat

Ich habe noch ein bisschen gesucht und einige Bilder gefunden:

Piton de la Fournaise (auf französisch).

Soufrière Hills (auf englisch).


12. Januar 2007 -- 11:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Bilder zu La Réunion und Montserrat

Sodala, Flo ist heute mit seiner Reisegruppe zum Ätna aufgebrochen. Die vulkanische Aktivität ist weiterhin auf niedrigem Niveau. Das Wetter ist perfekt... warten wir auf den Bericht.

Unser Freund Richard ist von Réunion zurück, hier seine erste Meldung:
"Schade, die party wäre sicherlich besser gewesen als der Piton: Ausbruch hat 3 Stunden vor unserer Ankunft am Krater aufgehört :(.... Und dann wurden wir so nass wie noch nie da wir vom Zyklonausläufer auf dem Berg erwischt wurden... Vielleicht such ich mir ein anderes Hobby ;-))))... Jedenfalls viel Spass auf den Azoren...
Auf Montserrat geht das Domwachstum schnell weiter, fast täglich gibt es kleinere pyroklastische Ströme und Ascheeruptionen.


29. Dezember 2006 -- 11:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

vulkanische Prozesse in time-lapse Filmen

Auf der Seite des Vulkanobservatoriums auf Hawai'i wurde einige Zeitrafferfilme eingestellt, die Veränderungen im Ausbruchsverhalten über mehrere Stunden veranschaulichen. Zum Teil lange Downloadzeiten aber absolut lohnenswert!

Quelle: Hawaiian Volcano Observatory (auf englisch).


27. Dezember 2006 -- 10:15 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

update Ätna, wichtige Aktivität weltweit

Der Ätna zeigt jetzt schon 12 Tage am Stück weder explosive noch effusive Aktivität. Die Anzahl und die Stärke der gemessenen Erdbeben schwankte im selben Zeitraum jedoch stark. Der Ätna gönnt den Vulkanologen vor Ort wohl ruhige Weihnachtsferien...

Quelle: Charles Rivière's Homepage (auf französisch).

Desweiteren gibt es aber an anderen Vulkanen bedeutende Eruptionen zu vermelden:
Der Bezymianny auf Kamtschatka (Russland) ist am 24. Dezember morgens ausgebrochen und hat eine 10 km hohe Aschensäule produziert. Am Morgen des 25. Dezember hat die explosive Aktivität aufgehört, es konnten 2 pyroklastische Ströme gesehen werden, die wohl vom sich neu aufbauenden Dom ausgingen.
Ebenfalls am 24. begann ein neuer Ausbruch des Vulkans Soufrière Hills auf Montserrat (britische Insel in der Karibik). Austretende Asche erreichte eine Höhe von ca. 3 km und nach Einbruch der Dunkelheit waren glühendes Material vom wachsenden Dom abbrechen. Der Alert Level wurde auf Stufe 4 angehoben.
Nur 2 Tage nach dem Bezy brach ein weiterer Vulkan auf Kamtschatka aus, der Shiveluch. Der Dom wächst dort schon seit mehreren Monaten, jetzt kam es zu einem explosiven Ausbruch mit einer 10 km hohen Aschensäule. Beide Vulkane auf Kamtschatka liegen im Bereich stark frequentierter Routen des internationalen Flugverkehrs...
Der Ausbruch des Piton de la Fournaise auf Réunion dauert nun schon fast 2 Wochen an und die Lavaströme haben es bis auf 800 m hinab geschafft. Ein Freund von uns ist vor Ort und wir werden sein Bildmaterial nachreichen.


22. Dezember 2006 -- 12:15 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Webcambilder vom Ätna

Die Gipfelkrater des Ätna zeigten in den heutigen Morgenstunden eine gewaltige Eruptionswolke, die hauptsächlich aus Wasserdampf besteht. Möglicherweise ist dies der Beginn einer neuen Eruptionsphase...? Abwarten und Glühwein trinken! Die Webcams des INGV Catania sendeten jedenfalls diese schönen Bilder (danke für die Info, Rudi):



15. Dezember 2006 -- 21:50 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna update

und der ätna macht weiter mit seiner sehr schwankenden Ausbruchsaktivität. Die Vulkanologen haben am 15. keinerlei eruptive Aktivität festgestellt, der Südostkrater zeigt nur leichtes Entgasen ohne Asche, der Hornito auf 2800 m zeigt keinerlei Aktivität und die Lavaströme sind inaktiv und kühlen ab.
mal schaun, wie lange diese Pause dauert....
Quelle und Fotos: Bericht des INGV Catania vom 15. Dezember 2006.


14. Dezember 2006 -- 19:17 Uhr GMT [ Florian Becker]

Wieder Lavaströme am Ätna! Zum Glück hat es nur wenige Tage gedauert... der Ätna ist wieder aktiv, nach heftigen Ascheeruptionen des SE-Kraters entstanden neue Lavaströme auf 2800 m NN und fließen seitdem an der gleichen Stelle wie seit Monaten ins Valle del Bove. Good News für unsere Lavatour vom 12. - 14. Januar 2007!!!

Quelle: Ätna Update von Oliver Beck.


12. Dezember 2006 -- 20:28 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna - Bilder der Lavaströme

So, endlich sind die Bilder entwickelt. Hier also der Ätna, so wie er sich am 29. November 2006 präsentiert hat:

Kleiner Kegel Estino auf 2800 m Höhe......an dessen Fuß die Lavaströme ausfließen

Estino in AktionFlowfield bei Nacht

In der Tourbeschreibung sind weitere Bilder vom 29.11.2006 zu sehen.


10. Dezember 2006 -- 04:58 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

zur Zeit keine Aktivität mehr am Ätna

Was irgendwann eintreten musste, ist nun geschehen. Nachdem der Münchener Merkur vor ein paar Tagen noch ein Foto der Lavaströme bei Nacht, gesehen von der Küste, auf seiner Titelseite veröffentlicht hatte, ist der Ausbruch nun wohl vorüber. Ode ist es nur eine weitere Pause wie schon mehrmals diesen Sommer? Vulkanologen Vom INGV in Catania konnten bei einem Überflug am 9. Dezember weder explosive noch effusive Aktivität feststellen...

Bericht vom 9. Dezember auf der Homepage des Vulkanobservatoriums Catania .


4. Dezember 2006 -- 18:41 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Der Ätna-Film

Aus den 70 Minuten Filmmaterial sind 2 1/2 Minuten "best of" geworden, untermalt mit der für diese Exkursion passenden Musik (gell, Rudi *g*). Wer den ganzen Film haben will, möchte sich bitte an uns wenden. Bilder von diesem Ausbruch gibt's auch bald auf dieser Webpage, dauert aber noch ein paar Tage...

Film Ätna (Lavaströme), aufgenommen am 29. November 2006

VULKANKULTOUR_Etna_20061129_highlights.wmv
mit 7.2 MB.
WindowsMediaPlayer wird benötigt.


4. Dezember 2006 -- 13:35 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna-Film, Ausbruchs-update

Flo und ich sitzen gerade zusammen und laden unsere fast 70 Minuten Filmmaterial auf unsere Rechner. Ein Zusammenschnitt wird bald eingestellt.

Derweil hat sich am Südostkrater eine weitere Bruchzone aufgetan, an der seit vergangenen Freitag Lava austritt.
Fotos im Bericht vom 3. Dezember auf der Homepage des Vulkanobservatoriums Catania .


1. Dezember 2006 -- 18:35 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

zurück vom Ätna, update

Sodala, Flo und ich und die Teilnehmer der Spontanexkursion zum Ätna sind zurück. Wir hatten einen schönen Tanz mit Madame Pele auf einem verschneiten Ätna.

Hier ein kurzes update: Der Ätna ist nach wie vor sehr aktiv, für weite Bereiche des Sonntag, Mittwoch, Donnerstag und heute morgen, der Südostkrater stiess Asche aus. Dies führt dazu, dass der Flughafen von Catania seit nunmehr 7 Tagen abends geschlossen wird (nicht ganztägig wie in der Presse vermeldet). Am Mittwoch kehrten wir zurück von Vulcano und Lipari, wohin wir Montag und Dienstag angesichts des schlechten Wetters am Ätna geflüchtet waren. Schon von Vulcano aus sahen wir den Ätna mit einer ca. 500 m hohen Aschesäule, die nach Westen verdriftet wurde. Um 12 Uhr brachen wir an der Funivia auf und waren bald am Fuße des Südostkraters. Auf 2800 m Höhe, dort wo seit Wochen der Lavastrom austritt, hat sich ein ca. 20 m hoher Schlackenkegel gebildet, der unregelmäßig bis 100 m hohen Schlackenwurf zeigte. Am Fuß trat Lava, die in einem ca. 5 m breiten Kanal fliesst, der immer mal wieder geschlossen ist. Häufige Änderungen der Effusionsrate verursachten häufige overflows zu beiden Seiten des Hauptflows. Der Südostkrater zeigte den ganzen Nachmittag und Abend heftige Explosionen mit starkem Ascheausstoss. In der Dunkelheit konnte man vereinzelt auch glühende Bomben sehen und die Höhe der Ausbrüche auf 200 m abschätzen. Eins noch, dort oben ist alles vereist, der Abstieg war tricky.... Am Donnerstag Abend beobachteten wir dieses Schauspiel vom Monte Zoccolaro aus. Es waren Eruptionen am Südostkrater und dem Kegel auf 2800 m Höhe zu sehen, an letzteren schätzen wir die Höhe auf min. 200 m!!!


26. November 2006 -- 05:58 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Flughafen von Catania geschlossen

Mittlerweile ist der internationale Flughafen von Catania geschlossen worden. In der Stadt selbst sind mehrere cm Asche gefallen. Die Flüge werden nach Palermo umgeleitet, und genau dahin geht's jetzt für uns auch. Wir sind gespannt und freuen uns auf den Ätna...

Hier ein Bild, gefunden bei der Kleinen Zeitung Steiermark.
Ascheregen am Ätna


24. November 2006 -- 21:34 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ausführliches Ätna update

Boris Behncke und Sonia Calvari vom Vulkanobservatorium in Catania haben einen ausführlichen Aktivitätsbericht des Ätna erstellt und via Volcano ListServ verteilt. Hier ein Auszug über den Zeitraum 21. bis 22. November, von mir möglichst sinngemäß übersetzt:

Gegen Mittag des 21. November startete die als 15. Ausbruchsperiode bezeichnete Ausbruchsphase. Schlechtes Wetter verhinderte einen klaren Blick auf den Gipfel aber gegen 15 Uhr war eine schwarze Aschewolke zu sehen. Die Asche wurde nach Osten und Nordosten verdriftet und am Rifugio Citelli (6 km vom Gipfel entfernt) konnte man eine geschlossene Aschedecke feststellen. Gegen 19 Uhr rissen die Wolken auf und man konnte sehen, dass die strombolianische Aktivität das pyroklastische Material zum Teil 300 m über den Südostkrater emporschleuderte. Lava trat aus der Fraktur an der SSE-Seite des Südostkraters (die vom 16. November.) aus und floss in Richtung des Lavastroms, der auf 2800 m austritt. Dort dauert der Lavaaustritt nun schon seit wenigen Wochen ununterbrochen an. Lava trat außerdem auf 3050m und 3180 m an der Flanke der Bocca Nuova aus sowie auch erstmals im Sattel zwischen Bocca Nuova und Südostkrater. Diese Aktivität dauerte bis zum späten Abend des 22. November, als wieder "nur" Lava auf 2800 m Höhe austrat.

Einen beeindruckenden Videofilm gibt es auf der Seite des Streaming Planet Internet TV zu sehen.

Flo und ich fliegen am Sonntag zum Ätna. Aller Voraussicht nach gibt es das nächste update nicht vor dem 1. Dezember. Bis dahin!


20. November 2006 -- 11:34 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna-Aktivität

Die Aktivität am Ätna geht unvermindert weiter, es gibt mehrere Fotos und Berichte auf der Internetseite vom Vulkanobservatorium Catania .


19. November 2006 -- 13:01 Uhr [ Florian Becker ]

Ätna-Fotostrecke bei Spiegel-Online

Fotos: Spiegel Online


17. November 2006 -- 10:06 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Weitere Fotos zur Aktivität des Ätna

Weitere faszinierende Bilder der Aktivität des Ätna im November sind zu finden bei Thorsten Boeckel .
Flo und ich sind schon gespannt, unsere nächste Tour geht ja am Sonntag 26.11. los. Wollen Sie noch spontan mitkommen? Infos zu dieser Exkursion gibt's hier.


16. November 2006 -- 18:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Fotos zu den Lavafontänen am Ätna

Fotos: Vulkanobservatorium Catania


16. November 2006 -- 11:00 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Lavafontänen am Ätna, weitere Satellitenbilder zum schwimmendem Bims

Ein guter Informant (danke Rudi!) hat uns informiert, dass heute morgen gegen 8 Uhr 30 sizilianische Ortszeit am Ätna spektakuläre Lavafontänen am Südostkrater festzustellen waren. Bilder werden wir nachliefern.

Von dem Ausbruch im Tonga-Archipel gibt es eindrucksvolle Satellitenbilder, auf denen die Verbreitung der schwimmenden Bimse zu sehen ist.
Fotos: MODIS Ocean Color Team


13. November 2006 -- 12:17 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna, neue Insel im Tonga-Archipel

Die Aktivität am Ätna ändert sich jeden Tag, deshalb hier eine Zusammenfassung von immer wieder eintretenden Ereignissen:
Von der Öffnung auf 3050 m an der Südostflanke der Bocca Nuova tritt jetzt gerade wieder Lava aus und formt 2 flows. Diese Aktivität hatte schon mehrmals kurz aufgehört und dann wieder angefangen. Der Lavaaustritt gehört zur Aktivität des Südostkraters, die austretende Lava gelangt vom Magmenschlot des Südostkraters durch einen Radialbruch zur Austrittsstelle. Vereinzelt ist dort auch explosive Aktivität festzustellen.
Die explosive Aktivität am Südostkrater (strombolianische Tätigkeit) variiert in ihrer Stärke und dem damit verbundenen Ascheausstoss beträchtlich.
Der Lavaaustritt an der Öffnung auf 2800 m geht unvermindert weiter, vereinzelt ist hier Lavaauswurf am Hornito festzustellen. Die Lava fliesst ins Valle del Bove, bis ca. 2700 m (alle solche Angaben sind als Höhenangaben über dem Meeresspiegel zu verstehen.) fliesst die Lava in einer lavatube (geschlossene Röhre), danach oberflächlich bis zur Zeit auf 2400 m.

Quelle und Fotos: Vulkanobservatorium Catania

Anfang August 2006 ereignete sich im Archipel von Tonga in der Nähe des "Home Reef" eine submarine Eruption. Diese Eruption war schwer bis nicht zu lokalisieren. Fischer berichteten von verfärbtem Wasser und schwimmendem Bims. Der Ausbruch hat auch eine neue Insel geschaffen, ca. 800 m lang und 400 m breit mit einem heißen See im Zentrum. Eine Segelcrew hat einige spektakuläre Bilder von diesem recht seltenen Ereignis veröffentlicht.
Zeitungsbericht Matangi Tongo
Der Bericht der Segelcrew. (etwas runterscrollen)
Satellitenbilder mit Wärmewerten


09. November 2006 -- 17:17 Uhr (Azorenzeit) [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Das was ich beim letzten update beschrieben hat sich dann gestern zu einem schönen Paroxysmus ausgeweitet. Der Südostkrater hatte eine Aschesäule von ca. 600 m Höhe, an den Hornitos auf 2800 m wurde wieder Lava ausgeworfen und weiter unten in der Steilwand des Valle del Bove konnten zum ersten Mal seit langem wieder flows an der Oberfläche festgestellt werden. Neben dem Flow aus der Öffnung an der Flanke der Bocca Nuova gibt es nun wieder einen Flow vom Südostkrater.

Quelle und Fotos: Andrea Ercolani


07. November 2006 -- 11:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Der Lavaflow an der Südostflanke des Südostkraters ist nach wie vor aktiv, die Effusionsrate ist aber am abnehmen. Nach verstärkter seismischer Aktivität stiess der Südostkrater vor 2 Tagen viel Asche aus, die in einem relativ großen Bereich in Richtung Catania windverfrachtet wurde.
Der Lavaflow an der Südflanke der Bocca Nuova ist nach wie vor aktiv, jedoch fliesst er seitgestern in östliche Richtung.

Quelle: Vulkanobservatorium Catania
Fotos: Charles Rivière


01. November 2006 -- 12:50 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Vesuv - "Das Erwachen des Feuerbergs"

Seit 62 Jahren schlummert der Vesuv - und doch gilt er als gefährlichster Vulkan der Welt: Nirgendwo leben mehr Menschen in der Todeszone. In einer großen Katastrophenübung probten jetzt italienische Behörden, Forscher und Sicherheitskräfte, wie sie bei einem Ausbruch reagieren würden.

Den gesamten Artikel gibt's bei Spiegel Online.


31. Oktober 2006 -- 18:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Ich habe einige Fotos gefunden vom Lavastrom an der Südflanke der Bocca Nuova.
Eines bei Tage findet sich bei Charles Rivière.
Einige schöne Abend- bzw Nachtaufnahmen hat Andrea Ercolani auf seiner Seite.


31. Oktober 2006 -- 11:36 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Der Lavaflow an der Südostflanke ist nach wie vor aktiv, der Flow ist knapp 2 km lang, hat die Vegetation aber noch nicht erreicht. An der Austrittsstelle hat sich die Lava in 3 Arme aufgeteilt, die zusammen fast 20 m breit sind!!!!

Quelle: Sonia Calvari vom Vulkanobservatorium Catania
Fotos: Vulkanobservatorium Catania, Bericht vom 30. Oktober 2006, 16 Uhr 30


28. Oktober 2006 -- 15:23 Uhr GMT [ Florian Becker ]

Ätna

Das Vulkanobservatorium in Catania vermeldet unter Berufung auf die Bergführer, dass der Lavaaustritt an der Südflanke der Bocca Nuova gestern am späten Abend aufgehört hat. Es sind zahlreiche Brüche und Abschiebungen in diesem Bereich zu sehen. Der Lavaaustritt an der seit dem 18. Oktober aktiven Öffnung östlich des Südostkraters hält unvermindert an. Gelegentlich stösst der Südostkrater Asche aus.

Quelle und Fotos: Vulkanobservatorium Catania


26. Oktober 2006 -- 18:32 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Am Ätna gibt es neues aber auch kostantes!!!
Der Lavastrom, der seit dem 18. Oktober aktiv ist, fliesst immer noch. Die Flow front hatte die monti centenari im Grund des Valle del Bove erreicht. Die explosive Aktivität an den Hornitos hat aufgehört. Die explosive Aktivität am Süd-Ost-Krater unterliegt starken Schwankungen.
Nun aber zu den Neuigkeiten: Nach starken Explosionen hatte war ungefähr auf halber Höhe der Südflanke des Südostkraters ein Lavastrom ausgetreten und hat den Sudestino umflossen. Dieser Lavastrom war in der Nacht von gestern auf heute nicht mehr aktiv und kühlt ab. Seit heute Nach tritt auf 3050 m ein Lavastrom aus der Südflanke der Bocca Nuova aus! Das ist meines Wissens nach das erste Mal seit 1999, das die Zentralkrater einen Lavastrom produzieren. Die beiden austretenden Flows vereinigen sich am Fuße der Bocca Nuova und haben heute morgen gegen ca. 9 Uhr 45 die Forststrasse unterbrochen, die vom neu angelegten Parkplatz der Jeeps auf knapp 2900 m Höhe aus im Westen um die Gipfelkrater herumführt. Die Effusionsrate wird mit 10 m³/s angegeben. Das flow field breitet sich im relativ flachen terrain aus und bedroht momentan keinerlei infrastrukturelle Einrichtungen.

Quelle und Fotos: Vulkanobservatorium Catania


18. Oktober 2006 -- 10:45 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Viel neues oder nix, die beim letzten Mal erwähnte Ausbruchsphase dauerte noch an. In der Zwischenzeit folgten ein paar Tage sehr schlechten Wetters... Es gibt zur Zeit keine explosive Aktivität, auf ca. 2750 m tritt ein Lavastrom aus und fliesst ins Valle del Bove. Die Effusionsrate ist sehr variabel. Am Beginn des Flows haben sich Hornitos gebildet.
Quelle und Fotos: Andrea Ercolani


13. Oktober 2006 -- 18:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna

Diese Ausbruchsperiode des Ätna dauerte kaum 24 Stunden, momentan sind keine explosiven Ausbrüche festzustellen und der Lavastrom kühlt ab.


11. Oktober 2006 -- 18:53 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Nochmal Ätna

Die latest news.....Der Ätna kommt nicht zur Ruhe. Im neuesten Bericht auf der Seite vom Vulkanobservatorium Catania steht geschrieben, dass seit gestern nach wenigen Tagen wieder Lava fliesst. Wahrscheinlich handelt es sich heuer um einen Ausbruch mit mehreren kurzen Pausen....Mal schaun, wie das weitergeht.


11. Oktober 2006 -- 18:26 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Ätna, Stromboli

Wie ich ja schon bei älteren updates erzählt hatte, war ich zwischen dem 5. und 27. September in Sizilien, zuerst am Ätna und dann nach einem Zwischenstopp auf Filicudi auf Stromboli.

Der Ätna hatte brav einen Tag vor meinem Abflug wiederum mit einem Aktivitätszyklus begonnen, der diesmal knapp 2 Wochen dauern sollte. Der Südostkrater zeigte bis zu 150 m hohe strombolianische Ausbrüche. Der Magmenstand war so hoch, dass am niedrigsten Punkt des Kraterrands die Lava überfloss und in eine hoch am Krater gelegene Depressionsstruktur hinein. Bereits einen Tag später war diese aufgefüllt und die Lava ergoss sich in 2 Flows die Osthänge des SEC hinab und errichte den Geländeknick am oberen Ende des Valle del Bove. Da ich an dem Tag dummerweise meinen Foto im Auto vergessen hatte, sind wir nach dem Abstieg zum Rifugio Sapienza noch zum Monte Zoccolaro hoch und haben ein paar Telefotos geschossen.

Aus dem Grund mussten wir 2 Tage natürlich noch mal hoch, die Aktivität war unverändert, hochaktive strombolianische Ausbrüche und hoch-viskose Lavaströme. Die Förderrate war variabel und ein Mal ist eine auch bei Thorsten beschriebene Lavakugel auf uns zugekommen. Abplatzende Teile flogen links und rechts und über uns hinweg und wir haben uns etwa 200 m zurückgezogen. Wir blieben dann noch weitere 3 Stunden bei Vollmond, Sternenhimmel und Madame Pele.

Der Stromboli war nach wie vor stark aktiv, jedoch insgesamt weniger stark als im April. Ich war 4 Mal oben und die Aktivität der einzelnen Krater schwankte zum Teil von dauernden strombolianischen Ausbrüchen zu keinerlei Aktivität (Zentralkrater). Der Krater von Ginostra hat einen kleinen Kegel aufgebaut, aus dem unter großem Getöse viel Gas und relativ wenig Lava ausgeworfen wird. Der Ascheausstoss war insgesamt gering. Da meistens nördlicher Wind war, hielten wir uns primär bei den Sheltern im Valle della Luna bzw. am nördlichen Ende des Vancori-Grats auf.

Super wars. Nun ein paar Bilder.

Ätna:
Ätna SE-Krater Ätna SE-Krater

Stromboli:
Stromboli Ginostrakrater Stromboli Ginostrakrater
Stromboli Ginostrakrater Stromboli Ginostrakrater


5. Oktober 2006 -- 12:26 Uhr GMT [ Ulrich Küppers ]

Der Ätna kommt nicht zur Ruhe

Der Ätna kommt nicht zur Ruhe. Der von mir im letzten update angesprochen neue Ausbruch war schon am 28. September wieder zu Ende. Zum Monatsanfang war das Wetter häufig schlecht und man hatte nur manchmal Blick auf die Krater. Dabei war vereinzelt Ascheausstoß vom Südostkrater festzustellen. Seit der Nacht vom 3. auf den 4. Oktober nun zeigt er wieder strombolianische Ausbrüche und ein Lavastrom ist wohl schon einen Kilometer weit geflossen. In einigen Bomben finden sich auch wieder die sedimentären Einschlüsse, die während des Ausbruchs 2001 an den unteren Öffnungen an der Südseite des Ätna gefördert worden waren. Alles in allem ist das heuer gezeigte Ausbruchsverhalten mit seinen viele kurzen Ausbruchszyklen (oder einem Zyklus mit vielen Pausen???) sehr ungewöhnlich.

Quelle und weitere Infos: Vulkanobservatorium Catania [Sonia Calvari] und Charles Rivière

Meine Fotos sind gerade beim Digitalisieren, hier schon mal ein Vorgeschmack von Thorsten


Wieder Lavaströme am Ätna, Stromboli

Sodala, 3 Wochen in Sizilien und auf Stromboli sind seit heute zu Ende.....
Der Ätna war vom 1. bis 15. September aktiv mit strombolianischer Aktivität und Lavaströmen (letztere seit dem 4. September abends), die über den Rand des Südostkraters ausgeflossen waren (siehe auch ältere News). Die strombolianische Aktivität war bis zu 200 m über die Kraterkante hoch, die ausfliessende Lava relativ kalt und somit sehr viskos. Die Fotos bring ich heute zum Entwickeln. Am 20.9. fing der Südostkrater nach nur 4 Tagen Pause wieder mit strombolianischer Aktivität an und stiess Asche aus. Seit Samstag Nacht, 23.9., fliessen wiederum Lavaströme am Südostkrater!!!
Stromboli ist schön aktiv, allerdings weniger häufig als im April und im Juli diesen Jahres. Der Krater von Ginostra hat einen ca. 10 m hohen Kegel aufgebaut (nach Aussagen der Führer das erste Mal seit min. 25 Jahres) und zeigt sehr hohe und sehr laute Ausbrüche, die bis zu eine Minute dauerten. Der vordere, zentrale Krater zeigt haufig bis kontinuierliche strombolianische Aktivität. Der Krater auf der Seite von Stromboli-Ort war im Zeitraum 15.-25. September sehr ruhig.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 27. September 2006 15:56 Uhr --


Oktobertour DIE SIZILIANER abgesagt

Wegen Nichterreichen der Mindestteilnehmerzahl müssen wir leider unsere Oktobertour DIE SIZILIANER absagen. Da derzeit auch keine Lavaströme mehr am Ätna fließen, findet aller Voraussicht nach auch keine spontane Lavastrom-Tour im Oktober statt. Wir halten Sie/Euch auf dem Laufenden...

-- gepostet von: Florian Becker / 17. September 2006 15:40 Uhr --


Ätna, Stromboli

Ätna - nach neuesten Informationen von Kollegen vor Ort: die explosive Aktivität am SE-Krater hat aufgehört, die Lavaströme kühlen ab und sind am erstarren. Alles deutet auf ein baldiges Ende der effusiven Aktivität hin. Damit waren es wieder nur etwa 2 Wochen (so wie Juli / August), in denen die Lavaströme geflossen sind.
Stromboli: hier ist die Aktivität nach wie vor hoch, die Ausbrüche sind sehr häufig und sogar im Ort laut zu hören. Hurra, in 3 Tagen startet unsere Exkursion... ach ja: "ozapft is!"

-- gepostet von: Florian Becker / 16. September 2006 12:36 Uhr --


Islandexkursion AURORA BOREALIS - Preisänderung

Vom 28. Januar bis 5. Februar 2007 findet unsere Exkursion "AURORA BOREALIS - Polarlichter und Geysire in Island" statt, eine geologische Kulturreise in den isländischen Winter. Aufgrund von Preisänderungen bei den Flugtickets und Mietwägen können wir diese Exkursion nun günstiger anbieten. Der neue Gesamtpreis ist 2490 € inkl. Flugticket (ab Frankfurt / Main). Derzeit sind noch genügend Plätze frei.

-- gepostet von: Florian Becker / 13. September 2006 15:58 Uhr --


Ätna

Die Eruption am Ätna geht weiter: Ascheregen fiel bis zur Talstation der Funivia, am SE-Krater entstanden mittlerweile mehrere Lavaströme und die strombolianische Tätigkeit dauert an. Dieses Bild (übermittelt als MMS) soll nur ein kleiner Vorgeschmack auf Ulli's Fotoausbeute sein. Wer es dennoch nicht erwarten kann: Charles Rivière war am gleichen Tag wie der Ulli am Ätna und hat phantastische Bilder gemacht.
Ätna am 8. September 2006

-- gepostet von: Florian Becker / 10. September 2006 16:44 Uhr --


Ätna

Ulli Küppers per SMS aus Taormina: Die Stärke der strombolianischen Eruptionen am Südostkrater nimmt zu. Anfänglich floss der Lavastrom in eine mehrere Zehnermeter tiefe Kollaps-Bruchstruktur am Rand des SE-Kraters und füllte diese auf. Entstanden ist diese Struktur nach dem Lavastrom von 2004. Mittlerweile überfließt die Lava diese Struktur (oder eine neue Austrittsöffnung ist entstanden) und fließt bis auf etwa 2900 m hinab.

-- gepostet von: Florian Becker / 08. September 2006 08:59 Uhr --


Aktuell vom Ätna per Telefon

Ich versuche hier mal das, was mir Ulli Küppers soeben atemlos ins Handy mit schlechtem Empfang diktiert hat, zusammen zu fassen: am Südostkrater quillt die Lava über den Kraterrand! Ein etwa 3 Meter breiter Lavastrom fließt die Ostflanke des SE-Kraters hinab Richtung Valle del Bove. Es ist kein stetiger Fluss, vielmehr ein Hinabpoltern unzähliger Lavabrocken. Aus dem SE-Krater sind kontinuierlich strombolianische Eruptionen zu sehen und zu hören, mehrmals pro Minute. Der Magmenstand scheint sehr hoch zu sein, praktisch bis Unterkante des Kraterrandes. Ausserdem ist starke Dampfentwicklung am Sudestino (der kleine Kegel am Fuß des SE-Krater) zu beobachten.... weitere News folgen bald, hoffentlich auch mit Bildern! Ulli, selten war mein Neid größer!

-- gepostet von: Florian Becker / 06. September 2006 17:48 Uhr --


Ätna

Seit gestern Abend ca. 21 Uhr 45 tritt am Fuße der Ostflanke des Südostkraters Lava aus!!!! Wie gut, dass ich heute Abend nach Palermo fliege. Ich werde dem Flo berichten, so dass wir euch hier auf dem Laufenden halten können.
Quelle: Charles Rivière

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 05. September 2006 08:50 Uhr --


Ätna, La Réunion

Einer gut informierten Quelle (Sonia C.) zufolge nimmt die strombolianische Aktivität im Südostkrater zu......

Seit dem 30. August, 11 Uhr 35 lokale Zeit, bricht der Piton de la Fournaise wieder aus (Dolomieu Krater). Quelle: Thomas Staudacher, Observatoire volcanologique du Piton de la Fournaise

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 31. August 2006 20:00 Uhr --


Stromboli-Film, Nachtrag zum Ätna, weltweit

Die Aktivität des Stromboli im April 2006 war ja sensationell (siehe ältere updates), nun haben wir auch einen Film von 3 kurz aufeinander folgenden Ausbrüchen von 3 unterschiedlichen Kratern eingestellt. Hier ist die Videosequenz nächtlicher Ausbrüche des Stromboli, aufgenommen am 5. April 2006:

str_060405_1.wmv mit 6.6 MB.
WindowsMediaPlayer wird benötigt.

Die Aktivität des Stromboli nach wie vor auf einem hohen Niveau, die des Ätna auf sehr tiefem. Zu den Lavaströmen vom Juli ist noch zu sagen, dass sie wohl nur ganz zu Beginn des Ausbruchs dünnflüssig gewesen sind (so wie ich früher geschrieben hatte). Danach allerdings war die Lava so viskos (= zähflüssig), dass niemand diese Lava verwendet hat, um daraus Aschenbecher herzustellen!!! Es sei hier noch angemerkt, dass die üblicherweise käuflichen Aschenbecher eine schlechte Imitation von echter Lava aus Asche und Zement sind...)

Am Mayon geht die Lavaförderung in Verbindung mit Explosionen und kontinuierlichen Ascheausstoss weiter. Der längste Lavaflow hat eine Länge von knapp 7 km erreicht und das bis dato geförderte Material wird mit einem Volumen von ca. 40 Millionen Kubikmetern angegeben.
Die explosiven Ausbrüche am Tungurahua gehen weiter und haben 5 Dörfer starkbeschädigt und über 20.000 Hektar Weideland vernichtet. 5 Personen wurden getötet bzw. werden noch vermisst, 4000 sind in Notunterkünften. Yan ist momentan am benachbarten Cotopaxi und wird uns auf dem Laufenden halten.

Die Aktivität an folgenden Vulkanen geht ohne große Veränderungen weiter: Fuego, Guatemala | Karymsky, Russia | Kilauea, USA | Manam, Papua New Guinea | Pacaya, Guatemala | Rabaul, Papua New Guinea | Soufriere Hills, Montserrat | St. Helens, USA | Sulu Range, Papua New Guinea | Ubinas, Perú

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 29. August 2006 13:53 Uhr --


September-Exkursion, Tungurahua (Ecuador)

Die September-Exkursion von Flo auf die Äolischen Inseln (ÄOLISCHE INSELN - HIGHLIGHTS vom 19. - 26. September 2006) wird stattfinden, es gibt noch Restplätze. Stromboli ist nach wie vor stark aktiv und das warme Meer lockt zum Baden....

Der Tungurahua in Ecuador bricht seit ein paar Tagen immer wieder heftig aus, die Aschesäule erreichte eine Höhe von mehreren Kilometern und führte zum Einstellen des Flugbetriebs im Umkreis des Berges bzw. in Abwindgegenden. Presseberichte sind sehr uneinheitlich, es scheint aber schon zu Todesfällen gekommen zu sein, einige Dörfer sollen zerstört sen und die Asche am Berg mehrere cm hoch liegen. Ein Video der Ausbrüche gibt es bei Spiegel Online.

Ich habe auch einen kurzen Bericht und einige Bilder der spontanen Exkursion zum Ätna Ende Juli / Anfang August eingestellt. Siehe hier.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 18. August 2006 20:10 Uhr --


Ubinas / Peru

Der Vulkan Ubinas in Peru ist wieder aktiv und spuckt große Mengen Asche aus. Dies haben Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS fotografiert. Tolles Bild!!!
Quelle und weitere Infos / tolles Foto: Spiegel Online

-- gepostet von: Florian Becker / 18. August 2006 16:52 Uhr --


Mayon

Am Mayon (Philippinen) gilt weiterhin erhöte Alarmstufe. Ein wunderschönes Bild der Lavaströme ist auf Spiegel Online zu sehen!

-- gepostet von: Florian Becker / 16. August 2006 11:40 Uhr --


Stromboli

Freunde von mir waren Mitte Juni auf Stromboli. Auf Thorsten's Seite kann man einige sehr schöne Bilder sehen. Stromboli befindet sich seit Monaten in einer Phase überdurchschnittlich hoher Aktivität. Im September gehts wieder hin....

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 10. August 2006 08:23 Uhr --


Ätna, Stromboli, Mayon

Die Aktivität am Ätna hat sich seit meines letzten Updates nicht verändert, nur im Nordostkrater und der Voragine gibt es tief unten Explosionen. Es gibt allerdings Personen, die dieses Absinken der Aktivität in den Gipfelkrater als Indiz sehen auf einen möglichen Flankenausbruch. Dies soll auch 1971, 1991 und 2002 so gewesen sein.
Am Stomboli ist die Aktivität nach wie vor auf dem hohen Niveau wie vor einigen Wochen berichtet. Im Laufe des Tages wird es hier genauere Infos geben.
Am Mayon sind die Lavaströme - hier sind es wirklich welche und nicht wie oft fälschlich berichtet Langzeitaufnahmen von pyroklastischen Strömen - schon 6 km die Flanken hinabgeflossen. Daneben kommt es seit Anfang August zu einem vermehrten Asche- und Gasausstoß vom Gipfelkrater. Die Evakuierungen verlaufen wohl friedlich.
Folgende weitere Vulkane sind seit Anfang August in erhöhter Aktivität: Bulusan (Philippinen), Karangetang (Indonesien), Tungurahua (Ekuador)

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 8. August 2006 10:18 Uhr --


Mayon - Verheerender Vulkanausbruch droht

Das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie rief am Montag nach einer Reihe von Explosionen im Krater die zweithöchste Alarmstufe aus. Wegen eines unmittelbar drohenden Ausbruchs müssen mehr als 34.000 Menschen auf Weisung der Behörden die Umgebung des Feuerbergs verlassen. Eine dunkle Rauchwolke umhüllte am Morgen die Spitze des knapp 2.500 Meter hohen Berges. Dutzende von Lastwagen waren im Einsatz, um die Menschen aus der Gefahrenzone in Notquartiere zu bringen. Im Falle eines größeren Ausbruchs sind die Behörden nach eigenen Angaben darauf vorbereitet, etwa 50.000 Menschen in Sicherheit zu bringen.
Quelle und weitere Infos: n-tv.de und Focus Online

-- gepostet von: Florian Becker / 7. August 2006 16:35 Uhr --


Zurück vom Ätna

Sodala, ich bin zurück, 5 Tage Sizilien mit viel Vulkan, etwas mehr Meer und 2 unangenehmen Treffen mit der Polizia stradale.....
Wir waren 2 Mal auf dem Ätna, ein Mal am Nordostkrater sowie ein Mal Bocca Nuova und Voragine. Der Lavaflow von Mitte Juli ist erstarrt aber noch heiß. Die Temperatur randlich an der Kanalinnenwand sowie in den kurzen, überdachten Bereichen war bei Wind wie in einer Sauna, ohne Wind könnte man es nicht aushalten. Der Nordostkrater war im gesamten Zeitraum (30/07 abends bis 03/08 morgens) der aktivste. Es waren keine Explosionen zu hören und auch kein frisches Material am Kraterrand zu finden. Der ausgestoßene Dampf war meistens weiß, manchmal aber auch hellbraun eingefärbt, ein Indiz auf Instabilitäten des Kraters. Über die Voragine kann ich nix sagen, sie war immer dampfgefüllt. Die Bocca Nuova weisst momentan 2 Krater auf, einen östlichen (verstürzt, kaum Aktivität) und einen westlichen. Letzterer war auch dampfgefüllt. Generell war der Gehalt an SO2 sehr hoch (Atmung, Augen).

Das Meer ist schön warm.

Wir waren die ersten Mieter unseres Wagens, seit dieser nach einem Diebstahl wiederfunden worden war. Blöd nur, dass die Nummernschilder nach wie vor zur Fahndung ausgeschrieben waren......1 Mal auf Rastplatz ne Stunde festgehalten, ein Mal mit Blaulicht, Sirene und gezogenen Pistolen kontrolliert....

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 4. August 2006 18:32 Uhr --


Vulkan Mayon weiter aktiv

Lava fließt in langen Strömen am Vulkan Mayon auf den Philippinen hinab. Die Behörden der Provinz Albay haben das Gebiet zur Gefahrenzone erklärt und die etwa 50.000 Bewohner der Region aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen. Die Experten halten einen heftigen Ausbruch innerhalb der kommenden Wochen für möglich. Der etwa 2.500 Meter hohe Mayon ist seit 1616 etwa 50 Mal ausgebrochen, zuletzt 2001.
Quelle und tolles Bild: n-tv.de

-- gepostet von: Florian Becker / 28. Juli 2006 16:32 Uhr --


Ätna

Am Ätna ist seit einigen Tagen relativ schlechtes Wetter und die häufigen Gewitter mit z.T. Hagel verleihen den Gipfelkratern ein sommeruntypisches weißes Kleid... Die Aktivität an den Gipfelkratern ist variabel, vereinzelt ist der Auswurf von sowohl altem aber auch frischem Material in den Bereich der Kraterränder festzustellen. Heute scheint die Aktivität aber schwächer als in den vergangenen Tagen gewesen zu sein.
Quelle: Charles Rivière

Der Sommer ist geil!!!! Jetzt gehts zum Eisbach!!! "Die Temparaturen genieße!" lautet die Devise.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 27. Juli 2006 20:20 Uhr --


Ätna, La Réunion, Merapi

Am Ätna ist keinerlei Aktivität mehr an der Ostflanke des Südostkraters festzustellen. Jedoch wurden sowohl in den beiden Zentralkratern und im Nordostkrater positive Wärmeanomalien festgestellt. Der Magmenstand in diesen Kratern ist also höher als in den vergangenen Monaten. Zudem sind mehrere Explosionen pro Minute tief im Nordostkrater zu hören, die allerdings keine Lava auswerfen.
Quelle: Vulkanobservatorium Catania und Charles Rivière

Der Piton de la Fournaise auf La Réunion ist seit den frühen Morgenstunden des 20. Juli wieder am ausbrechen. Nach erhöhter seismischer Aktivität war eine Spalte aufgerissen und Lava tritt aus.
Quelle: Thomas Staudacher, Vulkanobservatorium Réunion
Fotos: Imaz Press Réunion

Am Merapi scheint sich die Situation momentan etwas beruhigt zu haben. Es gibt keine neuen Informationen über das Domwachstum und pyroklastische Ströme. Eines sollte aber gesagt werden: Der Merapi hat KEINE Lavaströme produziert. Wenn davon in der Presse die Rede war, waren wohl kleinere Domkollapse und/oder pyroklastische Ströme gemeint, die auf Langzeitfotoaufnahmen wie Lavaströme ausschauen können.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 26. Juli 2006 10:37 Uhr --


Die Eruption hat aufgehört..... nur vorübergehend?

Seit gestern findet an der Flanke des Südostkraters keine explosive Tätigkeit mehr statt, es tritt keinerlei Lava mehr aus, die Lavaströme kühlen ab. Jedoch waren heute Nacht 2 Erdbeben zu verzeichnen....
Quelle: Charles Rivière
Wir werden sehen was passiert, am Sonntag fliegen wir!

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 24. Juli 2006 10:59 Uhr --


Die Situation am Ätna, Merapi

Die Aktivität am Ätna geht unvermindert weiter, die strombolianische Tätigkeit an der Ostflanke des Südostkraters hat einen kleinen aber ansehlichen Kegel aufgebaut. Die Lava flesst ins Valle del Bove ab und hat mittlerwile den Talboden erreicht. Ein paar sehr schöne Fotos gibt es auf der Seite von Charles Rivière.

Am Merapi baut sich der Vulkandom weiterhin auf, jedoch waren in der letzten Woche nur kleinere Explosionen mit einer Höhe bis 1000m über dem Gipfel und keine pyroklastischen Ströme festzustellen. Deshalb wurde der Alarmierungsgrad von der höchsten Stufe 4 auf 3 zurückgesetzt.
Quelle: VolcanoListServ.
Hintergrundinformationen zum Merapi gibt es hier.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 21. Juli 2006 09:27 Uhr --


Die Situation am Ätna

Hier eine kurze Info von Dr. Boris Behnke, einem Kollegen vor Ort, von vorgestern:
Der Lavastrom ist derzeit etwa 2,5 km lang und hat den Boden des Valle del Bove erreicht, etwas nördlich von Monti Centenari. Die Tätigkeit ist spektakulär, vor allem wegen der Geräuschkulisse... es ist offensichtlich der Beginn einer neuen Gipfeleruption, das Wiedererwachen des Südostkraters. Da kommt Freude auf: wenn die Tätigkeit stabil bleibt, ist sie ungefährlich für bewohnte Gebiete, schön für Touristen und Vulkan-Fans, und es baut sich bereits ein neuer kleiner Kegel an der Seite des großen Südostkrater-Kegels auf.

-- gepostet von: Florian Becker / 20. Juli 2006 14:04 Uhr --


Der Tungurahua ist ausgebrochen!

Der Vulkan Tungurahua in Ecuador spuckt seit vier Tagen Asche und Gas. Tausende Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Wissenschaftlern zufolge ist der aktuelle Ausbruch des Tungurahua der schwerste seit 1999. Nach mehr als 50 Jahren hatte der Vulkan damals erstmals wieder Steine, Asche und Gas gespuckt. Jetzt ist der mehr als 5000 Meter hohe Berg erneut aktiv.
Quelle und weitere Infos: Spiegel online

-- gepostet von: Florian Becker / 18. Juli 2006 17:11 Uhr --


Lavaströme am Ätna!

Seit der Nacht von Freitag auf Samstag fließen am Ätna wieder Lavaströme. Ohne vorherige seismische Anzeichen, hat sich am Fuße des Süd-Ost-Kraters eine Spalte aufgetan und aus 2 Öffnungen auf 3050 und 3000 m üNN treten Lavaströme aus. An bis zu drei Öffnung am oberen Ende der Spalte ist zudem strombolianische Tätigkeit festzustellen, die bereits einen kleinen Kegel geschaffen hat. Die Lava fliesst ins Valle del Bove, gestern Abend war die Lava bis auf 2300 m üNN hinabgeflossen. Die Förderrate soll bis 5 m³/s betragen. Erste Analysen deuten darauf hin, dass hier frisches Magma gefördert wird.
Quelle und weitere Infos: Vulkanobservatorium Catania

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 17. Juli 2006 08:38 Uhr --


Neues vom Stromboli

Also zur Aktivität gib es nix neues zu sagen, die ist nach wie vor auf überdurchschnittlichem Niveau.
Aber zu den Fähren gibts was Neues: Der angekündigte Streik (siehe letztes update) fand nicht statt, wobei den Grund hierfür auch meine lokalen Quellen nicht zu sagen vermochten....Zu sagen wäre allerdings, dass der diesjährige Sommerfahrplan nur 2 Fähren pro Woche vorsieht, also Abfahrt immer Dienstags und Freitags ab Neapel, ab Milazzo logischerweise immer am Tag davor.
Meinen Kommentar zu den Sheltern muss ich wohl ein bisschen erläutern. Sicherlich wünsche ich niemandem einen paroxysmalen Ausbruch während er sich im Gipfelbereich aufhält. Mich stört die Ignoranz vieler Touristen bzgl. dessen was man am Stromboli in der Regel so vorzüglich beobachten kann, nämlich einen aktiven Vulkan. Ich muss feststellen, dass die Shelter relativ gut an das Landschaftbild eingebunden sind, aber ihre Position zeigt, dass diese Shelter primär für die dort oben oft über mehrere Stunden arbeitenden Vulkanologen gedacht sind. Und durch unsere Arbeit und ihre Ergebnisse wollen wir ja alle bestmöglich schützen. Was mir an den geführten Touren nicht gefällt, ist dass man den Teilnehmern einen Helm mitgibt, sie aber nicht über mögliche Risiken (und wenn diese noch so klein sein mögen!) bzw ein Verhalten im schlimmsten Fall aufklären. Meine Aversion gegen die Shelter beruht auf puristischen Motiven, ich hatte Angst, man würde den Gipfel mit ihnen (den sheltern) zupflastern und damit zweifelsohne v erschandeln. Keine Angst oder Panik schüren, aber die Aufstiegswilligen über potentielle Gefahren aufklären!

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 14. Juli 2006 15:01 Uhr --


Neues vom Stromboli

Ich bin gestern vom Stromboli zurückgekommen. Es gibt mehrere Dinge zu berichten:

1. Stromboli's Aktivität ist nach wie vor auf sehr hohem Level, der Zivilschutz hat den "alert level" von niedrig auf mittel angehoben. Dies bedeutet, dass die geführten Touren nur kürzer als die vorher übliche Stunde am Gipfel bleiben dürfen. Die stärkste Aktivität zeigten - anders als im April - die Krater auf der Seite von Ginostra. Es gibt 3 sichtbare und beständig leuchtende Bocchen, die mittlere (vormals Krater 2), die ganz linke (vormals Krater 3) sowie eine dazwischen. Krater 3 hatte darüber hinaus eine weitere verdeckte Öffnung am vom Pizzo aus nicht einsehbaren Bereich der Kraterterasse. Aus dieser kam einmal während des Aufenthalts am Gipfel nach einer kurzen aber heftigen Explosion eine tiefschwarze Aschewolke. In Krater 2 war der Magmastand sehr hoch, die Eruptionen zeigten einen Öffnungswinkel von ca. 40 Grad (2 * 20 von der Vertikalen). Die mittlere Bocche zeigt praktisch kontinuierliche niedrige strombolianische Aktivität. Die sichtbare Bocche von Krater 3 ist ein kleiner Kegel, ca. 10 m hoch. Der Öffnungswinkel der Ausbrüche war sehr klein was auf einen deutlich tieferen Magmenstand bzw. Fragmentationsniveau schließen lässt. Die Ausbrüche waren immer begleitet von den Geräuschen eines Düsenjägers. Einige Male ging dem Auswurf der Schlacken für 1 bis 2 Sekunden der Ausstoß brennender Gase (ca. 20 m hoch) voraus. Miguel, ein mexikanischer Kollege und Freund schätzte die initiale Auswurfgeschwindigkeit auf 50 m/s. Während unseres Aufenthalts am Gipfel erreichten alle Ausbrüche Höhen von deutlich oberhalb des Pizzo. Aufgrund des starken NW-Windes fielen dort mehrere Male Asche und Lapilli bis 1,5 cm Größe! Beim Aufstieg hatte wir in ca. 750 m Höhe auch schon einmal Asche abbekommen.
2. Die Shelter: oh Mann oh Mann.... Also: Es stehen insgesamt 6 Shelter, 2 am alten Aufstiegsweg auf ca. 750 m Höhe, 2 am Hubschrauberlandeplatz am Gipfelgrat und 2 am Ende des Valle della Luna an der Geländekante zu Ginostra hin. Jeder ist eine komplexe, 2 schalige Stahl-Betonkonstruktion, innendrin ca. 1,5 m hoch, 3 m lang und 1 m tief und sitzt auf einem massiven Fundament. Farblich sind sie relativ gut an die Landschaft angepasst, warum sie aufgestellt wurden bzw. warum gerade an den genannten Orten ist mir nicht klar.

Die beiden Shelter am Gipfelgrat

3. Die Kirche San Vincenzo ist wieder geöffnet, die anderen beiden waren geschlossen.
4. Das am 5. April 2003 in Ginostra beschädigte Haus wurde mit Mitteln des Zivilschutzes wieder repariert.
5. Momentan laufen die Arbeiten zur Installation zweier Dilatometer. Dazu werden am Timpone del Fuoco bei Ginostra and beim COA (Centro Operativo Avanzato) oberhalb Stromboli-Ort zwei Bohrungen (Durchmesser ca. 10 cm) bis auf 150 bis 200 m unter Geländekante abgeteuft und mit je einem Dilatometern ausgestattet. Diese dienen zum Messen kleinster Deformationen, die durch aufsteigendes Magma verursacht sein könnten. Mit deren Hilfe sollen paroxysmale Ausbrüche wie der des 5. April 2003 vorhergesagt werden können. An den Vulkanen Izu-Oshima (Japan) und Hekla (Island) hat das wohl recht gut geklappt.
6. Es gibt irgendwie Probleme bei der Siremar. Ich weiß nicht, ob das damit zusammenhängt, dass die momentan Neapel und Sizilien verbindende Fähre beim ADAC durchgefallen ist....Jedenfalls fuhr die Fähre (Abfahrt 30. Juni) direkt und ausschließlich Rinella auf Salina an, alle mussten von Bord, die Fähre fuhr leer nach Palermo weiter und wir mussten auf ein Aliscafo warten. Morgen, am Donnerstag, wollen alle Ormeggiatori auf Stromboli streiken und kein Schiff fertig machen. Sie wollen eine bessere Verlässlichkeit und Pünktlichkeit der Schiffe aller Gesellschaften.

Alles in allem, es war sauschön, auch wenn nur 3 Tage...

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 05. Juli 2006 10:52 Uhr --


Herculaneum-Ausstellung in München

Wir möchten euch auf eine sehr lohnenswerte Sonderausstellung aufmerksam machen:

"DIE LETZTEN TAGE VON HERCULANEUM" - Archäologische Staatssammlung München

Hier wird die Blüte und der Untergang Herculaneums auf beeindruckende Weise dargestellt und erklärt. Diese Ausstellung mit seltenen Exponaten läuft noch bis 1. November 2006.
Weitere Infos unter www.archaeologie-bayern.de

-- gepostet von: Florian Becker / 03. Juli 2006 22:19 Uhr --


Shelter am Stromboli aufgebaut

Die Shelter in der Gipfelregion des Stromboli sind nun aufgebaut. Es sind 4 Unterstände aus Metall, etwa so groß wie Bushaltehäuschen, nur nicht so tief. Zwei davon stehen rechts vom Pizzo am Aufstiegsweg, zwei direkt unterhalb des Pizzo. Vom Ort Stromboli sind die Unterstände als eckige Klötze zu sehen. Sehr traurig das ganze... die Aktivität des Stromboli ist nach wie vor hoch, auch beim Aufstieg alles unverändert: starke Kontrollen...!
Danke an Roland Bühler für diese Neuigkeiten! Aktuelle Bilder der Unterstände erscheinen demnächst.

-- gepostet von: Florian Becker / 14. Juni 2006 09:07 Uhr --


Diavortrag "Faszination Vulkan"

Unsere Vorträge in Marktoberdorf (Schneetreiben bei der Anfahrt!!!!) und Puchheim verfolgten zusammen ca. 75 Leute. Wir sind zufrieden mit unserer Tournee und planen nun die Sommerreisen und Vorträge im kommenden Herbst. Ich werde Ende Juni wieder zum Stromboli reisen. Seine Aktivität ist nach wie vor auf relativ hohem Niveau während der Ätna in einer relativ ruhigen Phase ist.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 06. Juni 2006 08:48 Uhr --


Diavortrag "Faszination Vulkan"

Der letzte Teil unserer Bayern World-Tour 2006 vor der Sommerpause hat am Montag erfolgreich angefangen. In Eichenau verfolgte ein gutes Dutzend interessierter Zuschauer unseren Vortrag und hinterher wurde noch ausführlich geredet und diskutiert.
Es stehen jetzt noch 2 Voträge aus, in Marktoberdorf und Puchheim (siehe oben). Der geplante Vortrag in Gmund musste auf Herbst verschoben werden.
Der Beginn des leider bevorstehenden Baus von Schutzunterständen auf dem Pizzo scheint sich zu verzögern, zumindest gab es bei Flo's Aufenthalt Mitte Mai noch keine Anzeichen. Oder ist dies auch eine Folge des politischen Umschwungs (oder Besinnens) in Italien? Zumindest hat Prodi als eine seiner ersten Amtshandlungen die Pläne für die "ponte sullo stretto", also die Brücke von Kalabrien nach Sizilien, auf Eis gelegt.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 24. Mai 2006 16:29 Uhr --


Erdbeben am Stromboli!

Die Aktivität des Stromboli ist noch immer atemberaubend! Weiterhin sind mehrere, an einigen Tagen bis zu 6 aktive Öffnungen zu beobachten. Die linke "3er-Düse" eruptiert extrem laut und ist sogar in den beiden Ortschaften Stromboli und Ginostra ständig zu hören. Noch immer sind der Zivilschutz und die Guardia di Finanzia (= "Polizei") am Berg und kontrollieren die Aufstiegswege, siehe News vom 25. April. Der Aufstieg ist leider (oder zum Glück) nur 100 Personen pro Tag gestattet (5 Gruppen á 20 Teilnehmern), Verweildauer am Pizzo maximal eine Stunde. Am 5. und 6. Mai gab es 2 größere Erdstöße, Stärke 3.3 und 2.1. Ausführliche Infos gibt es beim Istituto Nazionale di Geofisica e Vulcanologia (INGV) im Internet unter » terremoti recenti « (aktuelle Erdbeben, Seite in italienisch). Aufgrund der Erdstöße, die auch im Ort zu spüren waren, wurden alle 3 Kirchen auf Stromboli wegen Einsturzgefahr vorübergehend geschlossen. Zeitweise hat der Zivilschutz sogar überlegt, den Aufstieg zu den Kratern wieder ganz zu verbieten. Dazu kam es aber (vorerst) nicht. Am Sonntag 7. Mai wurde Abends eine Freiluftmesse auf dem Kirchplatz San Vincenzo abgehalten, bei der ich Zeuge sein durfte. Mich hat diese Messe und die Art und Weise, wie die Strombolaner mit der Situation umgehen, sehr beeindruckt.

Freiluftmesse auf dem Kirchplatz von San Vincenzo - Stromboli 7. Mai 2006 Freiluftmesse auf dem Kirchplatz von San Vincenzo - Stromboli 7. Mai 2006

-- gepostet von: Florian Becker / 15. Mai 2006 11:50 Uhr --


Neuer Diavortrag über die Äolischen Inseln

Wir kündigen für Herbst einen neuen Diavortrag an: Wanderparadies Äolische Inseln. Hier ein kurzer Abstract:

Die Äolischen Inseln im Norden Siziliens sind ein Paradies für Naturliebhaber: atemberaubende Landschaften, 2 aktive Vulkane, üppige Vegetation, malerische Fischerdörfer sowie die mediterrane Lebensweise laden zum Wandern, Baden und Träumen ein. Der Diavortrag stellt das Äolische Archipel ausführlich vor und gibt zudem viele Tipps für eine eigene Urlaubsreise. Kommen Sie mit auf eine Wanderung über alle 7 Inseln - zu den aktiven Vulkankratern des Stromboli, entlang der Steilklippen von Panarea, durch Schwefeldämpfe auf Vulcano, vorbei an Bimssteinbrüchen und Obsidianströmen auf Lipari, durch die Wein- und Kapernfelder auf Salina, zu den bronzezeitlichen Dörfern auf Filicudi oder zum einsamsten Gipfel des Archipels auf Alicudi.

Weitere Infos und Termine: Faszination Vulkan

-- gepostet von: Florian Becker / 14. Mai 2006 09:13 Uhr --


Neues vom Stromboli

Auch ich bin zurück vom Stromboli bzw. den anderen Äolen und Neapel. Stromboli ist zur Zeit überdurchschnittlich aktiv, bei 3 Gipfelaufenthalten waren bis zu 7 Öffnungen tätig, alle völlig unterschiedlich. Der Schlackenauswurf ging sehr häufig über den Pizzo hinaus. Die Aktivität wird von einigen Leuten mit der von Oktober 2002 verglichen....Ab Anfang Mai werden die von der Protezione Civile geplanten Shelter auf dem Pizzo errichtet werden.... Zum Aufstieg ist zu sagen, dass momentan jeden Tag Leute der Guardia di Finanza oben am Berg sind und jeden, der nicht im Rahmen einer der geführten Touren aufgestiegen ist, wieder zum Umdrehen und Absteigen zwingt. Es drohen Geld- oder Gefängnisstrafen. Stromboli zeigte Rauchringe!!!

Rauchringe des Stromboli Rauchringe des Stromboli

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 25. April 2006 12:08 Uhr --


Neues vom Stromboli

Zurück von einer wunderbaren Exkursion über die Vulkane des Tyrrhenischen Meeres (Vesuv, Stromboli, Vulcano) hier Aktuelles vom Stromboli: die Aktivität ist derzeit so hoch wie seit Jahren nicht! Ganze 6 (sechs!!!) aktive Krateröffnungen waren zu beobachten. In minütlichem Abstand waren Lavafontänen zu sehen, z.T. über 250 Meter hoch und aus mehreren Krateröffnungen gleichzeitig. Der Stand der Lava in den Schloten war so hoch, dass nachts permanentes Glühen zu sehen war. Der Berg ist allerdings streng überwacht und der Aufstieg zum Gipfel ausschließlich mit Bergführer erlaubt. Dies wird auch kontrolliert, sind derzeit doch doppelt so viele Carabinieri auf der Insel wie früher, nämlich 4... ;-) aber nicht nur deshalb empfehlen wir, sich beim Aufstieg in die Obhut einer geführten Gruppe zu begeben!

-- gepostet von: Florian Becker / 14. April 2006 20:29 Uhr --


Resume Diavorträge

Sodala, die erste Hälfte unserer Bayern-Tour 2006 ist vorbei und wir sind ziemlich zufrieden mit dem Zuschauerzuspruch in Neutraubling (10), Gröbenzell (28) und Friedberg (31). Jetzt machen wir erst mal ne verdiente Stromboli-Pause.
Am Stromboli ist unseren Quellen zufolge alles normal, das heisst die Gipfelkrater zeigen ihre typischen rhythmischen strombolianischen Eruptionen. Am Ätna ist momentan nicht viel los, allerdings gab es in den letzten Monaten neben einer Zunahme des CO2-Ausstoßes auch ein messbares Aufwölben des Vulkans zu verzeichnen.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 24. März 2006 10:31 Uhr --


Rekorde beim Diavortrag "Faszination Vulkan"...

Innerhalb weniger Tage haben wir unser bisheriges Zuschauerminimum und -maximum erlebt. In Starnberg fanden nur ganze 4 Zuschauer den Weg zu unserem Vortrag. Letzten Samstag durften wir dagegen zu Gast sein auf der BERGinale in Berchtesgaden und hielten den Vortrag vor 112 zahlenden Gästen. Das war geil und den Leuten hat es gefallen. Danke nochmal an Hans und Ulli.

-- gepostet von: Ulrich Küppers / 20. März 2006 17:43 Uhr --


Diavortrag am 16. März abgesagt!

Achtung! Unser VHS-Vortrag am 16. März in Pfaffenhofen musste leider abgesagt werden. Ein Ersatztermin steht noch nicht fest.

-- gepostet von: Florian Becker / 13. März 2006 10:09 Uhr --



 
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